Ulrichsgymnasium: Unterschied zwischen den Versionen
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Das '''Ulrichsgymnasium Norden''' (kurz: ''UGN'') wurde im Jahr 1567 als [[Lateinschule]] gegründet und erstmalig 1631 zum ''Paedagogium illustre'' (Gymnasium) erhoben. Es ist eines der ältesten Gymnasien in Deutschland und das älteste in Ostfriesland. Namensgeber ist [[Ulrich II. Cirksena|Graf Ulrich II.]], ab 1628 Herrscher von Ostfriesland. Er zeichnete sich durch eine maßgebliche Förderung des Schulbetriebs aus und war auch für die Gründung des ''Ulricianum'' in Aurich verantwortlich. | |||
Das '''Ulrichsgymnasium''' wurde im Jahr 1567 als Lateinschule gegründet und 1631 zum | |||
Wegen seiner geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung steht der älteste Teil des Gebäudes heute unter Denkmalschutz.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 12. November 2021</ref> | |||
__TOC__ | |||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Die Schule wurde auf dem Grund des ehemaligen [[Kloster Norden|Dominikanerklosters]] errichtet, welches im Zuge der Reformation säkularisiert (verweltlicht) und aufgegeben wurde. Als ihr unmittelbarer Vorgänger kann die [[Lateinschule]], untergebracht im [[Altes Rathaus|Alten Rathaus]] angesehen werden, die bereits mindestens seit Anfang des 16. Jahrhunderts existierte. | ===Anfänge=== | ||
Die Schule wurde, wie auch der [[Fräuleinshof]], auf dem Grund des ehemaligen [[Kloster Norden|Dominikanerklosters]] errichtet, welches im Zuge der Reformation säkularisiert (verweltlicht) und aufgegeben wurde. Als ihr unmittelbarer Vorgänger kann die [[Lateinschule]], untergebracht im [[Altes Rathaus|Alten Rathaus]] angesehen werden, die bereits mindestens seit Anfang des 16. Jahrhunderts existierte. | |||
1529 machte [[Enno II. Cirksena|Graf Enno II.]] kurz nach seinem Regierungsantritt die Absicht bekannt, in Norden und in Emden eine Lateinschule zu errichten. Erklärtes pädagogisches Ziel war es, die "Jugend nicht jämmerlich verderben zu lassen" und gleichzeitig der "Verachtung der lateinischen Kunst" entgegenzuarbeiten.<ref>Peters, Bernhard (1967): Das Ulrichsgymnasium 1567–1967. In: Derk de Haan: 400 Jahre Ulrichsgymnasium Norden. Norden, S. | 1529 machte [[Enno II. Cirksena|Graf Enno II.]] kurz nach seinem Regierungsantritt die Absicht bekannt, in Norden und in Emden eine Lateinschule zu errichten. Erklärtes pädagogisches Ziel war es, die ''"Jugend nicht jämmerlich verderben zu lassen"'' und gleichzeitig der ''"Verachtung der lateinischen Kunst"'' entgegenzuarbeiten. 1537 erneuerte Enno II. seine Absichtserklärung mit der Begründung, da Ostfriesland selbst kaum Gelehrte hervorbrachte.<ref name=":0">Peters, Bernhard (1967): Das Ulrichsgymnasium 1567–1967. In: Derk de Haan: 400 Jahre Ulrichsgymnasium Norden. Norden, S. 27ff.</ref> Es dauerte allerdings noch weitere 30 Jahre bis Graf Edzard II. 1567 diese Pläne verwirklichte und in Norden diese Schule gründete.<ref name=":3">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 15ff.</ref> Seitdem gilt das Jahr 1567 als Gründungsjahr des Ulrichsgymnasiums. | ||
===Lateinschule=== | |||
* siehe auch [[Lateinschule#Geschichte|Geschichte der Lateinschule]] | |||
Bereits 1566 hatte [[Edzard II. Cirksena|Graf Edzard II.]] den niederländischen Gelehrten [[Johannes Florianus]] zum Gründungsrektor berufen. Dieser war bereits als Lehrer an der privaten [[Lateinschule]] im [[Altes Rathaus|Alten Rathaus]] tätig. Der Unterricht begann im folgenden Jahr mit drei Unterrichtsklassen. Das erste Kollegium bestand zunächst aus dem genannten Rektor und zwei Lehrern. Als Schulraum diente anfangs das sogenannte ''Osterhues'' (nicht zu verwechseln mit dem [[Osterburg|Osterhaus]]), einem östlichen Trakt des ehemaligen Klosters. Zur Finanzierung der neuen Schule, einschließlich des Lehrpersonals, wandte Enno II. eingezogenes Kapital des [[Kloster Marienthal|Klosters Marienthal]] und des [[Kloster Norden|Klosters Norden]] auf. Hinzu kamen Spenden und Zuwendungen von Privatpersonen sowie eine Schenkung der [[Linteler Mühle]] durch [[Anna von Oldenburg|Gräfin Anna]], der Mutter von Edzard II., die maßgeblichen Einfluss auf die Planungen der Schule hatte und mit den Erlösen aus dem Mühlbetrieb wesentlich zum Unterhalt der Schule beitrug. Auch die Einnahmen aus der Verpachtung der Insel [[Bant]] trugen einen Teil zum Haushalt bei und waren in erster Linie für die Lohnzahlung des Rektors vorgesehen.<ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 72</ref> | |||
Das Budget der Schule war somit innerhalb recht kurzer Zeit derart gewachsen, dass es Florianus möglich zwar, zwei weitere Lehrer einzustellen. Hierbei handelte es sich um der lateinischen Sprache mächtigen Akademiker. Damals wie heute war dies die Sprache der Gelehrten, die meisten Menschen konnte damals noch nicht einmal ihre eigene Sprache lesen und schreiben. Solch gebildete Lehrkräfte waren sehr selten, vielmehr wurden die Schüler meistens von nicht-akademischen Lehrkräften unterrichtet, sogenannten ''Schulmeistern''.<ref name=":3" /> Hieraus resultierte das heute noch gebräuchliche Wort ''Me(e)ster'' als niederdeutsche Bezeichnung für einen Lehrer. | |||
Überschattet wurden die Anfangsjahre der Lateinschule durch konfessionelle Konflikte zwischen [[Ludgerigemeinde Norden|Lutheranern]] und [[Reformierte Gemeinde Lütetsburg-Norden|Reformierten]]. Zwar dominierte in Norden das Luthertum, niederländische Glaubensflüchtlinge hatten aber den bis dahin schwachen calvinistischen Flügel des Norder Protestantismus erheblich gestärkt. Da Lateinschulen jener Zeit primär als Vorstufe der Ausbildung von Geistlichen betrachtet wurden, waren beide evangelischen Konfessionsparteien daran interessiert, einen möglichst großen Einfluss auf den Lehrplan zu gewinnen und die theologische Ausrichtung der Schule zu bestimmen.<ref name=":0" /> | |||
Da Anfang der 1570er Jahre eine Rückwanderungswelle der niederländischen und oft sehr gebildeten Glaubensflüchtlinge einsetzte, wurde 1579 der reformierte Universalgelehrte [[Ubbo Emmius]] zum Rektor der Lateinschule berufen. Neun Jahre lang übte er dieses Amt an seiner ehemaligen Ausbildungsstätte aus, wurde aber aufgrund seiner seiner reformatorischen Gesinnungen von den lutherisch orientierten [[Cirksena]] aus dem Amt gedrängt.<ref name=":1" /> Danach leiteten fast drei Jahrhunderte hindurch lutherische Rektoren die Schule, Emmius ging an das Leeraner Gymnasium und später nach Groningen, wo er die dortige Universität mitbegründete. Durch die Entlassung des in Ostfriesland und in den Niederlanden hochgeschätzten Emmius büßte die Norder Schule außerordentlich an Prestige ein. | |||
===Vollgymnasium=== | |||
Unter [[Ulrich II. Cirksena|Graf Ulrich II.]] wurde die Schule 1631 dann zu einem ''Paedagogium illustre'' erhoben und erhielt den Namen ''Schola Ulriciana'' (Ulrichsschule). Sie wurde damit zu einem Vollgymnasium, einem ''echten'' Gymnasium. Ab sofort war hier der Erwerb der Hochschulreife (Abitur) möglich. Ab diesem Zeitpunkt hatte die Schule acht Klassen und acht Lehrer. Gleichzeitig ließ er das zwischenzeitlich durch Kriege und Naturgewalten stark heruntergekommene Gebäude grundlegend erneuern und finanzierte es aus einem von ihm geschaffenen Stiftungsvermögen. Die auf Dauer angelegte und sehr größzügige Unterstützung bildete den Grundstock für die weitere Entwicklung der ''Ulrichsschule''. Aus der gräflichen Schenkungsurkunde, datiert auf den 21. August 1631, geht hervor, dass die Vorstellungen von Ulrich II. durchaus konkrete Züge annahmen. Er legte Unterrichtsziele fest und dass minderbemittelte Schüler (minderbemittelt im Sinne von ''wenig vermögend'') für wenig Geld Anspruch auf einen Mittagstisch (''Mensa'') und im Bedarfsfall eine Unterkunft hätten. Das Original der sowohl auf Latein als auch in deutscher Sprache verfassten Urkunde befindet sich heute im Staatsarchiv in Aurich.<ref>StAA, Rep. 135, Nr. 15</ref> Aus anderen Unterlagen geht hervor, dass die Kinder für Kost und Logis im [[Weinhaus]] untergebracht waren. Bereits 1630 ordnete Ulrich II. an, dass zum besseren Unterhalt der Kirchen und Schulen sowie deren Bediensteten alle öffentlichen Versteigerungen (sogenannte ''Kerttz-Käufe'') wie auch alle bürgerlichen Zusammenkünfte im nahegelegenen Weinhaus stattzufinden haben.<ref name=":3" />[[Datei:Hibbaeus Magnus 1638.JPG|mini|283x283px|Porträt des Schuldirektors [[Hibbaeus Magnus]] in der Zeit um 1638.]]Obgleich die Geschichte über [[Ulrich II. Cirksena|Graf Ulrich II.]] aufgrund seiner Verschwendungssucht und seinem Hang zu den süßen Seiten des Lebens ein eher mäßiges Bild zeichnet, setzte er sich auch in den Folgejahren geradezu vorbildlich für die nach ihm benannte Schule ein. Ein auf den 13. Juli 1639 datierter Kaufvertrag belegt, dass er für 300 Gulden 1 1/2 [[Gras|Grasen]] Land von der [[Leegemoorgesellschaft]] zugunsten der Schule erwarb.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 66</ref> Das Land ließ er verpachten und ihr den Erlös zukommen. Desweiteren sorgte er dafür, dass weitere Erlöse aus Verpachtungen an die Schule flossen, so etwa die Verpachtung von 19 [[Diemat]] Land des gräflichen Gut Folkershausen bei Esens und seit 1712 auch durch Ländereien in Dornum.<ref name=":3" /> | |||
