Bleicherslohne: Unterschied zwischen den Versionen

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==Bleicherslohne==
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Die Bleicherslohne ist eine [[Gemeindestraße]] in Norden und liegt im Stadtviertel [[Ekel]]. Die Straße grenzt nördlich an die [[Schulstraße]] und südlich an die [[Osterstraße]]. Etwa mittig geht gen Westen der [[Teltingskamp]] ab.
Die '''Bleicherslohne''' (ursprünglich: ''Bleekerslaan'' bzw. ''Bleekerslohne'') ist eine [[Gemeindestraße]] in [[Norden (Stadtteil)|Norden]]. Die Straße grenzt nördlich an die [[Schulstraße]] und südlich an die [[Osterstraße]]. Etwa mittig zweigt nach Osten der [[Teltingskamp]] ab.
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==Geschichte==
===Herkunft des Namens===
In der Bleicherslohne befand sich in früheren Jahren eine Bleicherei, welche auch [[Bleiche]] (platt: ''Bleek'') genannt wurde und schon mindestens seit 1719 existierte. An der Lohne muss sich ein Wassergraben befunden haben, der für die Abwässer aus einem Bleichenbetrieb nötig ist. Die Vorgärten waren seinerzeit viel größer, sodass nur eine kleine schmale Gasse (niederdeutsch: Lohne) in der Mitte verlief.<ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0283101.jpg)</ref>


== Geschichte ==
===Entwicklung===
 
Die Bleicherslohne existierte seit mindestens 1882, da sie auf dem Stadtplan diesen Jahres bereits namentlich verzeichnet ist. Im Adressbuch von 1897/98 werden bereits fünf Häuser und ein Haus an der Ecke zur [[Osterstraße]] genannt.<ref name=":0">Schreiber, Gretje (1995): Nordens Häuser und ihre Bewohner (XIV), Die Leute in der Osterstraße, in: Ostfriesischer Kurier 17./18. Juni 1995, S. 8</ref> Historisch endete die Bleicherslohne an der Bleiche als Sackgasse<ref name=":02">Keunecke, Friedrich (2023): Die Bleiche. In: Dat Bladdje (Heimatverein Norderland) Nr. 10, März 2023, S. 14ff.</ref> und ging von dort in einem 90° Winkel über zum [[Bleicherstrift]].
=== Herkunft des Namens ===
In der Bleicherslohne befand sich in früheren Jahren eine Bleicherei, welches auch [[Bleiche]] genannt wurde und schon mindestens seit 1719 existierte. Die Bleicherei gab der Straße so ihren Namen.
 
=== Entwicklung ===
Die Straße existiert mindestens 1882, da sie auf dem Stadtlan diesen Jahres bereits namentlich verzeichnet ist. Im Adressbuch von 1897/98 werden bereits fünf Häuser und ein Haus an der Ecke zur Osterstraße genannt.<ref>Gretje Schreiber (1995): Nordens Häuser und ihre Bewohner (XIV), Die Leute in der Osterstraße, in: Ostfriesischer Kurier 17./18. Juni 1995, S. 8.</ref>


Parallel zur Bleicherslohne verlief die [[Bleicherstrift]].
Die Bleiche existierte noch bis etwa 1930.<ref name=":02" /> Nach ihrem Abbruch wurde der nördliche Teil der Bleicherslohne erschlossen und erhielt sein heutiges Aussehen.


== Gebäude und Plätze ==
==Gebäude und Plätze==
Die Straße besteht überwiegend aus Einfamilienhäusern. Besonders im südlichen Bereich der Lohne stehen einige der schönsten Villen von Norden, die Nordens einstigen Wohlstand veranschaulichen.
Die Straße besteht ausschließlich aus Wohnhäusern. Besonders im südlichen Bereich der Lohne stehen einige der schönsten Villen von Norden, die Nordens einstigen Wohlstand veranschaulichen. Von diesen Stadtvilla, zumeist erbaut im Jugendstil und in der Zeit um 1900, stehen die meisten unter Denkmalschutz. Namentlich handelt es sich hierbei um die [[Bleicherslohne 1]], [[Bleicherslohne 2]], [[Bleicherslohne 3]], [[Bleicherslohne 37]], [[Bleicherslohne 38]] und [[Bleicherslohne 42]].


Am westlichen Straßenende befindet sich ein großes Behindertenheim ([[Haus Uldinga]]).
Weiterhin wurde während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] ein [[Bunker (Bleicherslohne)|Bunker]] in der Bleicherslohne errichtet, der noch viele Jahre nach Kriegsende existierte.


== Besondere Ereignisse ==  
==Besondere Ereignisse==
In der Nacht vom 25. auf den 26. Juni 2017 kam es zu einem Gebäudebrand in einer als Asylunterkunft genutzten Villa in der [[Bleicherslohne 37]], bei der ein Bewohner ums Leben gekommen ist. Die Polizei ging von Brandstiftung aus.<ref>[https://www.feuerwehr-norden.de/2017/06/25/mann-stirbt-bei-wohnhausbrand Einsatzbericht der Feuerwehr Norden], abgerufen am 24. November 2020</ref> Bis Mitte 2020 war das Gebäude eine Ruine, ehe es bis zum Spätsommer 2021 aufwendig und vorbildlich renoviert bzw. restauriert wurde.


