Sandbauerschaft: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Gemeinde '''Sandbauerschaft''' (fälschlicherweise manchmal auch "Sandbauernschaft" genannt) | Die Gemeinde '''Sandbauerschaft''' (fälschlicherweise manchmal auch "Sandbauernschaft" genannt) war bis zu ihrer 1919 erfolgten Eingliederung in die Stadt Norden eine selbständige Gemeinde mit mehreren Ortschaften, die den Stadtkern wie eine Art Dreiviertelring umschlossen. | ||
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==Namensherkunft== | |||
Der Name, welcher 1824 erstmalig amtlich erwähnt wird, umschreibt den Zusammenschluss mehrerer "auf dem Sand" siedelnder Bauern, die sich zu einer Bauerschaft zusammengeschlossen haben. Die "Sandbauern" waren jene Bauern, die auf dem sandhaltigen Boden der Geest siedelten und das Land dort bestellten. Ihnen gegenüber standen die Marschbauern der umliegenden Marschgebiete, wie [[Westermarsch]] und [[Ostermarsch]]. Die Norder Geestgebiete liegen höher als die Marschgebiete, was ihre Bodenbeschaffenheit erklärt. | |||
Im Gegensatz zu den Namen ihrer einstigen Ortsteile spielt der Begriff "Sandbauerschaft" heute weder im alltäglichen, noch im amtlichen Sprachgebrauch eine Rolle und ist aus der Erinnerung der Allgemeinheit weitestgehend verschwunden. | |||
==Geografie== | |||
Die Sandbauerschaft umschloss die Norder Kernstadt ringförmig und bestand aus mehreren Streusiedlungen. Die Geestgebiete zu den früher besiedelten Gebiete, da sie höher lagen als das Marschland und daher besser vor den Fluten geschützt waren. Die ursprüngliche Norder Kernstadt befindet sich gänzlich auf einer Geest. Diese Eigenschaft wird auch als [[Norder Geestrücken]] bezeichnet. | |||
Die geografischen Grenzen der Sandbauerschaft lassen sich kaum festlegen, die verstreuten Siedlungen wuchsen nach der Eingemeindung mit der Kernstadt und untereinander zusammen. Konkrete, amtliche Begrenzungen hat es nie gegeben. Beachtenswert ist jedoch, dass weite Teile, die heute im allgemeinen zu Norden gezählt werden, ursprünglich Teil der Sandbauerschaft waren. | |||
==Gliederung== | |||
Die Sandbauerschaft umschloss die Stadt Norden von Westen nach Osten in einem Dreiviertelring. Ihren Verwaltungssitz hatte die Gemeinde in den Vorderräumen des [[Westerburg||Westgaster Bauernhofs]] an der [[Alleestraße]] 33. | |||
Zur Sandbauerschaft gehörten folgende Ortschaften, Wohnplätze und Güter: | |||
Ortschaften: [[Ekel]], [[Hollweg]], [[Laukeriege]], [[Mackeriege]], [[Martensdorf]], [[Mühlenlohne]], [[Ostlintel]], [[Westlintel]], [[Westgaste]] sowie die westlichen Bereiche der [[Westerstraße]], ab der [[Lentzlohne]] und [[Mühlenlohne]]. | |||
Wohnplätze: [[Escher]], [[Korndeich]] und [[Sandweg]] | |||
Güter: [[Haus Barenbusch|Gut Barenbusch]], [[Gut Ekel]], [[Haus Wirde|Gut Wi(e)rde]], [[Seldenrüst]] und [[Ziegelei (Westermarsch II)|Ziegelei]] | |||
==Geschichte== | |||
Der Eingemeindung gingen konfliktreiche Verhandlungen voraus. Besonders strittig war die Frage, ob es den Bürgern der (ehemaligen) Sandbauerschaft auch nach dem Zusammenschluss erlaubt bleiben sollte, auf ihrem Gemeindegebiet Hausschlachtungen durchzuführen. | |||
==Verwaltung== | |||
==Bildung== | |||
==Religion== | |||
==Gesundheit und Soziales== | |||
==Wirtschaft und Verkehr== | |||
==Erwähnenswerte Gebäude== | |||
==Quellenverzeichnis== | |||
* Arend, Fridrich (1824): Erdbeschreibung des Fürstenthums Ostfriesland und des Harlingerlandes, Emden, S. 396 | |||
* Remmers, Arend (2004): Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 191 | |||
Version vom 8. Februar 2021, 09:31 Uhr
Sandbauerschaft | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Fläche | unbekannt |
| Einwohner | unbekannt |
| Eingemeindung | 1919 |
Die Gemeinde Sandbauerschaft (fälschlicherweise manchmal auch "Sandbauernschaft" genannt) war bis zu ihrer 1919 erfolgten Eingliederung in die Stadt Norden eine selbständige Gemeinde mit mehreren Ortschaften, die den Stadtkern wie eine Art Dreiviertelring umschlossen.