Nachdem die Schülerzahlen aufgrund von Pestepidemien und kriegerischen Auseinandersetzungen wie innere Konflikte und dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] zurückgegangen waren, wurde die Schule 1666 kurzzeitig geschlossen, aber schon wenig später wiedereröffnet. Dennoch begann in dieser Zeit der Niedergang der Schule. Hatte sie 1631 noch vier Klassen mit vier Lehrern, von denen einer Kantor war, waren es 1666 zeitweilig nur noch drei Klassen, ohne dass sie damit den Rang einer Vollanstalt verlor. Der Tiefpunkt wurde zwischen 1750 und 1800 erreicht. In dieser Zeit schwankten die Schülerzahlen zwischen 14 und 34.<ref name=":1" /> Auch der für die notdürftigen Kinder zur Verfügung gestellte Mittagstisch wurde 1751 aus Kostengründen eingestellt.<ref name=":3" /> | |||
Vom 7. April 1641 bis vermutlich zu seinem Tode am 22. März 1687 war [[Conradus Scipio]] Konrektor der Schule.<ref>Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 53</ref> | |||
===Progymnasium === | |||
1815 kam Ostfriesland nach der französischen Besatzung durch Napoleon an das Königreich Hannover (bis 1866). Die königliche Regierung entzog der Schule 1829 den Status eines Vollgymnasiums und wandelte es in ein Progymnasium, ein ''Untergymnasium'' um. Damit war der Erwerb der allgemeinen Hochschulreife nicht mehr möglich.<ref name=":1" /> Eine ähnliche Statusaberkennung hatte es bereits unter der französischen Besatzung gegeben, als die Schule zur ''Sekundarschule'' erklärt wurde.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 83</ref> Durch den hannoverschen Erlass konnte das Gymnasium ihre Schüler nun nicht mehr an die Universitäten entlassen, sondern nur an ein ''Vollgymnasium''.<ref name=":4">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 87</ref> | |||
Eine der wenigen positiven Entwicklungen in der hannoverschen Zeit war die Einführung neuer Unterrichtsfächer, die dem Zeitgeist entsprachen. So wurde 1834 erstmals ein Englischunterricht angeboten, ab 1847 bzw. 1849 wurden Zeichnen und Turnen zum Unterrichtsfach.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 68</ref><ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 35</ref> | |||
Ungeachtet der Abstufung konnte mit städtischen Zuschüssen eine weitere Klasse im Jahr 1835 eingerichtet werden und noch einmal eine weitere im Jahre 1847. Nachdem die Schülerzahlen wieder anstiegen, wurde die Schule in den Jahren 1851 bis 1875 neu- bzw. umgebaut. Es entstanden neben einem neuen Schulgebäude auch eine Wohnung für den Rektor.<ref name=":4" /> Dieser Gebäudeteil ist noch heute an seiner gelben Fassade erkennbar. In dieser Zeit waren neun Lehrer am Gymnasium tätig.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 248</ref> Bei den mit dem Neubau einhergehenden Grabungsarbeiten kamen Überreste der umfangreichen Bodenaufschüttungen, die den Bau des [[Dominikanerkloster|Dominikanerklosters]] seinerzeit in dieser Form überhaupt erst möglich machten, zum Vorschein.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 64</ref> | |||
===Vollgymnasium=== | |||
Unter der preußischen Regierung wurde die Schule dann mit einem preußischen Erlass vom 15. März 1877 wieder in den Rang eines Vollgymnasiums erhoben. Sie trug nun den Namen ''Staatliches Ulrichsgymnasium zu Norden''.<ref name=":3" /> Die Hochstufung war wohl auch dem Engagement von Norder Bürgern, u.a. [[Diedrich Gerhard Soltau]] zu verdanken.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Soltau.pdf Basse-Soltau, Ursula (2007): Biographie des Diedrich Gerhard Soltau], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref> Im Zuge der aufkommenden Turnerbewegung wurde 1882 eine Turnhalle angebaut. Diese war seinerzeit noch ausschließlich dem Schulsport vorbehalten, Vereine durften sie erst nach 1920 nutzen, da zu viel Sport noch als gesundheitsschädigend angesehen wurde.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 6</ref> | |||
Zum 300-jährigen Jubiläum im Jahre 1867 vermachte [[Johann Taaks|Johann Hillern Taaks]], damals [[Liste der Bürgermeister der Stadt Norden|Norder Bürgermeister]] der schuleigenen Bibliothek einen beachtlichen Teil an Schriften und Büchern aus seinem Besitz.<ref>[https://fabian.sub.uni-goettingen.de/fabian?Ulrichsgymnasium Bericht der Universität Göttingen], abgerufen am 6. März 2021</ref> | |||
Noch in den 1920er Jahren war es üblich, dass die Schüler Schulmützen trugen, die unterschiedliche Bänder aufwiesen und jährlich wechselten.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 108</ref> Seit 1928 war auch Mädchen das Ablegen der Reifeprüfung hier möglich, die dies bis dahin nur an der [[Gräfin-Theda-Schule]] konnten.<ref name=":1">[http://www.ug-norden.de/index.php/das-sind-wir/historisches-pressespiegel/historisches Internetseite des Ulrichsgymnasiums Norden], abgerufen am 15. April 2021</ref> Während die Schülerzahlen bis zum Zweiten Weltkrieg kontinuierlich stiegen, wurde die Anzahl der Pädagogen aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage der 1920er Jahre durch Zwangspensionierungen stark reduziert.<ref name=":0" /> | |||
[[Datei:Norddeicher Straße Ulrichsgymnasium Ulrichsschule 1884 (0135007) MZ.jpg|mini|Das 1851 errichtete Schulgebäude auf einer Zeichnung von 1884.]] | |||
Im Jahr 1937 wurde das Ulrichsgymnasium in eine Oberschule umgewandelt. Damit wurde unter anderem ein gymnasialer Bildungsweg mit dem Schwerpunkten Mathematik und Naturwissenschaften eröffnet. Die traditionellen Fächer der humanistischen Bildung traten unter dem Einfluss des Nationalsozialismus in ihrer Bedeutung zurück. Der Religionsunterricht wurden abgeschafft, [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdische Schüler]] mussten die Schule verlassen. Bereits ein Jahr zuvor wurde der seit 1920 amtierende Schulleiter [[Harmannus Ites|Prof. Hermann Ites]] aus politischen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Ites.pdf Biographie des Harmannus Ites] in der Personendatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> Ostern 1939 verfügte das Ulrichsgymnasium über 10 Klassen mit 213 Schülern, die von insgesamt 15 Lehrern unterrichtet wurden. Im Herbst desselben Jahres erhielten alle Schüler der Jahrgangsstufe 8 ihr Abgangszeugnisse. Die meisten der Schüler mussten Kriegshilfsdienste verrichten, was so auch in ihren Zeugnissen vermerkt wurde. Die Kellerräume des Schulgebäudes wurden zu Luftschutzräumen umgebaut.<ref name=":2">Kaszemek, Hildegard (1967): Das Ulrichsgymnasium Norden von Ostern 1939 bis 1. Mai 1945. In: Derk de Haan: 400 Jahre Ulrichsgymnasium Norden. Norden, S. 36f.</ref> Zwischen dem 1. April und dem 1. Juli 1940 wurden sieben Lehrkräfte zum Militärdienst einberufen, unter ihnen befand sich auch der Oberstudiendirektor Weidemann. | |||
Zu Beginn des Schuljahres 1941/42 besuchten 235 Schüler das Gymnasium, darunter 43 Mädchen. Das Schuljahr 1942/43 brachte einen weiteren Anstieg der Schülerzahlen. 248 Schüler (nicht mitgezählt sind aus Emden evakuierte Gastschüler) wurden von nur 8 Lehrern und einem dienstverpflichteten Hilfslehrer unterrichtet. Ende März 1943 erfolgte die Einberufung von 19 Schülern der Jahrgangsstufen 10 und 11 (damals 6. und 7. Klasse) als Luftwaffenhelfer.<ref name=":1" /> Nach einem fünfwöchigen Lehrgang auf Norderney wurden sie beim Küstenschutz in der Nähe des Senders [[Norddeich Radio]] eingesetzt. In einer als Notschule umfunktionierten Wehrmachtsbaracke erteilten Lehrer des Ulrichgymnasiums dort einen erheblich reduzierten Unterricht. | |||
Im Februar 1945 verfügte der Bremer Reichsverteidigungskommissar die Schließung aller Schulen im Weser-Ems-Gebiet. Im Zuge dieser Anordnung schloss auch das Ulrichsgymnasium Norden seine Pforten auf unbestimmte Zeit. Die Kohlenvorräte wurden konfisziert und in den Klassenräumen ein Marinelazarett eingerichtet. Für die Schüler der Klasse 6 fand der Unterricht im Sitzungssaal des [[Rathaus|Rathauses]] statt. Die Klassen 7 und 8 waren im Amtszimmer des Direktors untergebracht. Die Klassen 1 bis 5 wurden zweimal pro Woche ins Rathaus bestellt, um Hausaufgaben entgegenzunehmen.<ref name=":2" /> | |||
===Entwicklung nach Kriegsende=== | |||
Anfang Mai besetzen kanadische Streitkräfte die Stadt und nehmen sie kampflos ein. Das Marinelazarett im Ulrichsgymnasium wurde - vermutlich [[Vereinsheim (Kastanienallee)|in eine Baracke an der Kastanienallee]] - verlegt und die Räumlichkeiten des Schulgebäudes vom Armeestab der Besatzungstruppen belegt. Erst ab dem 2. Oktober 1945 wurde das Ulrichsgymnasium wieder als Schule genutzt. Zwischenzeitlich ruhte der Schulbetrieb.<ref name=":2" /> | |||
