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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Durch stetes Bevölkerungswachstum wurde im 19. Jahrhundert ein neuer Friedhof notwendig, der [[Alter Friedhof|alte Friedhof]] in der Innenstadt kam an seine Kapazitäten. | Durch stetes Bevölkerungswachstum wurde im 19. Jahrhundert ein neuer Friedhof notwendig, der [[Alter Friedhof|alte Friedhof]] in der Innenstadt kam an seine Kapazitäten. Es sollen hier im Laufe der Jahrhunderte rund 9.000 Menschen beerdigt worden sein. Die letzte Tote, die zweieinhalbjährige [[Anna Rose|Anna Maria Foline Rose]], wurde am 30.4.1879 um 18:00 Uhr auf dem Alten Friedhof bestattet.<ref>[https://www.norden-ludgeri.de/Ludgerikirche/Kirchenfuehrung/Alter-Friedhof Beschreibung des Alten Friedhofs], abgerufen am 1. März 2021</ref> | ||
Gegen Ende der 1870er Jahre wählte man eine als geeignet angesehene Fläche in [[Ostlintel]] auf den Landen des [[Gasthaus|Gasthauses]] bzw. des [[Kloster Marienthal|alten Klosters]], damals noch Teil der [[Sandbauerschaft]]. Hier befand sich bereits seit dem 16. Jahrhundert der [[Jüdischer Friedhof|Judenfriedhof]]. Seit 1900 gehörte die Fläche zum Stadtgebiet.<ref>[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamenkarte Historische Flurnamensammlung] der Ostfriesischen Landschaft</ref> Die Fläche war groß genug, um hier einen weitläufigen Friedhof anzulegen. | Gegen Ende der 1870er Jahre wählte man eine als geeignet angesehene Fläche in [[Ostlintel]] auf den Landen des [[Gasthaus|Gasthauses]] bzw. des [[Kloster Marienthal|alten Klosters]], damals noch Teil der [[Sandbauerschaft]]. Hier befand sich bereits seit dem 16. Jahrhundert der [[Jüdischer Friedhof|Judenfriedhof]]. Seit 1900 gehörte die Fläche zum Stadtgebiet.<ref>[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamenkarte Historische Flurnamensammlung] der Ostfriesischen Landschaft</ref> Die Fläche war groß genug, um hier einen weitläufigen Friedhof anzulegen. | ||
Für die Trauerandachten erbaute man eine Kapelle, neben der eine Dienstwohnung für den Friedhofswärter angelegt wurde. In einigen Metern Entfernung wurde eine Leichenhalle erbaut. Heute befindet sich diese unmittelbar in dem vorgenannten Gebäudekomplex. Da auch der neue Friedhof bald zu klein wurde, erweiterte man ihn um weitere Flächen in nördlicher Richtung, entlang des [[Kiefernweg|Kiefernwegs]] und des [[Barenbuscher Weg|Barenbuscher Wegs]]. Bei Bedarf kann diese neue Erweiterungsfläche um weitere 5.000 bis 6.000 qm in nördliche Richtung anwachsen. Hier wird eine Grünfläche für diesen Fall vorgehalten. Die Glocke wird mittlerweile elektronisch bedient und liegt in der nördlichen Hälfte des originären Friedhofs. | |||
Grob unterteilt wird der Friedhof in einen regulären Bereich, einen kleinen Soldatenfriedhof, einen Kinderfriedhof sowie mehrere Flächen für Urnen- und Wiesengräber, die sich vor allem auf der nördlichen Erweiterungsfläche befinden. | |||
==Trivia== | |||
Umgangssprachlich wird manchmal auch der ursprüngliche Teil des neuen Friedhofs als "alter Friedhof" bezeichnet, was mitunter zu Verwechslungen mit dem "eigentlichen" [[Alter Friedhof|alten Friedhof]] führt. | |||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||
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Version vom 1. März 2021, 11:06 Uhr
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| Basisdaten | |||||||||
| Kategorie | Orte in Ostlintel | ||||||||
| Stadtteil/-viertel | Norden | ||||||||
| Genaue Lage | Samson-Allee
26506 Norden | ||||||||
Der Neue Friedhof befindet sich rund um die heutigen Straßenzüge Am Zingel, Eselspfad, Vor dem Friedhof, Kiefernweg und Barenbuscher Weg. Er löste 1879 den alten Friedhof am Marktplatz ab. Zunächst noch auf dem Gebiet der Norder Umlandgemeinde Sandbauerschaft, gehörte die Fläche ab 1900 unmittelbar zum Stadtgebiet. Aufgrund seiner parkähnlichen Anlage wird er auch als "Parkfriedhof" bezeichnet.
Geschichte
Durch stetes Bevölkerungswachstum wurde im 19. Jahrhundert ein neuer Friedhof notwendig, der alte Friedhof in der Innenstadt kam an seine Kapazitäten. Es sollen hier im Laufe der Jahrhunderte rund 9.000 Menschen beerdigt worden sein. Die letzte Tote, die zweieinhalbjährige Anna Maria Foline Rose, wurde am 30.4.1879 um 18:00 Uhr auf dem Alten Friedhof bestattet.[1]
Gegen Ende der 1870er Jahre wählte man eine als geeignet angesehene Fläche in Ostlintel auf den Landen des Gasthauses bzw. des alten Klosters, damals noch Teil der Sandbauerschaft. Hier befand sich bereits seit dem 16. Jahrhundert der Judenfriedhof. Seit 1900 gehörte die Fläche zum Stadtgebiet.[2] Die Fläche war groß genug, um hier einen weitläufigen Friedhof anzulegen.
Für die Trauerandachten erbaute man eine Kapelle, neben der eine Dienstwohnung für den Friedhofswärter angelegt wurde. In einigen Metern Entfernung wurde eine Leichenhalle erbaut. Heute befindet sich diese unmittelbar in dem vorgenannten Gebäudekomplex. Da auch der neue Friedhof bald zu klein wurde, erweiterte man ihn um weitere Flächen in nördlicher Richtung, entlang des Kiefernwegs und des Barenbuscher Wegs. Bei Bedarf kann diese neue Erweiterungsfläche um weitere 5.000 bis 6.000 qm in nördliche Richtung anwachsen. Hier wird eine Grünfläche für diesen Fall vorgehalten. Die Glocke wird mittlerweile elektronisch bedient und liegt in der nördlichen Hälfte des originären Friedhofs.
Grob unterteilt wird der Friedhof in einen regulären Bereich, einen kleinen Soldatenfriedhof, einen Kinderfriedhof sowie mehrere Flächen für Urnen- und Wiesengräber, die sich vor allem auf der nördlichen Erweiterungsfläche befinden.
Trivia
Umgangssprachlich wird manchmal auch der ursprüngliche Teil des neuen Friedhofs als "alter Friedhof" bezeichnet, was mitunter zu Verwechslungen mit dem "eigentlichen" alten Friedhof führt.
Einzelnachweise
- ↑ Beschreibung des Alten Friedhofs, abgerufen am 1. März 2021
- ↑ Historische Flurnamensammlung der Ostfriesischen Landschaft