Mennonitenlohne: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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==Geschichte==
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===Herkunft des Namens===
===Herkunft des Namens===
Ihren Namen hat sie von der alten Pastorei der [[Mennonitengemeinde Norden|Norder Mennonitengemeinde]] bekommen, die westlich des Hauses [[Am Markt 27]] - in der Mennonitenlohne - lag.<ref>Schreiber, Gretje (1999): Norder Häuser; Bewohner Burggraben, Hooge Riege, Mennonitenlohne (VI) in: Ostfriesischer Kurier 24. Dezember 1999, S. 41</ref> Zudem befand sich [[Am Markt 29]] das [[Armenhaus (Mennonitengemeinde)|Armenhaus der Mennonitengemeinde]].
In unmittelbarer Nähe der Lohne bzw. bei [[Am Markt 29]] befand sich das erste Gemeindehaus der [[Mennonitengemeinde Norden|Norder Mennonitengemeinde]]. Das Gebäude wurde später als Armenhaus genutzt.<ref>Schreiber, Gretje (1999): Norder Häuser; Bewohner Burggraben, Hooge Riege, Mennonitenlohne (VI) in: Ostfriesischer Kurier 24. Dezember 1999, S. 41</ref><ref name=":0">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 84ff.</ref> [[Am Markt 28]] wohnte der Pastor.<ref name=":0" />


===Entwicklung===
===Entwicklung===
Eine [[Mennonitengemeinde Norden|Mennonitengemeinde]] gibt es in Norden bereits seit spätestens 1556, jedoch ist nicht bekannt, wo sie vor dem Kauf der heutigen [[Mennonitenkirche]] ansässig war. Dass die Pastorei damals schon hier stand, ist eher unwahrscheinlich, jedoch nicht unmöglich. Auf dem [[Augenschein]] von 1850 ist erkennbar, dass die Mennonitenlohne zu dieser Zeit bereits ihren heutigen Namen trug.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 14</ref>
Eine [[Mennonitengemeinde Norden|Mennonitengemeinde]] gibt es in Norden bereits seit spätestens 1556, jedoch ist nicht bekannt. Spätestens um 1669 gehörte der Gemeinde dann das Grundstück des späteren Gemeindehauses.<ref name=":1">[https://www.heiko-campen.de/theelachtii.htm Die Geschichte der Theelacht], abgerufen am 7. September 2021</ref> Auf dem [[Augenschein]] von 1850 ist erkennbar, dass die Mennonitenlohne zu dieser Zeit bereits ihren heutigen Namen trug.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 14</ref>


Die Bebauung und die Straßenführung hat sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts sehr verändert. Noch auf der preußischen Grundkarte von ca. 1895 ist ihr historischer Verlauf erkennbar.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Durch bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung ist die Mennonitenlohne heute nicht mehr vollständig für PKW und vergleichbare Fahrzeuge befahrbar und in Teilen sehr schmal.
Die Bebauung und die Straßenführung hat sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts sehr verändert. Noch auf der preußischen Grundkarte von ca. 1895 ist ihr historischer Verlauf erkennbar.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Durch bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung ist die Mennonitenlohne heute nicht mehr vollständig für PKW und vergleichbare Fahrzeuge befahrbar und in Teilen sehr schmal.

Aktuelle Version vom 2. Mai 2024, 07:56 Uhr

Mennonitenlohne

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Basisdaten
Stadtteil/-viertel Norden
Erschließungsjahr nach 1556
Namensgebung vor 1850
Historische Namen unbekannt

Die Mennonitenlohne ist eine Gemeindestraße in Norden. Sie geht südwestlich vom Burggraben ab und ist für Kraftfahrzeuge eine Sackgasse. Ein Fußgängerweg führt weiter zur Molkereilohne.

Geschichte

Herkunft des Namens

In unmittelbarer Nähe der Lohne bzw. bei Am Markt 29 befand sich das erste Gemeindehaus der Norder Mennonitengemeinde. Das Gebäude wurde später als Armenhaus genutzt.[1][2] Am Markt 28 wohnte der Pastor.[2]

Entwicklung

Eine Mennonitengemeinde gibt es in Norden bereits seit spätestens 1556, jedoch ist nicht bekannt. Spätestens um 1669 gehörte der Gemeinde dann das Grundstück des späteren Gemeindehauses.[3] Auf dem Augenschein von 1850 ist erkennbar, dass die Mennonitenlohne zu dieser Zeit bereits ihren heutigen Namen trug.[4]

Die Bebauung und die Straßenführung hat sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts sehr verändert. Noch auf der preußischen Grundkarte von ca. 1895 ist ihr historischer Verlauf erkennbar.[5] Durch bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung ist die Mennonitenlohne heute nicht mehr vollständig für PKW und vergleichbare Fahrzeuge befahrbar und in Teilen sehr schmal.

Gebäude und Plätze

Heute befinden sich hier noch einige Wohnhäuser, eine Niederlassung des Energieversorgers EWE sowie eine Beratungsstelle. Das Gebäude der alten Mennonitenpastorei ist nicht mehr erhalten. Weiterhin befindet sich hier einer der beiden Parkplätze des Supermarktes EDEKA Anton Götz.

Galerie

Einzelnachweise

  1. Schreiber, Gretje (1999): Norder Häuser; Bewohner Burggraben, Hooge Riege, Mennonitenlohne (VI) in: Ostfriesischer Kurier 24. Dezember 1999, S. 41
  2. 2,0 2,1 Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 84ff.
  3. Die Geschichte der Theelacht, abgerufen am 7. September 2021
  4. Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 14
  5. Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)

Siehe auch