Ein Zeitzeuge und Pädagoge am Ulrichsgymnasium beschrieb die nach 1945 eingetretene Wende als ''"geistige Revolution, wie es sie höchstens bei der Christianisierung unser Vorfahren gegeben"'' hat. Von dieser Wende ''"blieb kein Fach verschont"''. Vor allem der Deutsch- und der Geschichtsunterricht, der ''"am allerstärksten vom nationalsozialistischen Ungeist verfälscht worden war"'', bedurfte einer umfassenden Revision und wurde deshalb - als Chance zur Neubesinnung - für ein ganzes Jahr aus dem Unterrichtsangebot gestrichen. Andere Fächer, die während der NS-Zeit aus dem Lehrplan verschwunden waren, wurden wieder eingeführt. Dazu gehörte der Religions- und der Hebräischunterricht. Auch in naturwissenschaftlichen Fächern, vor allem im Biologieunterricht, musste ein Neuanfang gemacht werden. Zudem wurde die 1933 verbotene Schulandacht wieder eingeführt.<ref>Wessels, Ebbel Roelfs (1967): 1567 und 1945. Zwei entscheidende Jahre in der Geschichte des Ulrichsgymnasiums. In: Derk de Haan: 400 Jahre Ulrichsgymnasium Norden. Norden, S. 34</ref> | |||
[[Datei:Brummelkamp Norddeicher Straße Ulrichsgymnasium Turnhalle Tankstelle Jürrens 1954 01.jpg|mini|Blick vom [[Brummelkamp]]. Links die [[Tankstelle Jürrens]] und dahinter die alte sowie die neue Turnhalle des Gymnasiums im Jahre 1954.]] | |||
Eine wesentliche Neuerung im Schulbetrieb war die 1954 erfolgte Miteinbeziehung von Schülern in die Gestaltung des schulischen Lebens. In diesem Jahr wurde die Schulträgerschaft offiziell vom [[Landkreis Norden]] übernommen. Zu den Aufgaben der sogenannten ''Schülermitverantwortung'' (kurz: ''SMV'') gehörten unter anderem die Pausenaufsicht, Organisation von Sportschulmeisterschaften, Opern- und Theaterbesuchen und Podiumsdiskussionen zu bestimmten gesellschaftspolitischen Themen sowie die Ausrichtung von Schulfesten. Auch die Herausgabe der Schülerzeitung, deren erste Ausgabe 1956 unter dem Titel ''Der junge Ulricianer'' erschien, gehörte in den Verantwortungsbereich der SMV.<ref>Radlow, Udo (1967): SMV. In: Derk de Haan: 400 Jahre Ulrichsgymnasium Norden. Norden, S. 58</ref> Ebenfalls 1954 wurde die alte Turnhalle abgebrochen, ein Neubau wurde bereits kurz zuvor in unmittelbarer Nähe fertiggestellt.<ref name=":7" /> | |||
Am 1. Februar 1967 wurde das Ulrichsgymnasium von 693 Schülern besucht. Knapp die Hälfte davon kam aus dem Norder Stadtgebiet. Damit entfiel auf 100 Einwohner des Einzugsgebietes durchschnittlich ein Gymnasiast.<ref>Rack, Eberhard (1967): Einzugsbereich und Schülerstruktur des Ulrichgymnasiums. In: 400 Jahr Ulrichsgymnasium Norden. In: Derk de Haan: 400 Jahre Ulrichsgymnasium Norden. Norden, S. 49</ref> Zum Auftakt des 400-jährigen Jubiläums fand unter der Leitung von Schulleiter [[Derk de Haan]] (seit 1957 im Amt) eine Tagung des ''Ostfriesischen Philologenverbandes'' (Ostfriesischer Lehrerverband) im [[Deutsches Haus|Deutschen Haus]] statt. Das Programm für die Festwoche gestaltete sich vielfältig und abwechslungsreich. Es umfasste Führungen durch das Gebäude, wissenschaftliche Vorträge und viele weitere Veranstaltungen.<ref name=":3" /> | |||
Die Schulgebäude wurden zu Beginn der 1970er Jahre den erheblich gesteigerten Schülerzahlen angepasst. Der große Erweiterungsneubau (Fertigstellung 1972) enthielt neben Klassenräumen die Räume für Naturwissenschaften, das Sprachlabor, ein Deutschstudio (inkl. Bühne) und die Musikräume.<ref name=":1" /><ref name=":5">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 81</ref> Auch ein Fackelzug für die Schüler der Klassen 5 bis 10 des Gymnasiums stand auf wegen der Feierlichkeiten dem Plan. Dieser verlief vom Schulgebäude über den [[Marktplatz]], durch die [[Uffenstraße]], über den [[Neuer Weg|Neuen Weg]], dann entlang der [[Osterstraße]] und wieder zurück zum Marktplatz.<ref name=":3" /> Seit 1977 ist der Landkreis Aurich als Rechtsnachfolger des Landkreis Norden der Schulträger. Im selben Jahr kommt es zu einem Brand, der einigen Schaden anrichtet.<ref>Freiwillige Feuerwehr Norden (1986): 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr der Stadt Norden, Norden, S. 16</ref> | |||
1971 wurde die [[Norddeicher Straße]] (und weitere) umfangreich verbreitert. Eine bis dahin bestehende, das Hauptgebäude umfriedende Mauer mit Zaunelementen musste dem Straßenausbau weichen.<ref name=":7">Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 17</ref> Im Zuge der sogenannten 68er-Bewegung, die auch die Schülerschaft des Ulrichsgymnasiums erfasste, erstritt sich die ''Schülermitverantwortung'' eine stärkere Position im Schulbetrieb. Aus der ''Schülermitverantwortung'' wurde die ''Schülermitverwaltung'', die bis in die Mitte der 1970er Jahre den Schulalltag stark politisierte.<ref>[http://www.gasl.org/muether/mue_n6.pdf Universität Oldenburg (2012): Biographie des Arno Schmidt], abgerufen am 15. April 2021</ref> Spätestens seit den 1970er Jahren war in der Schülerschaft des Ulrichsgymnasiums schließlich eine hieraus erwachsene marxistisch-leninistische (kommunistische) Zelle aktiv, deren Existenz zu großer Kritik an einem geplanten [[Jugendzentrum]] führte, das dennoch - entgegen aller Bedenken - auf Beschluss des [[Stadtrat|Stadtrates]] (Dezember 1976) eingerichtet wurde, nachdem in der Satzung festgeschrieben wurde, dass eine einseitig politische Bildung verboten sei.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 83</ref> | |||
In der Nacht vom 8. auf den 9. Dezember 1989 fiel das Schulgebäude einer nie aufgeklärten Brandstiftung zum Opfer, durch die das Obergeschoss des Hauptgebäudes mitsamt des 1972 fertiggestellten Erweiterungsbaus vollständig zerstört wurde.<ref name=":5" /><ref name=":6" /> Die Brandfolgen trafen aufgrund des nötigen Löschwassereinsatzes auch die darunter liegenden Stockwerke schwer.<ref name=":6">Strybny, Joachim (2017): Alte Aula in neuem Glanz. In: Bodo Paul Hoffmann: MDLXVII - 2017. 450 Jahre Ulrichsgymnasium Norden. Eine Festschrift. Norden, S. 98</ref> Nach Totalrenovierung und Umbau wurden in den folgenden Jahren weitere Erweiterungen und Umbauten nötig, die Schüler mussten vorübergehend in Lehrräume der [[Gräfin-Theda-Schule]] verlegt werden. Auch Räume in der [[Kreisvolkshochschule Norden|Kreisvolkshochschule]] sowie das der Schule [[Gemeindehaus (Lutherische Gemeinde)|gegenüberliegende Gemeindehaus]] wurden provisorisch für den Unterricht hergerichtet. Das Geschehen wurde in einem 2011 erschienenen Film mit dem Titel [[Brand des UGN 1989|''Brand des UGN 1989'']] vom ehemaligen Schüler [[Jonas Hentschel]] verfilmt. | |||
Bei Erweiterungsarbeiten des Schulgebäudes im Jahre 1992 wurden weitere Funde aus der klösterlichen Vorzeit gemacht. Der Einschätzung der Archäologen zufolge handelt es sich wahrscheinlich um Überreste eines ehemals freistehenden Gebäudes auf dem Klostergelände.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 66</ref> | |||
===seit 2000=== | |||
Durch die Übernahme ehemaliger Verwaltungsgebäude des früheren Landkreises Norden und den Anbau eines Gebäudes von 2005 bis 2006 (Abbruch: November/Dezember 2004), das unter anderem eine Mensa enthält, ist das Ulrichsgymnasium Norden zu einem Schulcampus gewachsen. Als einzige Lehranstalt im Gebiet der [[Norderland|Norderlandes]] eine gymnasiale Bildung an. Englisch ist erste Fremdsprache, ab Klassenstufe 6 werden alternativ Latein und Französisch angeboten. Auch in der Oberstufe des Ulrichsgymnasiums werden im Gegensatz zu früheren Zeiten noch Wahlmöglichkeiten angeboten. Neben den Pflichtfächern Mathematik und Deutsch stehen hier die Wahlpflichtfächer Englisch, Französisch, Latein, Gesellschaftswissenschaften (Geschichte, Erdkunde, Politik) sowie drei naturwissenschaftliche Fächer (Physik, Chemie, Biologie) im Lehrplan. Hinzu kommen ab Jahrgangsstufe 11 die Wahlfächer Latein, Französisch, Spanisch, Russisch und Informatik. | |||
Betrieben wird das Ulrichsgymnasium als Ganztagsschule; sie bietet zusätzlich zum Unterricht eine Reihe von Arbeitsgemeinschaften, zum Beispiel im Bereich Kunst, Musik, Theater und Fremdsprachen sowie Wirtschaftsplanspiele und Mediengestaltung. Für die Verpflegung steht eine Mensa zur Verfügung. 2009 besuchten etwa 1250 Schülerinnen und Schüler, die von 120 Lehrern und Lehrerinnen unterrichten wurden. Mehr als die Hälfte der Schüler wohnt außerhalb der Stadt Norden.<ref name=":1" /> | |||
Unmittelbar während der Abiturprüfungen am 19. April 2021 kam es zu einer Teilevakuierung des Gebäudes. Die [[Wirtschaftsbetriebe der Stadt Norden|Stadtwerke Norden]] waren bei einem gegenüberliegenden Reihenhaus im Einsatz, nachdem Bewohner Gasgeruch bemerkt hatten. Die Mitarbeiter der Stadtwerke stellten eine erhöhte Gaskonzentration fest und alarmierten die [[Feuerwehr Norden|Feuerwehr]], die daraufhin mit einem Großaufgebot anrückte und gemeinsam mit der Polizei die Umgebung evakuierte. Die Prüflinge konnten ihre Prüfung jedoch in entlegeneren Gebäudeteilen fortführen.<ref>[https://www.feuerwehr-norden.de/2021/04/19/grossalarm-wegen-gasaustritt/ Einsatzbericht der Feuerwehr Norden vom 19. April 2021], abgerufen am 20. April 2021</ref> | |||
==Schuldirektoren== | |||
Die nachfolgende Auflistung enthält auch die an der alten bzw. privaten [[Lateinschule]] tätigen Schulleiter bzw. -direktoren. | |||
{| | |||
| valign="top" | | |||
{| class="wikitable" | |||
|+ | |||
!Zeitraum | |||
!Vollständiger Name | |||
|- | |||
|1511 - 1536 | |||
|[[Meyster Johan Pipers]] | |||
|- | |||
|1536 - 1540 | |||
|[[Theodorus Bottmanus]] | |||
