|
|
| Zeile 9: |
Zeile 9: |
| | Text = Ungefähre Abgrenzungen | | | Text = Ungefähre Abgrenzungen |
| | center = 53.57597438460817, 7.226732216369248 | | | center = 53.57597438460817, 7.226732216369248 |
| | polygon = 53.58252062540091, 7.22602266585537 :53.57070948805236, 7.234974240940397 :53.57005363954798, 7.22625898132726 :53.57956738963362, 7.220341563956411 | | | polygon = 53.58070916616211, 7.226635466061228 :53.57755694008999, 7.219444536488397 :53.56866147661775, 7.227191898156889 :53.5718952290628, 7.232017603270451 |
| | zoom = 14 | | | zoom = 14 |
| | width = 300px | | | width = 300px |
| Zeile 22: |
Zeile 22: |
| |} | | |} |
|
| |
|
| '''Leegemoor''' gehört als (informelles) Stadtviertel zu [[Süderneuland I]]. | | '''Leegemoor''' ist (informelles) Stadtviertel von Norden und gehört administrativ zu [[Süderneuland I]]. Der Name bezieht sich auf ein tiefergelegenes (leege) Moor. |
| | |
| __TOC__ | | __TOC__ |
| == Geografie == | | == Geografie == |
| Vierzig Diemat liegt südwestlich des historischen Stadtkerns und lässt sich geografisch in etwa wie folgt umgrenzen: Im Norden entlang der [[Fritz-Reuter-Straße]], aber noch unterhalb der [[Radbodstraße]], im Osten bis zur [[Schlachthausstraße]], im Süden bis zum [[Norder Tief]] und im Westen bis zur [[Bürgermeister-Dr.-Schöneberg-Straße]], welche direkt an der Grenze zu [[Westermarsch I]] liegt.
| | Leegemoor befindet sich südöstlich der Kernstadt im Stadtteil Süderneuland I. Grob begrenzt wird es im Norden durch die [[Wurzeldeicher Straße]], im Osten durch die [[Bundesstraße]], im Süden durch das [[Addinggaster Tief]] (nördlicher Arm) und im Westen durch die [[Sattlerstraße]]. |
|
| |
|
| == Geschichte == | | == Geschichte == |
| | | Nach Eindeichung des Süderneulandes durch Gräfin Anna (1501-1575) im Jahre 1556, erhielten Norder Bürger im Jahre 1562 vom Landesherrn Graf Edzard II. (1532-1599) eine Fläche von 95 Grasen, gelegen zwischen dem Wurzeldeich und dem Alten Deich, die durch die Leegemoorgesellschaft verwaltet wurde (1). Heute ist das Land zum größten Teil bebaut. |
| Historisch war Vierzig Diemat bis 1952 Teil der damals noch eigenständigen Gemeinde [[Westermarsch I]] und kam erst dann zur Kernstadt. In diesem Jahr wurde das Land zur Besiedlung freigegeben und baulich erschlossen. Es entstanden, wie auch in anderen Teilen von Norden, vor allem Sozialbauten um dem nach dem Zweiten Weltkrieg starken Bevölkerungswachstum Herr zu werden.
| |
| | |
| In 1583 wurde Vierzig Diemat durch [[Anna von Oldenburg]] eingedeicht. Das neugewonnene Land wurde auch [[Westermarscher Neuland]] genannt. Zuvor stand das Gebiet unter Wasser und war Teil des [[Norder Hafen | Norder Hafens]] bzw. des [[Norder Tief | Norder Tiefs]]. Auch heute noch lässt die Bodenbeschaffenheit eine "wässrige Vergangenheit" erkennen. Bis zur Eindeichung von 1583 befand sich seit 1551 die Deichlinie nördlich von Vierzig Diemat. Auch dieser Deich würde von Anna von Oldenburg gezogen. Zuvor befanden sich hier keine Deiche, sondern man vertraute bei Sturmfluten auf die erhöhte Lage der Norder Kernstadt.
| |
| | |
| Von 1551 bis 1583 gehörte Vierzig Diemat zum Umland der [[Cirksenaburg]], die sich etwas weiter nördlich befand. Es diente der Ernährung der gräflichen Familie und wurde daher auch als "Küchenland" bezeichnet.
| |
| | |
| Graf Ulrich II. aus dem Hause Cirksena verkaufte das Land 1631 an einen Amtmann namens Rautenstein aus Varel. Die nachfolgende Nutzung ist ungewiss, vermutlich wurde das Land verpachtet und für landwirtschaftliche Zwecke genutzt.
| |
| | |
| Erst mit der Fertigstellung des [[Leybuchtsiel | Leybuchtsiels]] wurde das Land um Vierzig Diemat tatsächlich sturmflutsicher. Dies erklärt zugleich, warum die östliche Straßenseite des [[Burggraben | Burggrabens]] bereits zuvor bebaut wurde, während der westliche Teil erst nach 1929 bebaut wurde.
| |
|
| |
|
| == Gebäude == | | == Gebäude == |
|
| |
| Vierzig Diemat bestand in seiner Anfangszeit vor allem aus Wohnblocks, die sich entlang der [[Berend-de-Vries-Straße]], [[Enno-Hektor-Straße]] und [[August-Hinrichs-Straße]] konzentrieren. Die weiteren Straßen östlich der [[Zuckerpolderstraße]] bestehen bis zur [[Herbert-Gentzsch-Straße]] vor allem aus Reihenhäusern. Freistehende Einfamilienhäuser sind im vorgenannten selten und wurden erst im Laufe der weiteren Jahre erbaut.
