Radfahrverein Frisia: Unterschied zwischen den Versionen
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Untrennbar mit der Entstehung des Radfahrvereins ist der Norder Kraftfahrzeugpionier [[Carl Freese]], der mit seinen Brüdern einen [[Gebrüder Freese|Fahrzeughandel]] in der [[Westerstraße]] betrieb. Freese gewann mehrere Rennen und war als begeisterter Rennradfahrer auch beim Aufbau des Radfahrvereins ''Frisia'' maßgeblich beteiligt. Das Gründungsjahr ist nicht eindeutig belegt, nach Recherchen von [[Ihno Ocken]] ist jedoch das Jahr 1894 anzunehmen. In jedem Fall erfolgte die Gründung vor 1895, als das ''1. Große Radfahrer-Fest'' veranstaltet wurde, zu dessen Anlass die [[Stadt Norden]] in ein festliches Gewand gehüllt war.<ref name=":0">Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 15</ref> | Untrennbar mit der Entstehung des Radfahrvereins ist der Norder Kraftfahrzeugpionier [[Carl Freese]], der mit seinen Brüdern einen [[Gebrüder Freese|Fahrzeughandel]] in der [[Westerstraße]] betrieb. Freese gewann mehrere Rennen und war als begeisterter Rennradfahrer auch beim Aufbau des Radfahrvereins ''Frisia'' maßgeblich beteiligt. Das Gründungsjahr ist nicht eindeutig belegt, nach Recherchen von [[Ihno Ocken]] ist jedoch das Jahr 1894 anzunehmen. In jedem Fall erfolgte die Gründung vor 1895, als das ''1. Große Radfahrer-Fest'' veranstaltet wurde, zu dessen Anlass die [[Stadt Norden]] in ein festliches Gewand gehüllt war.<ref name=":0">Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 15</ref> | ||
Am 26. Juli 1896 folgte das zweite Turnier dieser Art. Am 4. Oktober 1908 veranstaltete der Verein das nunmehr 4. Große Radfahrer-Fest. Während man beim zweiten noch nach Grimersum radelte, diente nun die Strecke Norden-Aurich-Norden als Ziel, begonnen an [[Heerstraße]]. Neben dem Rennradfahren beschäftigte sich der Verein auch mit dem Kunstfahren. Die Übungsstunden hierzu wurden zunächst im [[Walterscher Saal|''Walterschen Saal'']] in [[Ekel]] abgehalten, dann im Saal des ''[[Hotel Frisia]]''.<ref name=":0" /> | Am 26. Juli 1896 folgte das zweite Turnier dieser Art. Am 4. Oktober 1908 veranstaltete der Verein das nunmehr 4. Große Radfahrer-Fest. Während man beim zweiten noch nach Grimersum radelte, diente nun die Strecke Norden-Aurich-Norden als Ziel, begonnen an der [[Heerstraße|Lütetsburger Chaussee]]. Neben dem Rennradfahren beschäftigte sich der Verein auch mit dem Kunstfahren. Die Übungsstunden hierzu wurden zunächst im [[Walterscher Saal|''Walterschen Saal'']] in [[Ekel]] abgehalten, dann im Saal des ''[[Hotel Frisia]]''.<ref name=":0" /> | ||
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Version vom 29. Dezember 2021, 13:00 Uhr
Radfahrverein Frisia | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Gründung | 1894 |
| Auflösung | um 1915 |
| Rechtsform | eingetragener Verein (e.V.) |
| Hauptsitz | unbekannt |
Der Radfahrverein Frisia war ein bürgerlicher Radsportverein. Sein Pendant der Arbeiterschicht war der Radfahrverein Frisch Auf.[1]
Geschichte
Untrennbar mit der Entstehung des Radfahrvereins ist der Norder Kraftfahrzeugpionier Carl Freese, der mit seinen Brüdern einen Fahrzeughandel in der Westerstraße betrieb. Freese gewann mehrere Rennen und war als begeisterter Rennradfahrer auch beim Aufbau des Radfahrvereins Frisia maßgeblich beteiligt. Das Gründungsjahr ist nicht eindeutig belegt, nach Recherchen von Ihno Ocken ist jedoch das Jahr 1894 anzunehmen. In jedem Fall erfolgte die Gründung vor 1895, als das 1. Große Radfahrer-Fest veranstaltet wurde, zu dessen Anlass die Stadt Norden in ein festliches Gewand gehüllt war.[2]
Am 26. Juli 1896 folgte das zweite Turnier dieser Art. Am 4. Oktober 1908 veranstaltete der Verein das nunmehr 4. Große Radfahrer-Fest. Während man beim zweiten noch nach Grimersum radelte, diente nun die Strecke Norden-Aurich-Norden als Ziel, begonnen an der Lütetsburger Chaussee. Neben dem Rennradfahren beschäftigte sich der Verein auch mit dem Kunstfahren. Die Übungsstunden hierzu wurden zunächst im Walterschen Saal in Ekel abgehalten, dann im Saal des Hotel Frisia.[2]
Während des Ersten Weltkriegs ist der Verein vermutlich infolge der damaligen Zeitverhältnisse eingegangen.[2]