In der Nacht vom 25. auf den 26. Juni 2017 kam es zu einem Gebäudebrand in einer als Asylunterkunft genutzten Villa in der Bleicherslohne 37, bei der ein Bewohner ums Leben gekommen ist. Die Polizei ging von Brandstiftung aus. Bis heute (Stand: 24.11.2020) ist das einst stolze Gebäude eine Brandruine und wird von den Eigentümer vernachlässigt.<ref>[https://www.feuerwehr-norden.de/2017/06/25/mann-stirbt-bei-wohnhausbrand Einsatzbericht der Feuerwehr Norden], abgerufen am 24.11.2020</ref>
==Galerie==
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Datei:Bleicherslohne um 1910 (0283101) MZ.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1910.
Datei:Bleicherslohne um 1920 01.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1920.
Datei:Bleicherslohne 1938 01.jpg|Die Bleicherslohne im Jahre 1938.
Datei:Bleicherslohne 1938 02.jpg|Die Bleicherslohne im Jahre 1938.
Datei:Bleicherslohne 23 10 2021 01.jpg|Die Bleicherslohne aus Richtung der [[Schulstraße]] - Aufnahme vom 23. Oktober 2021.
Datei:Bleicherslohne 23 10 2021 02.jpg|Blickrichtung zur [[Osterstraße]], kurz hinter der Abzweigung zum [[Teltingskamp]] - Aufnahme vom 23. Oktober 2021.
Datei:Bleicherslohne 23 10 2021 03.jpg|Blick aus Richtung der [[Osterstraße]] - Aufnahme vom 23. Oktober 2021.
Datei:Bleicherslohne 43 - 27012007.jpg|Bleicherslohne 43 - Aufnahme vom 27. Januar 2007.
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== Einzelnachweise ==
==Einzelnachweise==
<references/>
<references/>


== Siehe auch ==
==Siehe auch==
*[[Liste der Straßen in Norden]]
*[[Liste der Straßen in Norden]]
*[[Bleicherstrift]]
*[[Bleiche]]
*[[Bleiche]]



Aktuelle Version vom 26. Oktober 2024, 11:21 Uhr

Bleicherslohne

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Basisdaten
Stadtteil/-viertel Norden
Erschließungsjahr vor 1882
Namensgebung vor 1882
Historische Namen Bleekerslohne

Die Bleicherslohne (ursprünglich: Bleekerslaan bzw. Bleekerslohne) ist eine Gemeindestraße in Norden. Die Straße grenzt nördlich an die Schulstraße und südlich an die Osterstraße. Etwa mittig zweigt nach Osten der Teltingskamp ab.

Geschichte

Herkunft des Namens

In der Bleicherslohne befand sich in früheren Jahren eine Bleicherei, welche auch Bleiche (platt: Bleek) genannt wurde und schon mindestens seit 1719 existierte. An der Lohne muss sich ein Wassergraben befunden haben, der für die Abwässer aus einem Bleichenbetrieb nötig ist. Die Vorgärten waren seinerzeit viel größer, sodass nur eine kleine schmale Gasse (niederdeutsch: Lohne) in der Mitte verlief.[1]

Entwicklung

Die Bleicherslohne existierte seit mindestens 1882, da sie auf dem Stadtplan diesen Jahres bereits namentlich verzeichnet ist. Im Adressbuch von 1897/98 werden bereits fünf Häuser und ein Haus an der Ecke zur Osterstraße genannt.[2] Historisch endete die Bleicherslohne an der Bleiche als Sackgasse[3] und ging von dort in einem 90° Winkel über zum Bleicherstrift.

Die Bleiche existierte noch bis etwa 1930.[3] Nach ihrem Abbruch wurde der nördliche Teil der Bleicherslohne erschlossen und erhielt sein heutiges Aussehen.

Gebäude und Plätze

Die Straße besteht ausschließlich aus Wohnhäusern. Besonders im südlichen Bereich der Lohne stehen einige der schönsten Villen von Norden, die Nordens einstigen Wohlstand veranschaulichen. Von diesen Stadtvilla, zumeist erbaut im Jugendstil und in der Zeit um 1900, stehen die meisten unter Denkmalschutz. Namentlich handelt es sich hierbei um die Bleicherslohne 1, Bleicherslohne 2, Bleicherslohne 3, Bleicherslohne 37, Bleicherslohne 38 und Bleicherslohne 42.

Weiterhin wurde während des Zweiten Weltkriegs ein Bunker in der Bleicherslohne errichtet, der noch viele Jahre nach Kriegsende existierte.

Besondere Ereignisse

In der Nacht vom 25. auf den 26. Juni 2017 kam es zu einem Gebäudebrand in einer als Asylunterkunft genutzten Villa in der Bleicherslohne 37, bei der ein Bewohner ums Leben gekommen ist. Die Polizei ging von Brandstiftung aus.[4] Bis Mitte 2020 war das Gebäude eine Ruine, ehe es bis zum Spätsommer 2021 aufwendig und vorbildlich renoviert bzw. restauriert wurde.

Galerie

Einzelnachweise

  1. Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0283101.jpg)
  2. Schreiber, Gretje (1995): Nordens Häuser und ihre Bewohner (XIV), Die Leute in der Osterstraße, in: Ostfriesischer Kurier 17./18. Juni 1995, S. 8
  3. 3,0 3,1 Keunecke, Friedrich (2023): Die Bleiche. In: Dat Bladdje (Heimatverein Norderland) Nr. 10, März 2023, S. 14ff.
  4. Einsatzbericht der Feuerwehr Norden, abgerufen am 24. November 2020

Siehe auch