|- | |||
|1540 - 1545 | |||
|Scipio (Nachname unbekannt) | |||
|- | |||
|1545 - 1566 | |||
|[[Ptolemäus Johannes]] | |||
|- | |||
|1566 - 1572 | |||
|[[Johannes Florianus]] | |||
|- | |||
|1572 - 1573 | |||
|[[Nicolaus Sascherus|Dr. Nicolaus Sascherus]] | |||
|- | |||
|1573 - 1574 | |||
|[[Johannes Florianus]] | |||
|- | |||
|1574 - 1574 | |||
|[[Ludolph Piotterus]] | |||
|- | |||
|1574 - 1579 | |||
|[[Laurenzius Orschott|Dr. Laurenzius Orschott]] | |||
|- | |||
|1579 - 1588 | |||
|[[Ubbo Emmius]] | |||
|- | |||
|1589 | |||
| - vakant - | |||
|- | |||
|1596 - 1597 | |||
|[[Ulricus Hemringius]] | |||
|- | |||
|1597 - 1603 | |||
|[[Jacob Martini]] | |||
|- | |||
|1603 - 1604 | |||
|[[Herman Mesander]] | |||
|- | |||
|1604 - 1607 | |||
|[[Joachim Everhardi]] | |||
|- | |||
|1607 - 1613 | |||
|[[Henricus Brehorst]] | |||
|- | |||
|1613 - 1619 | |||
|[[Johann Oldewelt]] | |||
|- | |||
|1619 - 1624 | |||
|[[Hibbaeus Magnus]] | |||
|- | |||
|1624 - 1627 | |||
|[[Johann Coenring]] | |||
|- | |||
|1627 - 1640 | |||
|[[Johann Lange]] | |||
|- | |||
|1660 - 1667 | |||
|[[Joachim Rachel]] | |||
|- | |||
|1667 - 1681 | |||
|[[Johann Busch]] | |||
|- | |||
|1681 - 1683 | |||
| - vakant - | |||
|- | |||
|1683 - 1713 | |||
|[[Lorenz Schnell]] | |||
|- | |||
|} | |||
| valign="top" | | |||
{| class="wikitable" | |||
|+ | |||
!Zeitraum | |||
!Vollständiger Name | |||
|- | |||
|1713 - 1750 | |||
|[[Heinrich Gottlieb Leutholf]] | |||
|- | |||
|1750 - 1785 | |||
|[[Johann Joachim Gerhard Wideburg]] | |||
|- | |||
|1785 - 1814 | |||
|[[Johann Friedrich Meyer]] | |||
|- | |||
|1814 - 1821 | |||
|[[David Friedrich August Jani]] | |||
|- | |||
|1821 - 1842 | |||
|[[Anton Ernst Taaks]] | |||
|- | |||
|1842 - 1870 | |||
|[[August Heidelberg]] | |||
|- | |||
|1870 - 1873 | |||
|[[Max Gottfried Hoche|Dr. Max Gottfried Hoche]] | |||
|- | |||
|1873 - 1875 | |||
|[[Heinrich Babucke|Dr. Heinrich Babucke]] | |||
|- | |||
|1875 - 1881 | |||
|[[Richard Schneider|Dr. Richard Schneider]] | |||
|- | |||
|1881 - 1887 | |||
|[[Franz Münnich|Dr. Franz Münnich]] | |||
|- | |||
|1887 - 1901 | |||
|[[Friedrich Hermann|Prof. Friedrich Hermann]] | |||
|- | |||
|1901 - 1920 | |||
|[[Carl Stegmann (1852)|Dr. Carl Stegmann]] | |||
|- | |||
|1920 - 1936 | |||
|[[Harmannus Ites|Prof. Hermann Ites]] | |||
|- | |||
|1936 - 1942 | |||
|[[Wilhelm Weidemann]] | |||
|- | |||
|1942 - 1946 | |||
|[[Friedrich Maertens]] | |||
|- | |||
|1946 - 1957 | |||
|[[Karl Ehlers|Dr. Karl Ehlers]] | |||
|- | |||
|1957 - 1970 | |||
|[[Derk de Haan]] | |||
|- | |||
|1970 - 1976 | |||
|[[Karl Heinz Thies]] | |||
|- | |||
|1976 - 1988 | |||
|[[Johann Eilers]] | |||
|- | |||
|1988 - 1989 | |||
|[[Joachim Strybny]] (kommissarisch) | |||
|- | |||
|1989 - 1999 | |||
|[[Jürgen Fiedler|Dr. Jürgen Fiedler]] | |||
|- | |||
|1999 - 2000 | |||
|[[Joachim Strybny]] (kommissarisch) | |||
|- | |||
|2000 - 2010 | |||
|[[Harald Rüdig]] | |||
|- | |||
|2010 - heute | |||
|[[Wolfgang Grätz]] | |||
|} | |||
|} | |||
==Schülerzahlen== | |||
{| class="wikitable" | |||
|+ | |||
!Schuljahr | |||
!Anzahl | |||
|- | |||
|1750-1800 | |||
|zw. 14 und 34 | |||
|- | |||
|1864 | |||
|82 | |||
|- | |||
|1873 | |||
|165 | |||
|- | |||
|1874 - 1875 | |||
|136 | |||
|- | |||
|1877 - 1878 | |||
|172 | |||
|- | |||
|1879 - 1880 | |||
|199 (im Winter 191) | |||
|- | |||
|1927 | |||
|284 | |||
|- | |||
|1941 - 1942 | |||
|235 | |||
|- | |||
|1942 - 1943 | |||
|248 * | |||
|- | |||
|1967 | |||
|693 | |||
|} | |||
<nowiki>*</nowiki> nicht mitgezählt sind Gastschüler aus dem von massiven Luftangriffen betroffenen Emden | |||
==Persönlichkeiten== | |||
In ihrer über 450-jährigen Geschichte hat das Ulrichsgymnasium eine Reihe an bedeutenden Persönlichkeiten vorgebracht. Die folgende Liste unternimmt einen Versuchen, einige von ihnen in alphabetischer Reihenfolge zu benennen. | |||
*[[Enno Rudolph Brenneysen]]: Schüler des Ulrichsgymnasiums, war unter Georg Albrecht Kanzler in Ostfriesland. | |||
*[[Hermann Conring]]: Norder Lateinschüler, war Professor in Helmstedt und Begründer der Wissenschaft der deutschen Rechtsgeschichte. | |||
*[[Ufke Cremer]]: Lehrer am Ulrichsgymnasium und bedeutendster Norder Heimatforscher. | |||
*[[Johannes Deknatel]]: Bekannter mennonitischer Theologe des 18. Jahrhunderts. | |||
*[[Ubbo Emmius]]: Späterer Gründungsrektor der Reichsuniversität Groningen (Niederlande), war als Schüler und ab 1579 für neun Jahre als Rektor an der Schule tätig. | |||
*[[David Eilsemius]]: Norder Lateinschüler, war reformierter Theologe und Historiker. | |||
*[[Johann Hülsemann]]: Norder Lateinschüler, war lutherischer Theologe und einer der Verhandlungsführer beim Thorner Religionsgespräch. | |||
*[[Wilhelm Krieger]]: Deutscher Bildhauer. | |||
*[[Sandra Lüpkes]]: Schriftstellerin und Drehbuchautorin. | |||
*[[Herbert Müller (1953)|Herbert Müller]]: Schüler des Ulrichgymnasiums, Kunsterzieher und Maler. | |||
*[[Hildegard Peters]]: Lehrerin am Ulrichsgymnasium und Malerin. | |||
*[[Johann Christian Reil]]: Schüler des Ulrichsgymnasiums, war ein bekannter Mediziner. Namensgeber des [[Johann-Christian-Reil-Haus|Johann-Christian-Reil-Hauses]]. | |||
*[[Friedrich Swart]]: Schüler des Ulrichgymnasiums, war Volkswirt, leitender Direktor des Verbandes deutscher Genossenschaften in Polen und galt als ''ungekrönter König der Deutschen in Polen''. Er verfasste die ''Friesische Agrargeschichte''. | |||
*[[Sicco Theodor van Hülst]]: Landwirt, Politiker und Mitglied des Reichstags; ehemaliger Besitzer des heutigen [[Rathaus|Rathauses]] | |||
*[[Karl Vissering]]: Funktionär und Landwirt; Besitzer des [[Gut Lintel|Guts Lintel]]; Onkel des Kriegsverbrechers Wilhelm Keitel | |||
*[[Wilhelm von Freeden|Wilhelm Ihno Adolph von Freeden]]: Lehrer am Ulrichsgymnasium, war ein deutscher Mathematiker, Naturwissenschaftler und Ozeanograph sowie Gründer der Norddeutschen Seewarte. | |||
==Trivia== | |||
Nach alter [[Hausnummerierung]] hatte das Gymnasium die Hausnummer 550.<ref>Cremer, Ufke (1938): Kontrollverzeichnis der Stadt Norden von 1812, Norden, S. 1</ref> | |||
==Galerie== | |||
===Allgemeine Fotos=== | |||
<gallery> | |||
Datei:Norddeicher Straße Ulrichsgymnasium 1909 01.jpg|Aufnahme von 1909. | |||
Datei:Norddeicher Straße Ulrichsgymnasium 1911 01.jpg|Aufnahme von 1911. | |||
Datei:Norddeicher Straße Ulrichsgymnasium um 1915 01.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1915. | |||
Datei:Norddeicher Straße Ulrichsgymnasium Hausmeisterwohnung 1918 01.jpg|Die zur Schule gehörende Hausmeisterwohnung (1918). Zu sehen ist Schuldiener [[Hinrich de Jong]] mit seiner Familie. | |||
Datei:Norddeicher Straße Ulrichsgymnasium um 1930 01.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1930. | |||
Datei:Norddeicher Straße Ulrichsgymnasium um 1930 02.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1930. | |||
Datei:Norddeicher Straße Ulrichsgymnasium um 1930 03.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1930. | |||
Datei:Norddeicher Straße Ulrichsgymnasium Pause Gaststätte Schmeding um 1955 01.jpg|Schulhofszene um 1955. Im Hintergrund die [[Gaststätte Schmeding]]. | |||
Datei:Norddeicher Straße Ulrichsgymnasium Pause um 1955 01.jpg|Schulhofszene um 1955. | |||
Datei:Norddeicher Straße Ulrichsgymnasium Anbau 1955 01.jpg|Aufnahme von 1955 mit fertiggestelltem Anbau. | |||
Datei:Norddeicher Straße Ulrichsgymnasium Anbau 1955 02.jpg|Aufnahme von 1955 mit fertiggestelltem Anbau. | |||
Datei:Norddeicher Straße Ulrichsgymnasium Anbau 1955 03.jpg|Aufnahme von 1955 mit fertiggestelltem Anbau. | |||
Datei:Norddeicher Straße Ulrichsgymnasium 1956 01.jpg|Aufnahme aus dem Jahr 1956. | |||
Datei:Ulrichsgymnasium 12052013.jpg|Seitenansicht ([[Im Spiet]]). Aufnahme vom 12. Mai 2013. | |||
Datei:Ulrichsgymnasium 07062015.jpg|Ansicht von der [[Norddeicher Straße]] - Aufnahme vom 7. Juni 2015. | |||
Datei:Ulrichsgymnasium 13062021.jpg|Aufnahme vom 13. Juni 2021. | |||
</gallery> | |||
===Neubau der Mensa (2005-2006)=== | |||
