Meint Janssen: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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'''Meint Janssen''' (* in Loppersum; † unbekannt) wurde im Mai 1945 zum ersten [[Landrat]] des [[Landkreis Norden]] in der Nachkriegszeit berufen. Das Amt hatte er nur bis zum November des Jahres inne, ehe die Briten [[Wessel Georg Nordbeck|Dr. Wessel Nordbeck]] einsetzten. Da Janssen den Briten jedoch als Inbegriff eines deutschen, nationalsozialistisch unbelasteten Beamten galt, wurde er zum [[Oberkreisdirektor]] ernannt. Die Wertschätzung der Besatzer ging soweit, dass der britische Oberbefehlshaber für den Landkreis Norden, Oberstleutnant Mackay, ihn als den ''"bei weitem am höchsten geachtete deutsche Beamte"''.<ref name=":0">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 55</ref>
'''Meint Janssen''' (* in Loppersum; † unbekannt) wurde am 13. Mai 1945 zum ersten [[Landrat]] des [[Landkreis Norden]] in der Nachkriegszeit berufen.<ref name=":1">Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 381</ref> Das Amt hatte er nur bis zum November des Jahres inne, ehe die Briten [[Wessel Georg Nordbeck|Dr. Wessel Nordbeck]] einsetzten. Da Janssen den Briten jedoch als Inbegriff eines deutschen, nationalsozialistisch unbelasteten Beamten galt, wurde er zum [[Oberkreisdirektor]] ernannt. Die Wertschätzung der Besatzer ging soweit, dass der britische Oberbefehlshaber für den Landkreis Norden, Oberstleutnant Mackay, ihn als den ''"bei weitem am höchsten geachtete deutsche Beamte"''.<ref name=":0">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 55</ref>


Bereits während des [[Zweiter Weltkrieg|Kriegs]] war Janssen als Stellvertreter der zu dieser Zeit amtierenden Landräte tätig und galt deshalb und aufgrund seiner bisherigen Dienstzeit in der öffentlichen Verwaltung als sehr erfahren.<ref name=":0" /> 1958 erkrankte er jedoch, sodass er ab Januar 1959 von [[Ihno Alberts]] vertreten wurde. Dieser wurde schließlich nach Janssens gesundheitlichem Rücktritt am 28. März 1960 zum Nachfolger ernannt.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Alberts_Ihno.pdf Weßels, Paul (2001): Biographie des Ihno Alberts], veröffentlicht in der Personendatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref>
Bereits während des [[Zweiter Weltkrieg|Kriegs]] war Janssen seit 1943 als Stellvertreter der zu dieser Zeit amtierenden Landräte tätig und galt deshalb und aufgrund seiner bisherigen Dienstzeit in der öffentlichen Verwaltung als sehr erfahren.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> 1958 erkrankte er jedoch, sodass er ab Januar 1959 von [[Ihno Alberts]] vertreten wurde. Dieser wurde schließlich nach Janssens gesundheitlichem Rücktritt am 28. März 1960 zum Nachfolger ernannt.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Alberts_Ihno.pdf Weßels, Paul (2001): Biographie des Ihno Alberts], veröffentlicht in der Personendatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref>


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Aktuelle Version vom 20. Mai 2022, 22:04 Uhr

Meint Janssen (* in Loppersum; † unbekannt) wurde am 13. Mai 1945 zum ersten Landrat des Landkreis Norden in der Nachkriegszeit berufen.[1] Das Amt hatte er nur bis zum November des Jahres inne, ehe die Briten Dr. Wessel Nordbeck einsetzten. Da Janssen den Briten jedoch als Inbegriff eines deutschen, nationalsozialistisch unbelasteten Beamten galt, wurde er zum Oberkreisdirektor ernannt. Die Wertschätzung der Besatzer ging soweit, dass der britische Oberbefehlshaber für den Landkreis Norden, Oberstleutnant Mackay, ihn als den "bei weitem am höchsten geachtete deutsche Beamte".[2]

Bereits während des Kriegs war Janssen seit 1943 als Stellvertreter der zu dieser Zeit amtierenden Landräte tätig und galt deshalb und aufgrund seiner bisherigen Dienstzeit in der öffentlichen Verwaltung als sehr erfahren.[2][1] 1958 erkrankte er jedoch, sodass er ab Januar 1959 von Ihno Alberts vertreten wurde. Dieser wurde schließlich nach Janssens gesundheitlichem Rücktritt am 28. März 1960 zum Nachfolger ernannt.[3]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 381
  2. 2,0 2,1 Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 55
  3. Weßels, Paul (2001): Biographie des Ihno Alberts, veröffentlicht in der Personendatenbank der Ostfriesischen Landschaft

Siehe auch