| |
|
| |
| In den 1990er Jahren wurde Vierzig Diemat westlich der Zuckerpolderstraße um ein Neubaugebiet erweitert, das auch den Namen [[Bürgermeisterviertel]] trägt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Straßen dort zwischen Zuckerpolderstraße und [[Wigboldstraße]] nach ehemaligen Norder Bürgermeistern benannt wurden.
| |
|
| |
| Ab den 2000er Jahren wurde das Viertel durch weitere Straßen erweitert. Entgegen ihrer anfänglichen Bebauung handelt es sich bei den Neubauten überwiegend um freistehende Einfamilienhäusern mit eigenem Grundstück und Garagen.
| |
|
| |
| Mitte der 2010er Jahre folgten zwei Stadtvillenähnliche Mehrfamilienhäuser.
| |
|
| |
| Ab 2017 begonnene Pläne zum Bau eines neuen [[Polizeikommissariat | Polizeigebäudes]] hinter dem [[Schlachthof]] wurden 2020 verworfen und als neuer Standort eine Fläche auf dem ehemaligen [[Doornkaat | Doornkaatgelände]] ins Auge gefasst.
| |
|
| |
| 2020 eröffnete die Post ein innerhalb kürzester Zeit erbautes Logistikzentrum auf ehemals unbebauten Gebiet. Das [[Postamt | Postgebäude]] am östlichen [[Am Markt | Marktplatz]] wurde daraufhin geschlossen.
| |
|
| |
| Ab 2021 soll westlich von Vierzig Diemat, hinter dem Bürgermeisterviertel, ein weiteres Neubaugebiet entstehen. Diese Fläche liegt jedoch auf dem Gelände von Westermarsch I und gehört damit nicht mehr zu Vierzig Diemat.
| |
|
| |
| Das Gewerbe siedelt sich hier fast ausschließlich auf der südlichen Straßenseite von [[Am Norder Tief]] an. Am westlichen Ende liegen das [[Klärwerk]] sowie der [[Bauhof]] der Stadt Norden. Bis zum Ersten Weltkrieg befand sich hier eine [[Ziegelei (Vierzig Diemat) | Ziegelei]]. Westlich vom [[Burggraben]] befindet sich der [[Schlachthof]], welcher noch heute in geringem Umfang in Betrieb ist.
| |
|
| |
| Unbebautes Land befindet sich (Stand: Dezember 2020) noch zwischen dem Schlachthof und der [[Herbert-Dunkel-Straße]] sowie südlich der [[Bürgermeister-Dr.-Schöneberg-Straße]] bzw. westlich der [[Bürgermeister-Peters-Straße]]. Aufgrund der Geruchsbelästigung durch das Klärwerk ist eine Bebauung für Wohnzwecke der letztgenannten Fläche jedoch eher unwahrscheinlich.
| |
|
| |
|
| ==Quellenverzeichnis== | | ==Quellenverzeichnis== |
| * Scheuermann, Ulrich (1995): Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte
| | * Schreiber, Gretje (2006): Norder Gemeinweiden im ausgehenden Mittelalter bis zur Neuzeit, in: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, S. 46 |
| * Schreiber, Gretje (2011): Das Norder Hafengebiet und seine beiden Häfen im 16. Jahrhundert | |
|
| |
|
| == Siehe auch == | | == Siehe auch == |
| *[[Westermarscher Neuland]] | | *[[Leegemoorgesellschaft]] |
| *[[Westermarscher Altes Neuland]] | | *[[Hirtenhaus]] |
|
| |
|
| [[Kategorie:Stadtviertel von Norden]] | | [[Kategorie:Stadtviertel von Norden]] |
| [[Kategorie:Vierzig Diemat]] | | [[Kategorie:Leegemoor]] |
Leegemoor
|
| Basisdaten
|
| {{#multimaps:
|
Title = Leegemoor
|
Text = Ungefähre Abgrenzungen
|
center = 53.57597438460817, 7.226732216369248
|
polygon = 53.58070916616211, 7.226635466061228 :53.57755694008999, 7.219444536488397 :53.56866147661775, 7.227191898156889 :53.5718952290628, 7.232017603270451
|
zoom = 14
|
width = 300px
|
height = 300px
}}
|
| Administrativer Stadtteil
|
Norden
|
| Ungefähre Lage
|
südlich des Stadtgebiets
|
Leegemoor ist (informelles) Stadtviertel von Norden und gehört administrativ zu Süderneuland I. Der Name bezieht sich auf ein tiefergelegenes (leege) Moor.
Geografie
Leegemoor befindet sich südöstlich der Kernstadt im Stadtteil Süderneuland I. Grob begrenzt wird es im Norden durch die Wurzeldeicher Straße, im Osten durch die Bundesstraße, im Süden durch das Addinggaster Tief (nördlicher Arm) und im Westen durch die Sattlerstraße.
Geschichte
Nach Eindeichung des Süderneulandes durch Gräfin Anna (1501-1575) im Jahre 1556, erhielten Norder Bürger im Jahre 1562 vom Landesherrn Graf Edzard II. (1532-1599) eine Fläche von 95 Grasen, gelegen zwischen dem Wurzeldeich und dem Alten Deich, die durch die Leegemoorgesellschaft verwaltet wurde (1). Heute ist das Land zum größten Teil bebaut.
Gebäude
Quellenverzeichnis
- Schreiber, Gretje (2006): Norder Gemeinweiden im ausgehenden Mittelalter bis zur Neuzeit, in: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, S. 46
Siehe auch