<gallery> | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 22 07 2004 01.JPG|Aufnahme vom 22. Juli 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 22 07 2004 02.JPG|Aufnahme vom 22. Juli 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 22 07 2004 03.JPG|Aufnahme vom 22. Juli 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 27 07 2004 02.JPG|Aufnahme vom 27. Juli 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 22 07 2004 05.JPG|Aufnahme vom 27. Juli 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 27 07 2004 03.JPG|Aufnahme vom 27. Juli 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 31 10 2004 01.JPG|Aufnahme vom 31. Oktober 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 31 10 2004 02.JPG|Aufnahme vom 31. Oktober 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 31 10 2004 03.JPG|Aufnahme vom 31. Oktober 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 09 11 2004 01.JPG|Aufnahme vom 9. November 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 09 11 2004 02.JPG|Aufnahme vom 9. November 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 14 11 2004 01.JPG|Aufnahme vom 14. November 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 14 11 2004 02.JPG|Aufnahme vom 14. November 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 14 11 2004 03.JPG|Aufnahme vom 14. November 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 14 11 2004 04.JPG|Aufnahme vom 14. November 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 14 11 2004 05.JPG|Aufnahme vom 14. November 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 14 11 2004 06.JPG|Aufnahme vom 14. November 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 14 11 2004 07.JPG|Aufnahme vom 14. November 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 23 11 2004 01.JPG|Aufnahme vom 23. November 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 03 12 2004 01.JPG|Aufnahme vom 3. Dezember 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 03 12 2004 02.JPG|Aufnahme vom 3. Dezember 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 03 12 2004 03.JPG|Aufnahme vom 3. Dezember 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 03 12 2004 04.JPG|Aufnahme vom 3. Dezember 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 03 12 2004 05.JPG|Aufnahme vom 3. Dezember 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 03 12 2004 06.JPG|Aufnahme vom 3. Dezember 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 03 12 2004 07.JPG|Aufnahme vom 3. Dezember 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 03 12 2004 08.JPG|Aufnahme vom 3. Dezember 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 03 12 2004 09.JPG|Aufnahme vom 3. Dezember 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 03 12 2004 10.JPG|Aufnahme vom 3. Dezember 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 03 12 2004 11.JPG|Aufnahme vom 3. Dezember 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 03 12 2004 12.JPG|Aufnahme vom 3. Dezember 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 03 12 2004 13.JPG|Aufnahme vom 3. Dezember 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 03 12 2004 14.JPG|Aufnahme vom 3. Dezember 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 18 12 2004 01.JPG|Aufnahme vom 18. Dezember 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 18 12 2004 02.JPG|Aufnahme vom 18. Dezember 2004. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 03 04 2005 01.JPG|Aufnahme vom 3. April 2005. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 03 04 2005 02.JPG|Aufnahme vom 3. April 2005. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 03 04 2005 03.JPG|Aufnahme vom 3. April 2005. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 24 04 2005 01.JPG|Aufnahme vom 24. April 2005. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 21 05 2005 01.jpg|Aufnahme vom 21. Mai 2005. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 27 05 2005 01.JPG|Aufnahme vom 27. Mai 2005. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 26 06 2005 01.JPG|Aufnahme vom 26. Juni 2005. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 17 07 2005 01.JPG|Aufnahme vom 17. Juli 2005. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 17 07 2005 01.JPG|Aufnahme vom 17. Juli 2005. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 17 07 2005 01.JPG|Aufnahme vom 17. Juli 2005. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 10 08 2005 01.jpg|Aufnahme vom 10. August 2005. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 10 08 2005 02.jpg|Aufnahme vom 10. August 2005. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 27 08 2005 01.JPG|Aufnahme vom 27. August 2005. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 27 08 2005 02.JPG|Aufnahme vom 27. August 2005. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 17 09 2005 01.jpg|Aufnahme vom 17. September 2005. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 18 12 2005 01.JPG|Aufnahme vom 18. Dezember 2005. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 18 06 2006 01.jpg|Aufnahme vom 18. Juni 2006. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 18 06 2006 02.jpg|Aufnahme vom 18. Juni 2006. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 18 06 2006 03.jpg|Aufnahme vom 18. Juni 2006. | |||
Fräuleinshof Landratsamt Verwaltungsgebäude Anbau vor Abriss 18 06 2006 04.jpg|Aufnahme vom 18. Juni 2006. | |||
</gallery> | |||
==Literatur== | ==Literatur== | ||
*Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, | *Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener | ||
*Cremer, Ufke (1927): Beiträge zur Geschichte des staatlichen Ulrichs-Gymnasiums zu Norden. Zum 50jährigen Bestehen des Vollgymnasiums 1877–1927, Norden | |||
*de Haan, Derk: 400 Jahre Ulrichsgymnasium Norden: 1567-1967, Norden | |||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||
<references/> | <references /> | ||
==Siehe auch== | ==Siehe auch== | ||
*[[Liste der Schulen im Stadtgebiet]] | *[[Liste der Schulen im Stadtgebiet]] | ||
*[[Gaststätte Ulrich]] | |||
[[Kategorie:Bunker im Stadtgebiet]] | |||
[[Kategorie:Schulen im Stadtgebiet]] | [[Kategorie:Schulen im Stadtgebiet]] | ||
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]] | [[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]] | ||
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]] | [[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]] | ||
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]] | [[Kategorie:Norden (Stadtteil)]] | ||
Aktuelle Version vom 26. Oktober 2024, 11:23 Uhr
Ulrichsgymnasium | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Entstehungszeit | 1566-1567 (1851) |
| Erbauer | Dominikanerorden / Edzard II. |
| Bauweise | Ziegelsteinbau u.a. |
| Entwidmung | - |
| Erhaltungszustand | erhalten |
| Genaue Lage | Norddeicher Straße 2-3
26506 Norden |
Das Ulrichsgymnasium Norden (kurz: UGN) wurde im Jahr 1567 als Lateinschule gegründet und erstmalig 1631 zum Paedagogium illustre (Gymnasium) erhoben. Es ist eines der ältesten Gymnasien in Deutschland und das älteste in Ostfriesland. Namensgeber ist Graf Ulrich II., ab 1628 Herrscher von Ostfriesland. Er zeichnete sich durch eine maßgebliche Förderung des Schulbetriebs aus und war auch für die Gründung des Ulricianum in Aurich verantwortlich.
Wegen seiner geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung steht der älteste Teil des Gebäudes heute unter Denkmalschutz.[1]
Geschichte
Anfänge
Die Schule wurde, wie auch der Fräuleinshof, auf dem Grund des ehemaligen Dominikanerklosters errichtet, welches im Zuge der Reformation säkularisiert (verweltlicht) und aufgegeben wurde. Als ihr unmittelbarer Vorgänger kann die Lateinschule, untergebracht im Alten Rathaus angesehen werden, die bereits mindestens seit Anfang des 16. Jahrhunderts existierte.
1529 machte Graf Enno II. kurz nach seinem Regierungsantritt die Absicht bekannt, in Norden und in Emden eine Lateinschule zu errichten. Erklärtes pädagogisches Ziel war es, die "Jugend nicht jämmerlich verderben zu lassen" und gleichzeitig der "Verachtung der lateinischen Kunst" entgegenzuarbeiten. 1537 erneuerte Enno II. seine Absichtserklärung mit der Begründung, da Ostfriesland selbst kaum Gelehrte hervorbrachte.[2] Es dauerte allerdings noch weitere 30 Jahre bis Graf Edzard II. 1567 diese Pläne verwirklichte und in Norden diese Schule gründete.[3] Seitdem gilt das Jahr 1567 als Gründungsjahr des Ulrichsgymnasiums.
Lateinschule
- siehe auch Geschichte der Lateinschule
Bereits 1566 hatte Graf Edzard II. den niederländischen Gelehrten Johannes Florianus zum Gründungsrektor berufen. Dieser war bereits als Lehrer an der privaten Lateinschule im Alten Rathaus tätig. Der Unterricht begann im folgenden Jahr mit drei Unterrichtsklassen. Das erste Kollegium bestand zunächst aus dem genannten Rektor und zwei Lehrern. Als Schulraum diente anfangs das sogenannte Osterhues (nicht zu verwechseln mit dem Osterhaus), einem östlichen Trakt des ehemaligen Klosters. Zur Finanzierung der neuen Schule, einschließlich des Lehrpersonals, wandte Enno II. eingezogenes Kapital des Klosters Marienthal und des Klosters Norden auf. Hinzu kamen Spenden und Zuwendungen von Privatpersonen sowie eine Schenkung der Linteler Mühle durch Gräfin Anna, der Mutter von Edzard II., die maßgeblichen Einfluss auf die Planungen der Schule hatte und mit den Erlösen aus dem Mühlbetrieb wesentlich zum Unterhalt der Schule beitrug. Auch die Einnahmen aus der Verpachtung der Insel Bant trugen einen Teil zum Haushalt bei und waren in erster Linie für die Lohnzahlung des Rektors vorgesehen.[4]
Das Budget der Schule war somit innerhalb recht kurzer Zeit derart gewachsen, dass es Florianus möglich zwar, zwei weitere Lehrer einzustellen. Hierbei handelte es sich um der lateinischen Sprache mächtigen Akademiker. Damals wie heute war dies die Sprache der Gelehrten, die meisten Menschen konnte damals noch nicht einmal ihre eigene Sprache lesen und schreiben. Solch gebildete Lehrkräfte waren sehr selten, vielmehr wurden die Schüler meistens von nicht-akademischen Lehrkräften unterrichtet, sogenannten Schulmeistern.[3] Hieraus resultierte das heute noch gebräuchliche Wort Me(e)ster als niederdeutsche Bezeichnung für einen Lehrer.
