Parkstraße
Parkstraße | |
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Basisdaten | |
Stadtteil/-viertel | Ostlintel |
Erschließungsjahr | vor 1434 |
Namensgebung | um oder vor 1912 |
Historische Namen | Linteler Weg |
Die Parkstraße ist eine Gemeindestraße in Ostlintel. Sie grenzt nordöstlich an den Flökershauser Weg bzw. die Linteler Straße und südwestlich an die Norddeicher Straße. Nordwestlich grenzen die Nordseestraße und die Leipziger Straße an, südöstlich Im Stuvert.
Geschichte
Herkunft des Namens
Ihren Namen hat sie von einem ursprünglich etwa einen Hektar großen Park bekommen, der zum Gut Lintel gehörte. Das Linteler Wäldchen mit dem im 19. Jahrhundert im englischen Stil angelegten Teich und Aussichtshügel ist heute städtischer Besitz.[1]
Entwicklung
Historisch war die Straße Teil des Linteler Wegs, der neben der Parkstraße auch den Barenbuscher Weg und den Westlinteler Weg umfasste und nicht mit der Linteler Straße verwechselt werden darf. Es ist daher davon auszugehen, dass die Straße, obwohl erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts befestigt, schon früh als Weg existierte und Teil der Burganlage rund um die Idzingaburg war, die 1434 eingeebnet wurde.[2]
Auf der preußischen Grundkarte von ca. 1895 ist zu erkennen, dass sich der Straßenverlauf seitdem nicht geändert hat.[3] Wie aus dem Adressbuch der Sandbauerschaft von 1912 hervorgeht, trug die Straße bereits in dieser Zeit ihren bis heute erhaltenen Namen.[4]
Im Eingemeindungsvertrag von 1919 zwischen der Stadt Norden und der Sandbauerschaft wurde festgehalten, dass die Parkstraße zu den ersten gehörte sollte, auf die die städtische Straßenbeleuchtung sowie die Energieversorgung ausgeweitet werden solle.[5] Hieraus lässt sich schlussfolgern, dass die Bebauung bereits zu dieser Zeit nicht unbedeutend gewesen sein muss.
Gebäude und Plätze
Die Straße besteht überwiegend aus Wohnhäusern. Bedeutendstes, historisches Gebäude ist das Gut Lintel. Daneben befindet sich hier ein ehemaliger Bauernhof, in dem sich früher unter anderem eine Kneipe und Auktionshalle befand. Angrenzend befindet sich das Schulgelände der Linteler Schule, das Frisia Bad und das Jugendzentrum. In einem weiteren Bauernhof hat der Bau- und Wohnungsverein seinen Sitz.
Daneben gibt es hier noch den Fleischer Pompe, eine Filiale der Bäckerei Grünhoff sowie das Restaurant Goode Wind. Dort schräg gegenüber befand sich vor hunderten von Jahren die Aldersnaburg.
Galerie
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Undatierte Aufnahme.
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Die noch unbefestigte Parkstraße in Höhe der Leipziger Straße (um 1955).
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Blick in die Straße, rechts der Linteler Hof - Aufnahme vom 26. September 2021.
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Blick in die Straße, links der Linteler Hof, daneben eine Zufahrt zur Linteler Schule - Aufnahme vom 26. September 2021.
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Parkstraße 24 - Aufnahme vom 26. September 2021.
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Parkstraße 31 - Restaurant Goode Wind - Aufnahme vom 13. Juni 2021.
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Parkstraße 37 - Grünhoff's Backstuuv und Fleischerei Pompe - Aufnahme vom 24. Juli 2016.
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Parkstraße 45 - Bau- und Wohnungsverein - Aufnahme vom 26. September 2021.
Einzelnachweise
- ↑ Schreiber, Gretje (2011): Höfe in der Sandbauerschaft, Manuskript
- ↑ Übersicht über sach- und personenbezogene Straßennamen der Stadt Norden
- ↑ Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
- ↑ Lottmann, Elfriede (1998): Fast vergessen: Die Sandbauerschaft. In: Heim und Herd im Ostfriesischen Kurier (April 1998)
- ↑ Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 61