Behelfsheime Bargebur: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Datei:Bargebur Behelfsheime unbekanntes Datum (1101343) MZ.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1960.
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Datei:Bargebur Behelfsheime unbekanntes Datum (1400295) MZ.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1960.
Datei:Bargebur Behelfsheime unbekanntes Datum (1400295) MZ.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1960.
Datei:Heerstraße 10 - Birkenhof - 12092021.jpg|Das Gelände gehört heute zur [[Behindertenhilfe Norden]], die hier eine Werkstatt betreibt - Aufnahme vom 12. September 2021.
Datei:Heerstraße 10 - Birkenhof - 12092021.jpg|Das Gelände gehört heute zur [[Behindertenhilfe Norden]], die hier eine Gärtnerei betreibt - Aufnahme vom 12. September 2021.
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Version vom 12. September 2022, 14:10 Uhr

Behelfsheime Bargebur

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Basisdaten
Kategorie Orte in Bargebur
Stadtteil/-viertel Bargebur
Genaue Lage östllich der Heffdammstraße

und nördlich der Heerstraße

Die Behelfsheime in Bargebur waren ein Lager aus hölzernen und steinernen Notunterkünften, die ab 1944 für die stetig steigende Zahl von Ausgebombten, insbesondere aus der Stadt Emden, errichtet wurden.[1] Es befand sich hauptsächlich auf dem Grund der heutigen Gärtnerei der Behindertenhilfe Norden.[2] Zu dieser Zeit wurde das spätere Vertriebenenlager Tidofeld noch militärisch genutzt und auch weitere Unterkünfte standen mit dem Fortschreiten des Krieges kaum mehr zur Verfügung.

Erbaut wurden die Gebäude vom Deutschen Wohnungshilfswerk, das am 7. September 1943 durch einen Erlass Hitlers eingerichtet wurde. Deutschlandweit sollten unter der Leitung von Robert Ley als Chef der Deutschen Arbeitsfront mehrere Millionen einfachster Wohnungen entstehen, um Luftkriegsgeschädigten zumindest ein einfaches Dach über dem Kopf gewähren zu können. Beim Bau dieser Unterkünfte kamen wohl vor allem auch Kriegsgefangene als Arbeitskräfte zum Einsatz, die die industriell vorgefertigten Gebäude vor Ort zusammenbauten.[3] Insgesamt wurden in Bargebur ab Sommer 1944 18 Baracken bzw. Behelfsheime errichtet.[4] Sie bestanden einheitlich aus einer Wohnküche, einer Kammer und einem Windfang sowie einem Abstellraum und einem Trockenabort.[5]

Ab Ostern 1953 wurden die bis dahin in den Norder Schulen unterrichteten Kinder in die Gelbe Schule nach Lütetsburg umgeschult.[6] Mit dem niedersächsischen Barackenräumungsprogramm ab 1958 verschwanden die letzten Baracken.

Trivia

Historisch befand sich auf dem Grund der Heimstätten bzw. in unmittelbarer Umgebung wahrscheinlich die Pibenburg, woraufhin lange Zeit der - nun trockengelegte - Pibenkolk ein deutlicher Hinweis ist.

Galerie

Einzelnachweise

  1. Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 11
  2. Zeitzeugenbefragung vom 20. Februar 2022
  3. Wikipedia-Artikel über das Deutsche Wohnungshilfswerk, abgerufen am 21. Februar 2022
  4. Adessbuch von 1950/1951, S. 108f.
  5. Haddinga, Johann (1995): Kriegsalltag in Ostfriesland, Norden, S. 150
  6. Chronik der Gemeinde Lütetsburg, abgerufen am 21. Februar 2022

Siehe auch