Überschattet wurden die Anfangsjahre der Lateinschule durch konfessionelle Konflikte zwischen Lutheranern und Reformierten. Zwar dominierte in Norden das Luthertum, niederländische Glaubensflüchtlinge hatten aber den bis dahin schwachen calvinistischen Flügel des Norder Protestantismus erheblich gestärkt. Da Lateinschulen jener Zeit primär als Vorstufe der Ausbildung von Geistlichen betrachtet wurden, waren beide evangelischen Konfessionsparteien daran interessiert, einen möglichst großen Einfluss auf den Lehrplan zu gewinnen und die theologische Ausrichtung der Schule zu bestimmen.[2]
Da Anfang der 1570er Jahre eine Rückwanderungswelle der niederländischen und oft sehr gebildeten Glaubensflüchtlinge einsetzte, wurde 1579 der reformierte Universalgelehrte Ubbo Emmius zum Rektor der Lateinschule berufen. Neun Jahre lang übte er dieses Amt an seiner ehemaligen Ausbildungsstätte aus, wurde aber aufgrund seiner seiner reformatorischen Gesinnungen von den lutherisch orientierten Cirksena aus dem Amt gedrängt.[5] Danach leiteten fast drei Jahrhunderte hindurch lutherische Rektoren die Schule, Emmius ging an das Leeraner Gymnasium und später nach Groningen, wo er die dortige Universität mitbegründete. Durch die Entlassung des in Ostfriesland und in den Niederlanden hochgeschätzten Emmius büßte die Norder Schule außerordentlich an Prestige ein.
Vollgymnasium
Unter Graf Ulrich II. wurde die Schule 1631 dann zu einem Paedagogium illustre erhoben und erhielt den Namen Schola Ulriciana (Ulrichsschule). Sie wurde damit zu einem Vollgymnasium, einem echten Gymnasium. Ab sofort war hier der Erwerb der Hochschulreife (Abitur) möglich. Ab diesem Zeitpunkt hatte die Schule acht Klassen und acht Lehrer. Gleichzeitig ließ er das zwischenzeitlich durch Kriege und Naturgewalten stark heruntergekommene Gebäude grundlegend erneuern und finanzierte es aus einem von ihm geschaffenen Stiftungsvermögen. Die auf Dauer angelegte und sehr größzügige Unterstützung bildete den Grundstock für die weitere Entwicklung der Ulrichsschule. Aus der gräflichen Schenkungsurkunde, datiert auf den 21. August 1631, geht hervor, dass die Vorstellungen von Ulrich II. durchaus konkrete Züge annahmen. Er legte Unterrichtsziele fest und dass minderbemittelte Schüler (minderbemittelt im Sinne von wenig vermögend) für wenig Geld Anspruch auf einen Mittagstisch (Mensa) und im Bedarfsfall eine Unterkunft hätten. Das Original der sowohl auf Latein als auch in deutscher Sprache verfassten Urkunde befindet sich heute im Staatsarchiv in Aurich.[6] Aus anderen Unterlagen geht hervor, dass die Kinder für Kost und Logis im Weinhaus untergebracht waren. Bereits 1630 ordnete Ulrich II. an, dass zum besseren Unterhalt der Kirchen und Schulen sowie deren Bediensteten alle öffentlichen Versteigerungen (sogenannte Kerttz-Käufe) wie auch alle bürgerlichen Zusammenkünfte im nahegelegenen Weinhaus stattzufinden haben.[3]
Obgleich die Geschichte über Graf Ulrich II. aufgrund seiner Verschwendungssucht und seinem Hang zu den süßen Seiten des Lebens ein eher mäßiges Bild zeichnet, setzte er sich auch in den Folgejahren geradezu vorbildlich für die nach ihm benannte Schule ein. Ein auf den 13. Juli 1639 datierter Kaufvertrag belegt, dass er für 300 Gulden 1 1/2 Grasen Land von der Leegemoorgesellschaft zugunsten der Schule erwarb.[7] Das Land ließ er verpachten und ihr den Erlös zukommen. Desweiteren sorgte er dafür, dass weitere Erlöse aus Verpachtungen an die Schule flossen, so etwa die Verpachtung von 19 Diemat Land des gräflichen Gut Folkershausen bei Esens und seit 1712 auch durch Ländereien in Dornum.[3]
Nachdem die Schülerzahlen aufgrund von Pestepidemien und kriegerischen Auseinandersetzungen wie innere Konflikte und dem Dreißigjährigen Krieg zurückgegangen waren, wurde die Schule 1666 kurzzeitig geschlossen, aber schon wenig später wiedereröffnet. Dennoch begann in dieser Zeit der Niedergang der Schule. Hatte sie 1631 noch vier Klassen mit vier Lehrern, von denen einer Kantor war, waren es 1666 zeitweilig nur noch drei Klassen, ohne dass sie damit den Rang einer Vollanstalt verlor. Der Tiefpunkt wurde zwischen 1750 und 1800 erreicht. In dieser Zeit schwankten die Schülerzahlen zwischen 14 und 34.[5] Auch der für die notdürftigen Kinder zur Verfügung gestellte Mittagstisch wurde 1751 aus Kostengründen eingestellt.[3]
Vom 7. April 1641 bis vermutlich zu seinem Tode am 22. März 1687 war Conradus Scipio Konrektor der Schule.[8]
Progymnasium
1815 kam Ostfriesland nach der französischen Besatzung durch Napoleon an das Königreich Hannover (bis 1866). Die königliche Regierung entzog der Schule 1829 den Status eines Vollgymnasiums und wandelte es in ein Progymnasium, ein Untergymnasium um. Damit war der Erwerb der allgemeinen Hochschulreife nicht mehr möglich.[5] Eine ähnliche Statusaberkennung hatte es bereits unter der französischen Besatzung gegeben, als die Schule zur Sekundarschule erklärt wurde.[9] Durch den hannoverschen Erlass konnte das Gymnasium ihre Schüler nun nicht mehr an die Universitäten entlassen, sondern nur an ein Vollgymnasium.[10]
Eine der wenigen positiven Entwicklungen in der hannoverschen Zeit war die Einführung neuer Unterrichtsfächer, die dem Zeitgeist entsprachen. So wurde 1834 erstmals ein Englischunterricht angeboten, ab 1847 bzw. 1849 wurden Zeichnen und Turnen zum Unterrichtsfach.[11][12]
Ungeachtet der Abstufung konnte mit städtischen Zuschüssen eine weitere Klasse im Jahr 1835 eingerichtet werden und noch einmal eine weitere im Jahre 1847. Nachdem die Schülerzahlen wieder anstiegen, wurde die Schule in den Jahren 1851 bis 1875 neu- bzw. umgebaut. Es entstanden neben einem neuen Schulgebäude auch eine Wohnung für den Rektor.[10] Dieser Gebäudeteil ist noch heute an seiner gelben Fassade erkennbar. In dieser Zeit waren neun Lehrer am Gymnasium tätig.[13] Bei den mit dem Neubau einhergehenden Grabungsarbeiten kamen Überreste der umfangreichen Bodenaufschüttungen, die den Bau des Dominikanerklosters seinerzeit in dieser Form überhaupt erst möglich machten, zum Vorschein.[14]
Vollgymnasium
Unter der preußischen Regierung wurde die Schule dann mit einem preußischen Erlass vom 15. März 1877 wieder in den Rang eines Vollgymnasiums erhoben. Sie trug nun den Namen Staatliches Ulrichsgymnasium zu Norden.[3] Die Hochstufung war wohl auch dem Engagement von Norder Bürgern, u.a. Diedrich Gerhard Soltau zu verdanken.[15] Im Zuge der aufkommenden Turnerbewegung wurde 1882 eine Turnhalle angebaut. Diese war seinerzeit noch ausschließlich dem Schulsport vorbehalten, Vereine durften sie erst nach 1920 nutzen, da zu viel Sport noch als gesundheitsschädigend angesehen wurde.[16]
Zum 300-jährigen Jubiläum im Jahre 1867 vermachte Johann Hillern Taaks, damals Norder Bürgermeister der schuleigenen Bibliothek einen beachtlichen Teil an Schriften und Büchern aus seinem Besitz.[17]
Noch in den 1920er Jahren war es üblich, dass die Schüler Schulmützen trugen, die unterschiedliche Bänder aufwiesen und jährlich wechselten.[18] Seit 1928 war auch Mädchen das Ablegen der Reifeprüfung hier möglich, die dies bis dahin nur an der Gräfin-Theda-Schule konnten.[5] Während die Schülerzahlen bis zum Zweiten Weltkrieg kontinuierlich stiegen, wurde die Anzahl der Pädagogen aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage der 1920er Jahre durch Zwangspensionierungen stark reduziert.[2]

Im Jahr 1937 wurde das Ulrichsgymnasium in eine Oberschule umgewandelt. Damit wurde unter anderem ein gymnasialer Bildungsweg mit dem Schwerpunkten Mathematik und Naturwissenschaften eröffnet. Die traditionellen Fächer der humanistischen Bildung traten unter dem Einfluss des Nationalsozialismus in ihrer Bedeutung zurück. Der Religionsunterricht wurden abgeschafft, jüdische Schüler mussten die Schule verlassen. Bereits ein Jahr zuvor wurde der seit 1920 amtierende Schulleiter Prof. Hermann Ites aus politischen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.[19] Ostern 1939 verfügte das Ulrichsgymnasium über 10 Klassen mit 213 Schülern, die von insgesamt 15 Lehrern unterrichtet wurden. Im Herbst desselben Jahres erhielten alle Schüler der Jahrgangsstufe 8 ihr Abgangszeugnisse. Die meisten der Schüler mussten Kriegshilfsdienste verrichten, was so auch in ihren Zeugnissen vermerkt wurde. Die Kellerräume des Schulgebäudes wurden zu Luftschutzräumen umgebaut.[20] Zwischen dem 1. April und dem 1. Juli 1940 wurden sieben Lehrkräfte zum Militärdienst einberufen, unter ihnen befand sich auch der Oberstudiendirektor Weidemann.
