Große Neustraße

Aus Norder Stadtgeschichte
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Große Neustraße

{{#multimaps: Title = Große Neustraße Text = Gemeindestraße in Norden center = 53.593921936713485, 7.2092779843118535 marker = 53.593921936713485, 7.2092779843118535 zoom = 17 width = 300px height = 300px

}}

Basisdaten
Stadtteil/-viertel Norden
Erschließungsjahr vor 1500
Namensgebung unbekannt
Historische Namen Großneustraße

Die Große Neustraße ist eine Gemeindestraße in Norden und liegt im Stadtviertel Norden. Sie grenzt westlich an die Uffenstraße bzw. Heringstraße und östlich an den Neuen Weg. Vereinfacht (und historisch) wird sie oftmals auch als Großneustraße bezeichnet.

Geschichte

Herkunft des Namens

Die naheliegendste Erklärung ist, dass der Name die Eigenart der Straße als große, neue Straße (ähnlich wie beim Neuen Weg) versinnbildlichen soll. Sie steht damit im Gegensatz zur schräg gegenüberliegenden Kleinen Neustraße. Vereinzelt wird die Straße auch Großneustraße genannt. Dieser Name hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch bis heute erhalten.

Entwicklung

Die Straße gehört wohl zu den ältesten im Stadtgebiet. Sie war die ehemalige südliche Begrenzung der Norder Altstadt vor 1500. Laut Einwohnerliste von 1719 wohnten in dieser Straße größtenteils "wohlhabende Handwerker", aber vereinzelt auch "gemeine Handwerker" (= normale, einfache) sowie Tagelöhner.[1] Sie ist das größere (und wohl auch ältere) Pendant zur Kleinen Neustraße. Diese Adjektive weisen im Norder Kontext nicht zwingend auf die unterschiedliche Länge des Straßenverlaufs hin, sondern sind in erster Linie Hinweise auf ein unterschiedliches Alter (groß = älter; klein = jünger).[2]

Auf der preußischen Grundkarte von ca. 1895 ist erkennbar, dass der Straßenverlauf sich mindestens seit dieser Zeit nicht geändert hat.[3]

Gebäude und Plätze

In der Großen Neustraße befinden sich heute eine Rechtsanwaltskanzlei, ein Zahnarzt, ein Restaurant mit angrenzendem Weinkontor, eine Änderungsschneiderei und ein Kunsthändler. Daneben befinden sich hier einige Wohnungen.

In der Hausnummer 1 wohnte einst Ludovicus Wenckebach, zunächst Ratsherr und später Bürgermeister von Norden. Dieser gestattete es der im Zuge der Reformation aus Norden vertriebenen katholischen Gemeinde, in seinem Wohnhaus erstmalig und (mehr oder minder) offiziell wieder im Stadtgebiet Gottesdienste abzuhalten.[4]

Einzelnachweise

  1. Schreiber, Gretje (1997): Norder Häuser (I), Die Bewohner der Großneustraße, in: Ostfriesischer Kurier 24./25. Mai 1997, S. 8
  2. Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 24
  3. Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
  4. Foraita, Heinz (1985): Dein sind die Zeiten, Herr. Die Geschichte der Katholischen Gemeinde Norden. Herausgegeben zur 100-Jahr-Feier der St.-Ludgerus-Kirche zu Norden, Norden, S. 13

Siehe auch