Kirchstraße: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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=== Entwicklung ===
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Die Kirchstraße war die Straße der Weber. Die Parzellen auf der Ostseite der Kirchstraße sind relativ klein, besitzen aber einen Garten. 1592 wird bei einem Verkauf von drei "Warffen" in der Kirchstraße als östliche Grenze der "olde Dick" angegeben, der vom [[Erstes Siel | alten Siel]] kam. Die Straße wurde im Jahre 1968 mit in die Altstadtsanierung einbezogen, wodurch sie praktisch ihren gesamten nördlichen Bereich (ab der Pottbackerslohne) verloren hat.<ref>Gretje Schreiber, Norder Häuser, Die Bewohner der Kirchstraße (I), in: Ostfriesischer Kurier 13./14. Februar 1999, S. 33</ref> Dieser Bereich gehört heute weitestgehend zum [[Jan-ten-Doornkaat-Koolman-Platz]].
Die Kirchstraße war die Straße der Weber. Die Parzellen auf der Ostseite der Kirchstraße waren relativ klein, besaßen aber einen Garten. 1592 wird bei einem Verkauf von drei [[Warft|Warften]] in der Kirchstraße als östliche Grenze der ''Olde Dick'' ([[Udo-Focken-Deich|Alter Deich]]) angegeben, der vom [[Erstes Siel |alten Siel]] kam. Die Straße wurde im Jahre 1968 mit in die Altstadtsanierung einbezogen, wodurch sie praktisch ihren gesamten nördlichen Bereich (ab der Pottbackerslohne) verloren hat.<ref>Gretje Schreiber, Norder Häuser, Die Bewohner der Kirchstraße (I), in: Ostfriesischer Kurier 13./14. Februar 1999, S. 33</ref> Dieser Bereich gehört heute weitestgehend zum [[Jan-ten-Doornkaat-Koolman-Platz]].


Der Name ist spätestens seit der Grundsteuervermessung um ca. 1870 belegt.<ref>Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)</ref> Sie dürfte jedoch bereits vor 1255 existiert und damit zu den ältesten Siedlungsgebieten Nordens gehören.
Der Name ist spätestens seit der Grundsteuervermessung um ca. 1870 belegt.<ref>Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)</ref> Sie dürfte jedoch bereits vor der [[Norder Vertrag|ersten urkundlichen Erwähnung Nordens]] im Jahre 1255 existiert und damit zu den ältesten Siedlungsgebieten Nordens gehören. Nach einem Stadtplan von 1882 befanden sich hier zu dieser Zeit 60, überwiegend eingeschössige Häuser.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 233</ref>


== Gebäude und Plätze ==
== Gebäude und Plätze ==

Version vom 7. Juli 2021, 15:11 Uhr

Kirchstraße

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Basisdaten
Stadtteil/-viertel Norden
Erschließungsjahr vor 1255
Namensgebung vor 1870
Historische Namen unbekannt

Die Kirchstraße ist eine Gemeindestraße in Norden und liegt im Stadtviertel Norden. Die Straße grenzt nordwestlich an die Pottbackerslohne und südöstlich an Am Alten Siel. Nordöstlich grenzt die Große Lohne an. Über Gehwege kann man zudem östlich zum Burggraben gelangen.

Geschichte

Herkunft des Namens

Die Straße führt direkt auf die Norder Ludgerikirche (und ehemals auch die Andreaskirche) zu, wodurch sie zu ihrem Namen kam.

Entwicklung

Die Kirchstraße war die Straße der Weber. Die Parzellen auf der Ostseite der Kirchstraße waren relativ klein, besaßen aber einen Garten. 1592 wird bei einem Verkauf von drei Warften in der Kirchstraße als östliche Grenze der Olde Dick (Alter Deich) angegeben, der vom alten Siel kam. Die Straße wurde im Jahre 1968 mit in die Altstadtsanierung einbezogen, wodurch sie praktisch ihren gesamten nördlichen Bereich (ab der Pottbackerslohne) verloren hat.[1] Dieser Bereich gehört heute weitestgehend zum Jan-ten-Doornkaat-Koolman-Platz.

Der Name ist spätestens seit der Grundsteuervermessung um ca. 1870 belegt.[2] Sie dürfte jedoch bereits vor der ersten urkundlichen Erwähnung Nordens im Jahre 1255 existiert und damit zu den ältesten Siedlungsgebieten Nordens gehören. Nach einem Stadtplan von 1882 befanden sich hier zu dieser Zeit 60, überwiegend eingeschössige Häuser.[3]

Gebäude und Plätze

Die Straße besteht heute ausschließlich aus Mehrfamilienhäusern (Wohnblocks).

Einzelnachweise

  1. Gretje Schreiber, Norder Häuser, Die Bewohner der Kirchstraße (I), in: Ostfriesischer Kurier 13./14. Februar 1999, S. 33
  2. Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)
  3. Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 233

Siehe auch