Ziegelei (Westermarsch I): Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Die '''Ziegelei in Westermarsch I''' war der wesentlich unbekanntere Vorläufer der [[Ziegelei (Westermarsch II)|Ziegelei in Westermarsch II]]. Das alte Ziegelwerk wurde am 11. März 1585 in einem Kaufbrief zwischen der Familie [[Manninga]] und Roelf Schmidt als "Tichelbude" am "Gaster Tief" genannt. 1770 wird eine "Stein- und Dachziegelbrennerei nebst dazu gehörigen 3 Stein Hütten an der Knollenbrücke" erwähnt. Diese wurde [[Folkmar Lantzius|Folkmar Friedrich Wilhelm Lantzius]], dem Gründer der [[Fehngesellschaft]] erbaut. Die Brennöfen der [[Liste der Ziegeleien|Ziegeleien der Umgebung]] wurden mit Torf aus [[Norderfehn]] (heute Berumerfehn) geheizt.
Die '''Ziegelei in Westermarsch I''' war der wesentlich unbekanntere Vorgängerbau der [[Ziegelei (Westermarsch II)|Ziegelei in Westermarsch II]]. Das alte Ziegelwerk wurde am 11. März 1585 in einem Kaufbrief zwischen der Familie [[Manninga]] und Roelf Schmidt als "Tichelbude" am "Gaster Tief" genannt. 1770 wird eine "Stein- und Dachziegelbrennerei nebst dazu gehörigen 3 Stein Hütten an der Knollenbrücke" erwähnt. Diese wurde [[Folkmar Lantzius|Folkmar Friedrich Wilhelm Lantzius]], dem Gründer der [[Fehngesellschaft]] erbaut. Die Brennöfen der [[Liste der Ziegeleien|Ziegeleien der Umgebung]] wurden mit Torf aus [[Norderfehn]] (heute Berumerfehn) geheizt.


Aus der Zeit vor dem Abbruch der Ziegelei im Jahre 1912/13 existiert ein Foto der Ziegelei, die damals "Götzentempel" genannt wurde. Um 1897 hatte Rolf Kaufmann die Ziegelei, die hier bis 1909 in Betrieb blieb, übernommen. Dann wurde der Betrieb in die [[Ziegeleistraße]] verlegt.
Aus der Zeit vor dem Abbruch der Ziegelei im Jahre 1912/13 existiert ein Foto der Ziegelei, die damals "Götzentempel" genannt wurde. Um 1897 hatte Rolf Kaufmann die Ziegelei, die hier bis 1909 in Betrieb blieb, übernommen. Dann wurde der Betrieb in die [[Ziegeleistraße]] verlegt.

Version vom 7. Februar 2021, 12:06 Uhr

Ziegelei

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Basisdaten
Kategorie Gebäude in Westermarsch I
Stadtteil/-viertel Westermarsch I
Genaue Lage Altendeichsweg, Ecke Hansweg

26506 Norden

Die Ziegelei in Westermarsch I war der wesentlich unbekanntere Vorgängerbau der Ziegelei in Westermarsch II. Das alte Ziegelwerk wurde am 11. März 1585 in einem Kaufbrief zwischen der Familie Manninga und Roelf Schmidt als "Tichelbude" am "Gaster Tief" genannt. 1770 wird eine "Stein- und Dachziegelbrennerei nebst dazu gehörigen 3 Stein Hütten an der Knollenbrücke" erwähnt. Diese wurde Folkmar Friedrich Wilhelm Lantzius, dem Gründer der Fehngesellschaft erbaut. Die Brennöfen der Ziegeleien der Umgebung wurden mit Torf aus Norderfehn (heute Berumerfehn) geheizt.

Aus der Zeit vor dem Abbruch der Ziegelei im Jahre 1912/13 existiert ein Foto der Ziegelei, die damals "Götzentempel" genannt wurde. Um 1897 hatte Rolf Kaufmann die Ziegelei, die hier bis 1909 in Betrieb blieb, übernommen. Dann wurde der Betrieb in die Ziegeleistraße verlegt.

Zwischen der Ziegelei in Vierzig Diemat und dieser scheint es eine Verbindung gegeben zu haben. Auf der preußischen Grundkarte von ca. 1895 steht über der Ziegelei "Zuckerpolder", obwohl dieser wesentlich weiter südlich liegt. Wahrscheinlich handelte es sich um zwei zusammengehörige Werke, die diesen Namen als Alternativbezeichnung trugen.

Ostfriesland war bis in die 1960er Jahre ein "Ziegeleiland" mit unzähligen kleinen und großen Ziegeleien. Der marschtypische Kleiboden war vermischt mit Rohsand Ausgangsmaterial für die Herstellung von Ziegelsteinen, weshalb sich das Gebiet hervorragend dafür eignete.

Quellenverzeichnis

  • Imhoff, Mathilde (1988): Flurnamen zur Deutschen Grundkarte (DGK 5) 2409/6 Addinggaster Polder, in: Heim und Herd (Beilage zum Ostfriesischen Kurier) vom 30. April 1988, Nr. 1f.
  • NLA Au, Dep. 4 II a, Nr. 98
  • StAA, Rep. 237, Bd. 1327, Nr. 27 A
  • Uphoff, Rolf (1992): Das "Zuckerpolder-Projekt", in: Heim und Herd 24. Dezember 1992, Beilage "Ostfriesischer Kurier" Nr. 12, S. 46ff.

Siehe auch