Süderhaus (Blaue Pforte): Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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In der Anfangszeit des 1929 gegründeten [[Meliorationsverband Norden|Meliorationsverbandes]] diente ein gemieteter Raum in dem Gebäude als ''Verbandsbüro''.<ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 93</ref> Später übernahm der benachbarte, im ''[[Elefantenhaus]]'' ansässige [[Soltau Kurier Norden|Soltau Kurier]] das Gebäude zur Erweiterung seiner Produktionsflächen, ehe dieser in das [[Gewerbegebiet Leegemoor]] zog und beide Gebäude im Dezember 1981 an ''[[EDEKA Anton Götz|Anton Götz]]'' verkaufte.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 118</ref><ref name=":1">75 Jahre Anton Götz (Beilage zum Ostfriesischen Kurier)</ref> Zeitweise, mindestens in der Zeit um 1950, befand sich hier (Nr. 20) zudem der Sitz des ''Landwirtschaftlichen Hauptvereins für Ostfriesland''.<ref>Adressbuch von 1950/1951, S. 21</ref>
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1982 richtete Götz in dem Gebäude zwei Arztpraxen ein.<ref name=":0" /> Bis heute sind hier Ärzte niedergelassen.
1982 richtete Götz in dem Gebäude zwei Arztpraxen (u.a. Dr. Jürgen Wauschkuhn, vorher [[Am Markt 57]]) ein.<ref name=":0" /> Bis heute sind hier Ärzte niedergelassen.


==Galerie==
==Galerie==

Version vom 4. März 2024, 07:48 Uhr

Süderhaus (Blaue Pforte)

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Basisdaten
Entstehungszeit vor 1595
Erbauer unbekannt
Bauweise Steinbau
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Am Markt 19-20

26506 Norden

Das Süderhaus ist ein denkmalgeschütztes Gebäude am südlichen Marktplatz. Der Name des Gebäudes, das auch als Blaue Pforte bekannt ist, leitet sich von dieser südlichen Lage ab. Das Norder Süderhaus darf nicht mit dem Hof Süderhaus und dem Süder-Hauß, beide in Ostermarsch, verwechselt werden.

Geschichte

Der Name Blaue Pforte leitete sich von einer östlich des Hauses stehenden Pforte ab, dessen tatsächliche Farbe jedoch nicht überliefert ist.[1] Hinter der Pforte führte eine Lohne bis zur Kirchstraße.[2] Ursprünglich gehörte diese Pforte wohl zur Olde Borg und war dessen Eingangstor.[3]

Das giebelständige Hauptgebäude (linker Teil) stammt aus dem 16. Jahrhundert, erstmalig wird der einstige Bürgermeister von Norden, Dr. Hayo Loringa, als Eigentümer in einer Urkunde aus dem Jahr 1595 genannt.[4] Laut Kellerkataster, welches 1999 in Norden am Norder Marktplatz durchgeführt wurde, wurde der Keller dieses Hauses im Zeitraum zwischen der Mitte des 16. Jahrhunderts und dem frühen 17. Jahrhundert erbaut.[1]

In der Zeit um 1704 gehörte das Land Adolf Moritz von Schleppegrell, einem Drosten aus einem Uradelsgeschlecht aus dem Raum Lüneburg. Dieser war durch Heirat mit einer Anna Dorothea Loringa in den Besitz des Hauses (und auch der Osterburg) gekommen.[5] Aus einem Vertrag von 1755 geht hervor, dass das Anwesen adelig frei war. Das bedeutet, dass es praktisch frei von Abgaben war, aber zu bestimmten Anlässen (z.B. Hochzeiten und Trauerfälle) am Hofe in Aurich Ritterdienste leisten musste.[1]

In der Anfangszeit des 1929 gegründeten Meliorationsverbandes diente ein gemieteter Raum in dem Gebäude als Verbandsbüro.[6] Später übernahm der benachbarte, im Elefantenhaus ansässige Soltau Kurier das Gebäude zur Erweiterung seiner Produktionsflächen, ehe dieser in das Gewerbegebiet Leegemoor zog und beide Gebäude im Dezember 1981 an Anton Götz verkaufte.[7][8] Zeitweise, mindestens in der Zeit um 1950, befand sich hier (Nr. 20) zudem der Sitz des Landwirtschaftlichen Hauptvereins für Ostfriesland.[9]

1982 richtete Götz in dem Gebäude zwei Arztpraxen (u.a. Dr. Jürgen Wauschkuhn, vorher Am Markt 57) ein.[1] Bis heute sind hier Ärzte niedergelassen.

Galerie

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Schreiber, Gretje (2011): Historische Flurnamensammlung der Ostfriesischen Landschaft, Nr. 88303
  2. StAA, Rep. 236, Bd. 150-155
  3. Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 129
  4. Pühl, Eberhard (2007): Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland. Backsteinbauten des 15. bis 19. Jahrhunderts, Oldenburg, S. 167
  5. Schreiber, Gretje (1994): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 68ff.
  6. Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 93
  7. Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 118
  8. 75 Jahre Anton Götz (Beilage zum Ostfriesischen Kurier)
  9. Adressbuch von 1950/1951, S. 21

Siehe auch