Namensherkunft
Der Name, welcher 1824 erstmalig amtlich erwähnt wird, umschreibt den Zusammenschluss mehrerer "auf dem Sand" siedelnder Bauern, die sich zu einer Bauerschaft zusammengeschlossen haben. Die "Sandbauern" waren jene Bauern, die auf dem sandhaltigen Boden der Geest siedelten und das Land dort bestellten. Ihnen gegenüber standen die Marschbauern der umliegenden Marschgebiete, wie Westermarsch und Ostermarsch. Die Norder Geestgebiete liegen höher als die Marschgebiete, was ihre Bodenbeschaffenheit erklärt.
Im Gegensatz zu den Namen ihrer einstigen Ortsteile spielt der Begriff "Sandbauerschaft" heute weder im alltäglichen, noch im amtlichen Sprachgebrauch eine Rolle und ist aus der Erinnerung der Allgemeinheit weitestgehend verschwunden.
Geografie
Die Sandbauerschaft umschloss die Norder Kernstadt ringförmig und bestand aus mehreren Streusiedlungen. Die Geestgebiete zu den früher besiedelten Gebiete, da sie höher lagen als das Marschland und daher besser vor den Fluten geschützt waren. Die ursprüngliche Norder Kernstadt befindet sich gänzlich auf einer Geest. Diese Eigenschaft wird auch als Norder Geestrücken bezeichnet.
Die geografischen Grenzen der Sandbauerschaft lassen sich kaum festlegen, die verstreuten Siedlungen wuchsen nach der Eingemeindung mit der Kernstadt und untereinander zusammen. Konkrete, amtliche Begrenzungen hat es nie gegeben. Beachtenswert ist jedoch, dass weite Teile, die heute im allgemeinen zu Norden gezählt werden, ursprünglich Teil der Sandbauerschaft waren.
Gliederung
Die Sandbauerschaft umschloss die Stadt Norden von Westen nach Osten in einem Dreiviertelring. Ihren Verwaltungssitz hatte die Gemeinde in den Vorderräumen des |Westgaster Bauernhofs an der Alleestraße 33.
Zur Sandbauerschaft gehörten folgende Ortschaften, Wohnplätze und Güter:
Ortschaften: Ekel, Hollweg, Laukeriege, Mackeriege, Martensdorf, Mühlenlohne, Ostlintel, Westlintel, Westgaste sowie die westlichen Bereiche der Westerstraße, ab der Lentzlohne und Mühlenlohne.
Wohnplätze: Escher, Korndeich und Sandweg
Güter: Gut Barenbusch, Gut Ekel, Gut Wi(e)rde, Seldenrüst und Ziegelei
Geschichte
Der Eingemeindung gingen konfliktreiche Verhandlungen voraus. Besonders strittig war die Frage, ob es den Bürgern der (ehemaligen) Sandbauerschaft auch nach dem Zusammenschluss erlaubt bleiben sollte, auf ihrem Gemeindegebiet Hausschlachtungen durchzuführen.
Verwaltung
Bildung
Religion
Gesundheit und Soziales
Wirtschaft und Verkehr
Erwähnenswerte Gebäude
Quellenverzeichnis
- Arend, Fridrich (1824): Erdbeschreibung des Fürstenthums Ostfriesland und des Harlingerlandes, Emden, S. 396
- Remmers, Arend (2004): Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 191
