Sielstraße
Sielstraße | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Stadtteil/-viertel | Norden | |||||||
| Erschließungsjahr | vor 1570 | |||||||
| Namensgebung | unbekannt | |||||||
| Historische Namen | Sielweg
Syhlenstraten Syhl-Straßer Weg Syhlen Straßer Weg Syhlenstraßer Fuhrweg | |||||||
Die Sielstraße ist eine Gemeindestraße in Norden und liegt im Stadtviertel Norden. Die Straße grenzt nördlich an Am Markt und endet im Süden, kurz vor dem Norder Hafen als Sackgasse. Die Sielstraße kann seit der Altstadtsanierung ab 1968 nicht mehr vollständig durchfahren, da sich in etwa am dem Rathaus eine Treppe befindet. Im weiteren Verlauf kommen Schikanen, die eine Durchfahrt verhindern sollen. Erst ab der Kleinen Neustraße, die die Sielstraße kreuzt, ist eine Weiterfahrt in Richtung Süden möglich. Ebenfalls gekreuzt wird die Sielstraße von Am Alten Siel. In ihren südlichen Ausläufern geht östlich die Peter-Janssen-Lohne und westlich die Gaswerkstraße ab. Weitere Nebenstraßen sind die Große Lohne und Steenbalgen.
Geschichte
Herkunft des Namens
Der Name der Sielstraße bezieht sich auf seine Lage am Ersten und Zweiten Siel, die der Entwässerung der Stadt dienten.
Entwicklung
Die südliche Verlängerung der Sielstraße hieß 1725 "Syhlenstraten", um 1760 "Syhl-Straßer Weg", 1772 "Syhlenstraßer Fuhrweg" oder "Syhlen Straßer Weg", 1897 erscheint sie als Sielweg, später dann als Sielstraße. Auch diese Straße wurde teilweise in die 1968 begonnene Altstadtsanierung mit einbezogen. Die Bewohnerschaft bestand aus "mittelmäßigen Bürgern", "gemeinen Handwerkern" und Tagelöhnern. Im verlängerten Sielweg war an der Westseite ein "Schlooth" (Graben), der mit dem Zweiten Siel verbunden war und so entwässern konnte. Beherrscht wurde die südliche Ostseite durch die sogenannte "alte Kalkwarf", die im 16. Jahrhundert eine Ziegelei war. Hier musste nach Fertigstellung des Süderdeiches 1583 die Unterhaltung von 4 "Fuß Teiche" gebracht werden, denn erst mit dem Bau des Süderdeiches lagen diese Häuser hinter dem schützenden Deich. 1726 standen auf der verlängerten Ostseite und Westseite des Sielweges nur je zwei Häuser. Eine dichtere Bebauung erfolgte erst um 1850. Auf der Westseite nahm der "Suider-Hoff" eine wohl bedeutende Stellung ein. Das Grundstück war von einem Zingel (Wall) umgeben. Hier muss man sich vergegenwärtigen, dass Norden noch im 16. Jahrhundert in einer Meeresbucht lag. Auch auf dem Grünland des "Suider-Hoff" lagen Deichlasten.[1]
Gebäude und Plätze
Die Straße besteht vom Marktplatz kommend bis zu Am Alten Siel vorwiegend aus Mehrfamilienhäusern (Wohnblocks), ab dann - in Richtung Süden - existieren noch mehrere Bestandsbauten aus der Zeit vor der Altstadtsanierung.
Einzelnachweise
- ↑ Schreiber, Gretje (1998): Norder Häuser, Die Bewohner der Sielstraße (I), in: Ostfriesischer Kurier, 13./14. Juni 1998, S. 8.