An der Welle: Unterschied zwischen den Versionen

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Im [[Eingemeindungsvertrag]] von 1919 zwischen der [[Stadt Norden]] und der [[Sandbauerschaft]] wurde festgehalten, dass die Straße zeitnah befestigt werden soll.<ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 60</ref>
Im [[Eingemeindungsvertrag]] von 1919 zwischen der [[Stadt Norden]] und der [[Sandbauerschaft]] wurde festgehalten, dass die Straße zeitnah befestigt werden soll.<ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 60</ref>

Version vom 25. Oktober 2024, 08:33 Uhr

An der Welle

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Basisdaten
Stadtteil/-viertel Norden
Erschließungsjahr vor 1255
Namensgebung um oder vor 1912
Historische Namen An t'Well

An der Welle ist eine Gemeindestraße in Norden. Die Straße grenzt nordwestlich an die Alleestraße und Martensdorf und führt nach einem kurzen südlichen Verlauf in Richtung Osten, wo sie an die Knyphausenstraße und die Mackeriege grenzt. Südwestlich grenzt die Straße Selden Rüst an.

Geschichte

Herkunft des Namens

In dieser Straße gab es ein Grundstück (vermutlich dort, wo heute die Hausnummer 13 und 14 stehen) auf welchem das Wasser aus der Erde hervorsprudelte, sich sammelte und einer unterirdischen Wasserader entstammt, nach der letztlich die ganze Straße benannt wurde. Well(e) ist ein niederdeutsches Wort für Quelle. Korrekt müsste die Straße eigentlich An der Quelle oder An t'Well heißen.[1]

Entwicklung

Die Straße existierte bereits vor 1870, wie Daten der preußischen Grundsteuervermessung aus dieser Zeit darlegen.[2] Der Straßenverlauf hat sich seit mindestens 1895 nicht geändert.[3] Wahrscheinlich gehört sie jedoch zu den ältesten Straßen der Stadt, wenn man an die Wichtigkeit einer Wasserversorgung für einen jeden Ort denkt.

Wie aus dem Adressbuch der Sandbauerschaft von 1912 hervorgeht, trug die Straße bereits in dieser Zeit ihren bis heute erhaltenen Namen.[4]

Im Eingemeindungsvertrag von 1919 zwischen der Stadt Norden und der Sandbauerschaft wurde festgehalten, dass die Straße zeitnah befestigt werden soll.[5]

In früheren Zeiten war An der Welle auch Teil des sogenannten Dodentwenter, einem Leichenweg, über den die Verstorbenen aus der Westermarsch zum Alten Friedhof überführt wurden. Bis 1925 diente ein Nebenraum im Lentzhof als Übergangsleichenhalle. Die Verstorbenen wurden zunächst hierher transportiert und dann im Lentzhof auf den städtischen Leichenwagen umgebettet. Von da an erfolgte dann die Verbringung auf den städtischen Friedhof.[6]

Gebäude und Plätze

Die Straße besteht ausschließlich aus Wohnhäusern. Noch 1895 gab es hier nur ein Haus.[3]

Galerie

Einzelnachweise

  1. Historische Flurnamensammlung der Ostfriesischen Landschaft
  2. Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)
  3. 3,0 3,1 Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
  4. Lottmann, Elfriede (1998): Fast vergessen: Die Sandbauerschaft. In: Heim und Herd im Ostfriesischen Kurier (April 1998)
  5. Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 60
  6. Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 204

Siehe auch