Umgehungsstraße

Aus Norder Stadtgeschichte
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Umgehungsstraße

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Als Umgehungsstraße wird der in den Jahren 2006 bis 2009 erschlossene Straßenverlauf der Bundesstraße bezeichnet. Die Umgehungsstraße beginnt in Süderneuland II an der Einmündung der Bundesstraße zur Bahnhofstraße und endet in Norddeich am Fähranleger nach Norderney.

Geschichte

Erste Überlegungen zum Bau einer Umgehungsstraße nach Norddeich existierten schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nachgewiesen sind erste Planungen im Bereich der Lindenstraße. Hiervon zeugt noch heute die ungewöhnliche Breite dieser Straße. Der Bau wurde jedoch aus unbekannten Gründen nicht fertiggestellt und es folgten jahrzehntelange Diskussionen über das Für und Wider.

Fürsprecher sahen vor allem den Vorteil in einer Entlastung der Innenstadt durch den massiven Kraftfahrzeugverkehr, insbesondere durch das Urlauberaufkommen zur Nordsee während der Saison. Jeden Tag drängten sich tausende Kraftfahrzeuge durch die Bahnhofstraße, Burggraben, Am Markt und die Norddeicher Straße. Hierunter litten nicht nur die Straßenverhältnissen, sondern auch die Anwohner.

Gegner eines Baus befürchteten ein Aussterben des innerstädtischen Lebens und wirtschaftliche Einbußen für ansässige Betriebe. Auch Umweltschützer gehörten zu den Kritikern des Bauvorhabens.

Letztlich erlangte man eine Einigung und begann 2006 mit den Bauarbeiten. Am 07.07.2009 wurde die Straße offiziell eröffnet. Vor der Freigabe der Straße für den allgemeinen Kraftfahrzeugverkehr nutzten viele die Gelegenheit und befuhren die Strecke mit dem Fahrrad. Heute ist es gänzlich verboten, die Straße mit Fahrrädern zu befahren.

Verlauf

Für den Bau der Umgehungsstraße wurde der südliche Teil der Bahnhofstraße abgetrennt und umgeleitet. Dieser südliche Teil ist heute eine Sackgasse und trägt den Namen Altenbürgerlande, benannt nach der gleichnamigen Norder Traditionsgesellschaft.

Von Süderneuland II verläuft dann ein wesentlicher Teil über das Gebiet der Nachbargemeinde Lütetsburg. Hierfür musstem dem Großbauern Kleemann, welcher seinen Hof im Alten Postweg in Bargebur hat, Teile seiner Ländereien abgekauft werden. Die Straße verläuft unmittelbar durch diese durch. Damit Bauer Kleemann seine Ländereien auch weiterhin bewirtschaften kann, wurde eine Brücke über die Umgehungsstraße gebaut, die im allgemeinen Sprachgebrauch auch "Kleemannbrücke" genannt wird.

Einzelnachweise


Siehe auch