Zu Beginn des Schuljahres 1941/42 besuchten 235 Schüler das Gymnasium, darunter 43 Mädchen. Das Schuljahr 1942/43 brachte einen weiteren Anstieg der Schülerzahlen. 248 Schüler (nicht mitgezählt sind aus Emden evakuierte Gastschüler) wurden von nur 8 Lehrern und einem dienstverpflichteten Hilfslehrer unterrichtet. Ende März 1943 erfolgte die Einberufung von 19 Schülern der Jahrgangsstufen 10 und 11 (damals 6. und 7. Klasse) als Luftwaffenhelfer.[5] Nach einem fünfwöchigen Lehrgang auf Norderney wurden sie beim Küstenschutz in der Nähe des Senders Norddeich Radio eingesetzt. In einer als Notschule umfunktionierten Wehrmachtsbaracke erteilten Lehrer des Ulrichgymnasiums dort einen erheblich reduzierten Unterricht.
Im Februar 1945 verfügte der Bremer Reichsverteidigungskommissar die Schließung aller Schulen im Weser-Ems-Gebiet. Im Zuge dieser Anordnung schloss auch das Ulrichsgymnasium Norden seine Pforten auf unbestimmte Zeit. Die Kohlenvorräte wurden konfisziert und in den Klassenräumen ein Marinelazarett eingerichtet. Für die Schüler der Klasse 6 fand der Unterricht im Sitzungssaal des Rathauses statt. Die Klassen 7 und 8 waren im Amtszimmer des Direktors untergebracht. Die Klassen 1 bis 5 wurden zweimal pro Woche ins Rathaus bestellt, um Hausaufgaben entgegenzunehmen.[20]
Entwicklung nach Kriegsende
Anfang Mai besetzen kanadische Streitkräfte die Stadt und nehmen sie kampflos ein. Das Marinelazarett im Ulrichsgymnasium wurde - vermutlich in eine Baracke an der Kastanienallee - verlegt und die Räumlichkeiten des Schulgebäudes vom Armeestab der Besatzungstruppen belegt. Erst ab dem 2. Oktober 1945 wurde das Ulrichsgymnasium wieder als Schule genutzt. Zwischenzeitlich ruhte der Schulbetrieb.[20]
Ein Zeitzeuge und Pädagoge am Ulrichsgymnasium beschrieb die nach 1945 eingetretene Wende als "geistige Revolution, wie es sie höchstens bei der Christianisierung unser Vorfahren gegeben" hat. Von dieser Wende "blieb kein Fach verschont". Vor allem der Deutsch- und der Geschichtsunterricht, der "am allerstärksten vom nationalsozialistischen Ungeist verfälscht worden war", bedurfte einer umfassenden Revision und wurde deshalb - als Chance zur Neubesinnung - für ein ganzes Jahr aus dem Unterrichtsangebot gestrichen. Andere Fächer, die während der NS-Zeit aus dem Lehrplan verschwunden waren, wurden wieder eingeführt. Dazu gehörte der Religions- und der Hebräischunterricht. Auch in naturwissenschaftlichen Fächern, vor allem im Biologieunterricht, musste ein Neuanfang gemacht werden. Zudem wurde die 1933 verbotene Schulandacht wieder eingeführt.[21]

Eine wesentliche Neuerung im Schulbetrieb war die 1954 erfolgte Miteinbeziehung von Schülern in die Gestaltung des schulischen Lebens. In diesem Jahr wurde die Schulträgerschaft offiziell vom Landkreis Norden übernommen. Zu den Aufgaben der sogenannten Schülermitverantwortung (kurz: SMV) gehörten unter anderem die Pausenaufsicht, Organisation von Sportschulmeisterschaften, Opern- und Theaterbesuchen und Podiumsdiskussionen zu bestimmten gesellschaftspolitischen Themen sowie die Ausrichtung von Schulfesten. Auch die Herausgabe der Schülerzeitung, deren erste Ausgabe 1956 unter dem Titel Der junge Ulricianer erschien, gehörte in den Verantwortungsbereich der SMV.[22] Ebenfalls 1954 wurde die alte Turnhalle abgebrochen, ein Neubau wurde bereits kurz zuvor in unmittelbarer Nähe fertiggestellt.[23]
Am 1. Februar 1967 wurde das Ulrichsgymnasium von 693 Schülern besucht. Knapp die Hälfte davon kam aus dem Norder Stadtgebiet. Damit entfiel auf 100 Einwohner des Einzugsgebietes durchschnittlich ein Gymnasiast.[24] Zum Auftakt des 400-jährigen Jubiläums fand unter der Leitung von Schulleiter Derk de Haan (seit 1957 im Amt) eine Tagung des Ostfriesischen Philologenverbandes (Ostfriesischer Lehrerverband) im Deutschen Haus statt. Das Programm für die Festwoche gestaltete sich vielfältig und abwechslungsreich. Es umfasste Führungen durch das Gebäude, wissenschaftliche Vorträge und viele weitere Veranstaltungen.[3]
Die Schulgebäude wurden zu Beginn der 1970er Jahre den erheblich gesteigerten Schülerzahlen angepasst. Der große Erweiterungsneubau (Fertigstellung 1972) enthielt neben Klassenräumen die Räume für Naturwissenschaften, das Sprachlabor, ein Deutschstudio (inkl. Bühne) und die Musikräume.[5][25] Auch ein Fackelzug für die Schüler der Klassen 5 bis 10 des Gymnasiums stand auf wegen der Feierlichkeiten dem Plan. Dieser verlief vom Schulgebäude über den Marktplatz, durch die Uffenstraße, über den Neuen Weg, dann entlang der Osterstraße und wieder zurück zum Marktplatz.[3] Seit 1977 ist der Landkreis Aurich als Rechtsnachfolger des Landkreis Norden der Schulträger. Im selben Jahr kommt es zu einem Brand, der einigen Schaden anrichtet.[26]
1971 wurde die Norddeicher Straße (und weitere) umfangreich verbreitert. Eine bis dahin bestehende, das Hauptgebäude umfriedende Mauer mit Zaunelementen musste dem Straßenausbau weichen.[23] Im Zuge der sogenannten 68er-Bewegung, die auch die Schülerschaft des Ulrichsgymnasiums erfasste, erstritt sich die Schülermitverantwortung eine stärkere Position im Schulbetrieb. Aus der Schülermitverantwortung wurde die Schülermitverwaltung, die bis in die Mitte der 1970er Jahre den Schulalltag stark politisierte.[27] Spätestens seit den 1970er Jahren war in der Schülerschaft des Ulrichsgymnasiums schließlich eine hieraus erwachsene marxistisch-leninistische (kommunistische) Zelle aktiv, deren Existenz zu großer Kritik an einem geplanten Jugendzentrum führte, das dennoch - entgegen aller Bedenken - auf Beschluss des Stadtrates (Dezember 1976) eingerichtet wurde, nachdem in der Satzung festgeschrieben wurde, dass eine einseitig politische Bildung verboten sei.[28]
In der Nacht vom 8. auf den 9. Dezember 1989 fiel das Schulgebäude einer nie aufgeklärten Brandstiftung zum Opfer, durch die das Obergeschoss des Hauptgebäudes mitsamt des 1972 fertiggestellten Erweiterungsbaus vollständig zerstört wurde.[25][29] Die Brandfolgen trafen aufgrund des nötigen Löschwassereinsatzes auch die darunter liegenden Stockwerke schwer.[29] Nach Totalrenovierung und Umbau wurden in den folgenden Jahren weitere Erweiterungen und Umbauten nötig, die Schüler mussten vorübergehend in Lehrräume der Gräfin-Theda-Schule verlegt werden. Auch Räume in der Kreisvolkshochschule sowie das der Schule gegenüberliegende Gemeindehaus wurden provisorisch für den Unterricht hergerichtet. Das Geschehen wurde in einem 2011 erschienenen Film mit dem Titel Brand des UGN 1989 vom ehemaligen Schüler Jonas Hentschel verfilmt.
Bei Erweiterungsarbeiten des Schulgebäudes im Jahre 1992 wurden weitere Funde aus der klösterlichen Vorzeit gemacht. Der Einschätzung der Archäologen zufolge handelt es sich wahrscheinlich um Überreste eines ehemals freistehenden Gebäudes auf dem Klostergelände.[30]
seit 2000
Durch die Übernahme ehemaliger Verwaltungsgebäude des früheren Landkreises Norden und den Anbau eines Gebäudes von 2005 bis 2006 (Abbruch: November/Dezember 2004), das unter anderem eine Mensa enthält, ist das Ulrichsgymnasium Norden zu einem Schulcampus gewachsen. Als einzige Lehranstalt im Gebiet der Norderlandes eine gymnasiale Bildung an. Englisch ist erste Fremdsprache, ab Klassenstufe 6 werden alternativ Latein und Französisch angeboten. Auch in der Oberstufe des Ulrichsgymnasiums werden im Gegensatz zu früheren Zeiten noch Wahlmöglichkeiten angeboten. Neben den Pflichtfächern Mathematik und Deutsch stehen hier die Wahlpflichtfächer Englisch, Französisch, Latein, Gesellschaftswissenschaften (Geschichte, Erdkunde, Politik) sowie drei naturwissenschaftliche Fächer (Physik, Chemie, Biologie) im Lehrplan. Hinzu kommen ab Jahrgangsstufe 11 die Wahlfächer Latein, Französisch, Spanisch, Russisch und Informatik.
Betrieben wird das Ulrichsgymnasium als Ganztagsschule; sie bietet zusätzlich zum Unterricht eine Reihe von Arbeitsgemeinschaften, zum Beispiel im Bereich Kunst, Musik, Theater und Fremdsprachen sowie Wirtschaftsplanspiele und Mediengestaltung. Für die Verpflegung steht eine Mensa zur Verfügung. 2009 besuchten etwa 1250 Schülerinnen und Schüler, die von 120 Lehrern und Lehrerinnen unterrichten wurden. Mehr als die Hälfte der Schüler wohnt außerhalb der Stadt Norden.[5]
Unmittelbar während der Abiturprüfungen am 19. April 2021 kam es zu einer Teilevakuierung des Gebäudes. Die Stadtwerke Norden waren bei einem gegenüberliegenden Reihenhaus im Einsatz, nachdem Bewohner Gasgeruch bemerkt hatten. Die Mitarbeiter der Stadtwerke stellten eine erhöhte Gaskonzentration fest und alarmierten die Feuerwehr, die daraufhin mit einem Großaufgebot anrückte und gemeinsam mit der Polizei die Umgebung evakuierte. Die Prüflinge konnten ihre Prüfung jedoch in entlegeneren Gebäudeteilen fortführen.[31]
Schuldirektoren
Die nachfolgende Auflistung enthält auch die an der alten bzw. privaten Lateinschule tätigen Schulleiter bzw. -direktoren.
