Hooge Riege
Hooge Riege | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Stadtteil/-viertel | Norden | |||||||
| Erschließungsjahr | vor 1500 | |||||||
| Namensgebung | unbekannt | |||||||
| Historische Namen | Hoge Riege | |||||||
Die Hooge Riege ist eine Gemeindestraße in Norden und liegt im Stadtviertel Norden. Sie grenzt nordöstlich an den Burggraben und südwestlich an die Knyphausenstraße. Eine (nordwestliche) Nebenstraße ist Gartenfeld. Südöstlich grenzen Am Kalkwarf und die Rudolf-Eucken-Straße an. Etwa mittig wird die Hooge Riege von der Molkereilohne gekreuzt.
Geschichte
Herkunft des Namens
Aus dem Niederdeutschen übersetzt bedeutet der Name "Hohe Reihe". Als Riege bezeichnet man in Norden Wege, die ursprünglich nur an einer Seite Häuser hatten. Der Zusatz "Hooge" bzw. "Hohe" ergibt sich aus der erhöhten Lage des Norder Stadtkerns, was hier von Süden her kommend deutlich zu erkennen ist.
Entwicklung
Bis Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte die Hooge Riege noch zum Burggraben. Die Bewohner des Burggrabens waren mit Auflagen behaftet und so hieß es im Hypothekenbuch: "Sämtliche Einwohner bey der Burggrafte (= Burggraben) sind schuldig zu laufen, wohin der Amtsverwalter zu Norden die zu senden nötig findet. Was über zwei Meilen ist, wird ihnen bezahlet, als wenn etwa einer nach Wittmund zu schicken wäre, so wird ihm wegen der dritten Meile das Botenlohn gegeben".[1]
Die "Hoge Riege" dürfte auf der eingeebneten stadtseitigen Nordseite der Befestigung entstanden sein. Diese Burg haben sich wohl die Itzinga dann im Außengelände zwischen Stadtkern und Sielhafen erbaut.[2]
Die Straße gehört zu den ältesten im Stadtgebiet. Auf der preußischen Grundkarte von etwa 1895 ist erkennbar, dass der Straßenverlauf sich seit dieser Zeit nicht geändert hat, wobei der westliche Arm (ab der Molkereilohne) noch als nicht befestigt dargestellt wird.[3]
Gebäude und Plätze
Hauptsächlich wird das Straßenbild von Wohnhäusern dominiert, wobei der östliche Arm noch typische Häuserreihen einer "Riege" aufweist.
Weiterhin befindet sich hier der Sitz des Deutschen Roten Kreuzes mit anliegender Kleiderkammer, ein Kindergarten und der Sitz der Krankenkasse "AOK".
Ein Kiosk (Trinkhalle), die sich gegenüber des DRK an der Ecke der Molkereilohne befand, schloss um etwa 2010 seine Pforten.
Einzelnachweise
- ↑ Schreiber, Gretje (1999): Norder Häuser, Bewohner Burggraben, Hooge Riege, Mennonitenlohne (I), in: Ostfriesischer Kurier 1. August 1999, S. 7
- ↑ van Lengen, Hajo (2009): Friesische Landes- und Stadtgemeinde im Mittelalter. Der Fall Norden/Ostfriesland, in: Bünde - Städte - Gemeinden, hrsg. von Werner Freitag und Peter Johanek, Köln Weimar Wien, S. 184
- ↑ Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)