Westermarscher Seedeich: Unterschied zwischen den Versionen
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Infolge der [[Weihnachtsflut]] von 1717, bei der [[Itzendorf]] schwer beschädigt wurde, wurde der Deich an sechs Stellen durchbrochen. Itzendorf musste aufgegeben und die Deichlinie rund 7,2 Kilometer ins Hinterland verlegt werden, sodass etwa 270 Hektar fruchtbaren [[Marsch|Marschlands]] seither verloren sind.<ref>Schreiber, Gretje (2010): Historische Ortsdatenbank Ostfriesland, Westermarsch II, Manuskript</ref> | Infolge der [[Weihnachtsflut]] von 1717, bei der [[Itzendorf]] schwer beschädigt wurde, wurde der Deich an sechs Stellen durchbrochen. Itzendorf musste aufgegeben und die Deichlinie rund 7,2 Kilometer ins Hinterland verlegt werden, sodass etwa 270 Hektar fruchtbaren [[Marsch|Marschlands]] seither verloren sind.<ref>Schreiber, Gretje (2010): Historische Ortsdatenbank Ostfriesland, Westermarsch II, Manuskript</ref> | ||
Bei der [[Februarflut 1962]], als die Küste des [[Norderland|Norderlands]] nur knapp einer Katastrophe entkam, wurden die Seedeiche deutlich verstärkt und die bis dahin eigenständig agierenden Deichachten von [[Lintelermarsch]], [[Westermarsch]], [[Ostermarsch]] und [[Leybuchtpolder]] (mit der Wester-Charlottenpolder Deichacht) in die [[Deichacht Norden]] eingegliedert. Auch die Deichacht der damals noch eingeständigen Gemeinde Nesse (heute Gemeinde Dornum) kommt zur Norder Deichacht. Bereits 1963 wurden Neuregelungen zum Küstenschutz durch das Niedersächsische Deichgesetz (NDG) erlassen. Die Deichverstärkungsmaßnahmen dauerten bis 1988 an. | Von 1898 bis 1900 wurde der Deich unter Oberdeichrichter [[Karl Vissering]] verstärkt.<ref name=":1">[http://www.vissering.org/html/wappen.html Internetseite der Familie Vissering], abgerufen am 23. April 2021</ref> Bei der [[Februarflut 1962]], als die Küste des [[Norderland|Norderlands]] nur knapp einer Katastrophe entkam, wurden die Seedeiche deutlich verstärkt und die bis dahin eigenständig agierenden Deichachten von [[Lintelermarsch]], [[Westermarsch]], [[Ostermarsch]] und [[Leybuchtpolder]] (mit der Wester-Charlottenpolder Deichacht) in die [[Deichacht Norden]] eingegliedert. Auch die Deichacht der damals noch eingeständigen Gemeinde Nesse (heute Gemeinde Dornum) kommt zur Norder Deichacht. Bereits 1963 wurden Neuregelungen zum Küstenschutz durch das Niedersächsische Deichgesetz (NDG) erlassen. Die Deichverstärkungsmaßnahmen dauerten bis 1988 an. | ||
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Version vom 26. September 2021, 12:26 Uhr
Westermarscher Seedeich | |||||||||
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| Basisdaten | |||||||||
| Kategorie | Orte in Westermarsch II | ||||||||
| Stadtteil/-viertel | Westermarsch II | ||||||||
| Baubeginn | unbekannt | ||||||||
| Fertigstellung | unbekannt | ||||||||
Als Westermarscher Seedeich bezeichnet man die Deichlinie zwischen dem in Utlandshörn endenden Alten Süderdeich und dem in Norddeich beginnenden Lintelermarscher Seedeich. Die Deichstraße hat seinen Namen vom Westermarscher Seedeich erhalten.
Infolge der Weihnachtsflut von 1717, bei der Itzendorf schwer beschädigt wurde, wurde der Deich an sechs Stellen durchbrochen. Itzendorf musste aufgegeben und die Deichlinie rund 7,2 Kilometer ins Hinterland verlegt werden, sodass etwa 270 Hektar fruchtbaren Marschlands seither verloren sind.[1]
Von 1898 bis 1900 wurde der Deich unter Oberdeichrichter Karl Vissering verstärkt.[2] Bei der Februarflut 1962, als die Küste des Norderlands nur knapp einer Katastrophe entkam, wurden die Seedeiche deutlich verstärkt und die bis dahin eigenständig agierenden Deichachten von Lintelermarsch, Westermarsch, Ostermarsch und Leybuchtpolder (mit der Wester-Charlottenpolder Deichacht) in die Deichacht Norden eingegliedert. Auch die Deichacht der damals noch eingeständigen Gemeinde Nesse (heute Gemeinde Dornum) kommt zur Norder Deichacht. Bereits 1963 wurden Neuregelungen zum Küstenschutz durch das Niedersächsische Deichgesetz (NDG) erlassen. Die Deichverstärkungsmaßnahmen dauerten bis 1988 an.
Einzelnachweise
- ↑ Schreiber, Gretje (2010): Historische Ortsdatenbank Ostfriesland, Westermarsch II, Manuskript
- ↑ Internetseite der Familie Vissering, abgerufen am 23. April 2021