Schülerzahlen
| Schuljahr | Anzahl |
|---|---|
| 1750-1800 | zw. 14 und 34 |
| 1864 | 82 |
| 1873 | 165 |
| 1874 - 1875 | 136 |
| 1877 - 1878 | 172 |
| 1879 - 1880 | 199 (im Winter 191) |
| 1927 | 284 |
| 1941 - 1942 | 235 |
| 1942 - 1943 | 248 * |
| 1967 | 693 |
* nicht mitgezählt sind Gastschüler aus dem von massiven Luftangriffen betroffenen Emden
Persönlichkeiten
In ihrer über 450-jährigen Geschichte hat das Ulrichsgymnasium eine Reihe an bedeutenden Persönlichkeiten vorgebracht. Die folgende Liste unternimmt einen Versuchen, einige von ihnen in alphabetischer Reihenfolge zu benennen.
- Enno Rudolph Brenneysen: Schüler des Ulrichsgymnasiums, war unter Georg Albrecht Kanzler in Ostfriesland.
- Hermann Conring: Norder Lateinschüler, war Professor in Helmstedt und Begründer der Wissenschaft der deutschen Rechtsgeschichte.
- Ufke Cremer: Lehrer am Ulrichsgymnasium und bedeutendster Norder Heimatforscher.
- Johannes Deknatel: Bekannter mennonitischer Theologe des 18. Jahrhunderts.
- Ubbo Emmius: Späterer Gründungsrektor der Reichsuniversität Groningen (Niederlande), war als Schüler und ab 1579 für neun Jahre als Rektor an der Schule tätig.
- David Eilsemius: Norder Lateinschüler, war reformierter Theologe und Historiker.
- Johann Hülsemann: Norder Lateinschüler, war lutherischer Theologe und einer der Verhandlungsführer beim Thorner Religionsgespräch.
- Wilhelm Krieger: Deutscher Bildhauer.
- Sandra Lüpkes: Schriftstellerin und Drehbuchautorin.
- Herbert Müller: Schüler des Ulrichgymnasiums, Kunsterzieher und Maler.
- Hildegard Peters: Lehrerin am Ulrichsgymnasium und Malerin.
- Johann Christian Reil: Schüler des Ulrichsgymnasiums, war ein bekannter Mediziner. Namensgeber des Johann-Christian-Reil-Hauses.
- Friedrich Swart: Schüler des Ulrichgymnasiums, war Volkswirt, leitender Direktor des Verbandes deutscher Genossenschaften in Polen und galt als ungekrönter König der Deutschen in Polen. Er verfasste die Friesische Agrargeschichte.
- Sicco Theodor van Hülst: Landwirt, Politiker und Mitglied des Reichstags; ehemaliger Besitzer des heutigen Rathauses
- Karl Vissering: Funktionär und Landwirt; Besitzer des Guts Lintel; Onkel des Kriegsverbrechers Wilhelm Keitel
- Wilhelm Ihno Adolph von Freeden: Lehrer am Ulrichsgymnasium, war ein deutscher Mathematiker, Naturwissenschaftler und Ozeanograph sowie Gründer der Norddeutschen Seewarte.
Trivia
Nach alter Hausnummerierung hatte das Gymnasium die Hausnummer 550.[32]
Galerie
Allgemeine Fotos
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Aufnahme von 1909.
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Aufnahme von 1911.
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Aufnahme aus der Zeit um 1915.
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Die zur Schule gehörende Hausmeisterwohnung (1918). Zu sehen ist Schuldiener Hinrich de Jong mit seiner Familie.
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Aufnahme aus der Zeit um 1930.
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Aufnahme aus der Zeit um 1930.
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Aufnahme aus der Zeit um 1930.
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Schulhofszene um 1955. Im Hintergrund die Gaststätte Schmeding.
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Schulhofszene um 1955.
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Aufnahme von 1955 mit fertiggestelltem Anbau.
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Aufnahme von 1955 mit fertiggestelltem Anbau.
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Aufnahme von 1955 mit fertiggestelltem Anbau.
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Aufnahme aus dem Jahr 1956.
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Seitenansicht (Im Spiet). Aufnahme vom 12. Mai 2013.
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Ansicht von der Norddeicher Straße - Aufnahme vom 7. Juni 2015.
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Aufnahme vom 13. Juni 2021.
Neubau der Mensa (2005-2006)
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Aufnahme vom 22. Juli 2004.
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Aufnahme vom 22. Juli 2004.
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Aufnahme vom 22. Juli 2004.
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Aufnahme vom 27. Juli 2004.
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Aufnahme vom 27. Juli 2004.
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Aufnahme vom 27. Juli 2004.
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Aufnahme vom 31. Oktober 2004.
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Aufnahme vom 31. Oktober 2004.
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Aufnahme vom 31. Oktober 2004.
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Aufnahme vom 9. November 2004.
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Aufnahme vom 9. November 2004.
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Aufnahme vom 14. November 2004.
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Aufnahme vom 14. November 2004.
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Aufnahme vom 14. November 2004.
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Aufnahme vom 14. November 2004.
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Aufnahme vom 14. November 2004.
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Aufnahme vom 14. November 2004.
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Aufnahme vom 14. November 2004.
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Aufnahme vom 23. November 2004.
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Aufnahme vom 3. Dezember 2004.
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Aufnahme vom 3. Dezember 2004.
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Aufnahme vom 3. Dezember 2004.
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Aufnahme vom 3. Dezember 2004.
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Aufnahme vom 3. Dezember 2004.
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Aufnahme vom 3. Dezember 2004.
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Aufnahme vom 3. Dezember 2004.
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Aufnahme vom 3. Dezember 2004.
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Aufnahme vom 3. Dezember 2004.
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Aufnahme vom 3. Dezember 2004.
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Aufnahme vom 3. Dezember 2004.
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Aufnahme vom 3. Dezember 2004.
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Aufnahme vom 3. Dezember 2004.
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Aufnahme vom 3. Dezember 2004.
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Aufnahme vom 18. Dezember 2004.
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Aufnahme vom 18. Dezember 2004.
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Aufnahme vom 3. April 2005.
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Aufnahme vom 3. April 2005.
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Aufnahme vom 3. April 2005.
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Aufnahme vom 24. April 2005.
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Aufnahme vom 21. Mai 2005.
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Aufnahme vom 27. Mai 2005.
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Aufnahme vom 26. Juni 2005.
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Aufnahme vom 17. Juli 2005.
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Aufnahme vom 17. Juli 2005.
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Aufnahme vom 17. Juli 2005.
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Aufnahme vom 10. August 2005.
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Aufnahme vom 10. August 2005.
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Aufnahme vom 27. August 2005.
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Aufnahme vom 27. August 2005.
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Aufnahme vom 17. September 2005.
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Aufnahme vom 18. Dezember 2005.
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Aufnahme vom 18. Juni 2006.
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Aufnahme vom 18. Juni 2006.
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Aufnahme vom 18. Juni 2006.
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Aufnahme vom 18. Juni 2006.
Literatur
- Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener
- Cremer, Ufke (1927): Beiträge zur Geschichte des staatlichen Ulrichs-Gymnasiums zu Norden. Zum 50jährigen Bestehen des Vollgymnasiums 1877–1927, Norden
- de Haan, Derk: 400 Jahre Ulrichsgymnasium Norden: 1567-1967, Norden
Einzelnachweise
- ↑ Liste der Baudenkmale in Norden, abgerufen am 12. November 2021
- ↑ 2,0 2,1 2,2 Peters, Bernhard (1967): Das Ulrichsgymnasium 1567–1967. In: Derk de Haan: 400 Jahre Ulrichsgymnasium Norden. Norden, S. 27ff.
- ↑ 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 3,7 Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 15ff.
- ↑ Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 72
- ↑ 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 5,5 5,6 Internetseite des Ulrichsgymnasiums Norden, abgerufen am 15. April 2021
- ↑ StAA, Rep. 135, Nr. 15
- ↑ Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 66
- ↑ Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 53
- ↑ Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 83
- ↑ 10,0 10,1 Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 87
- ↑ Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 68
- ↑ Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 35
- ↑ Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 248
- ↑ Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 64
- ↑ Basse-Soltau, Ursula (2007): Biographie des Diedrich Gerhard Soltau, veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft
- ↑ Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 6
- ↑ Bericht der Universität Göttingen, abgerufen am 6. März 2021
- ↑ Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 108
- ↑ Biographie des Harmannus Ites in der Personendatenbank der Ostfriesischen Landschaft
- ↑ 20,0 20,1 20,2 Kaszemek, Hildegard (1967): Das Ulrichsgymnasium Norden von Ostern 1939 bis 1. Mai 1945. In: Derk de Haan: 400 Jahre Ulrichsgymnasium Norden. Norden, S. 36f.
- ↑ Wessels, Ebbel Roelfs (1967): 1567 und 1945. Zwei entscheidende Jahre in der Geschichte des Ulrichsgymnasiums. In: Derk de Haan: 400 Jahre Ulrichsgymnasium Norden. Norden, S. 34
- ↑ Radlow, Udo (1967): SMV. In: Derk de Haan: 400 Jahre Ulrichsgymnasium Norden. Norden, S. 58
- ↑ 23,0 23,1 Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 17
- ↑ Rack, Eberhard (1967): Einzugsbereich und Schülerstruktur des Ulrichgymnasiums. In: 400 Jahr Ulrichsgymnasium Norden. In: Derk de Haan: 400 Jahre Ulrichsgymnasium Norden. Norden, S. 49
- ↑ 25,0 25,1 Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 81
- ↑ Freiwillige Feuerwehr Norden (1986): 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr der Stadt Norden, Norden, S. 16
- ↑ Universität Oldenburg (2012): Biographie des Arno Schmidt, abgerufen am 15. April 2021
- ↑ Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 83
- ↑ 29,0 29,1 Strybny, Joachim (2017): Alte Aula in neuem Glanz. In: Bodo Paul Hoffmann: MDLXVII - 2017. 450 Jahre Ulrichsgymnasium Norden. Eine Festschrift. Norden, S. 98
- ↑ Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 66
- ↑ Einsatzbericht der Feuerwehr Norden vom 19. April 2021, abgerufen am 20. April 2021
- ↑ Cremer, Ufke (1938): Kontrollverzeichnis der Stadt Norden von 1812, Norden, S. 1