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Version vom 20. Mai 2022, 04:08 Uhr
Osterloog | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Kategorie | Orte in Norddeich |
| Stadtteil/-viertel | Norddeich |
| Genaue Lage | Osterlooger Weg
26506 Norden |
Osterloog war einst eine Ortschaft bzw. ein (Doppel-)Gehöft in der Gemeinde Lintelermarsch (heute Norddeich). Zum Hof gehörten 46 Diemat Land, die einst im Besitz des Klosters Marienthal waren. Der Name bedeutet sinngemäß übersetzt "Ostdorf" (Loog = Dorf). Als Pendant kann das etwas weiter westlich gelegene Westerloog gesehen werden.[1]
Geschichte
Erstmalig erwähnt wird Osterloog als "Osterloch" in 1589. Die heutige Schreibweise ist seit 1755 belegt. Osterloog ist nicht zu verwechseln mit dem Osterlooger Grashaus, einem nahegelegenen Hof.[2]
Nördlich von Osterloog befand sich einst die Osterlooger Schule und noch etwas weiter nördlich eine Sendemaststation von Norddeich Radio. Heute befinden sich auf dem ehemaligen Sendemastgelände ökologische Ausgleichsflächen, die nach dem Bau der Umgehungsstraße angelegt wurden. In den Gebäuden der ehemaligen Sendestation befindet sich heute das Waloseum, eine Ausstellung der Seehundstation über Wale.
Laut amtlicher Aufzeichnungen des Königreichs Hannovers, zu dem Ostfriesland einst gehörte, sollen hier im Jahr 1848 insgesamt 24 Personen in drei Häusern gewohnt haben. Dies ergibt eine durchschnittliche Haushaltsgröße von acht Personen.[3] Der überwiegende Teil der Bewohner war in der Landwirtschaft, der geringere Teil als Deicharbeiter oder in der Wattfischerei beschäftigt.[4]
Am 14. August 1927 gegen 21:30 Uhr konnten die Einwohner Osterloogs das Luftschiff "Bremen" beobachten, das aus der Nähe von Berlin nach Amerika unterwegs war.[5]
Ab dem 3. Oktober 1939 werden mehrere Soldaten der Flakbatterie beim Sender Osterloog in den Höfen der Umgebung sowie dem nahen Schulgebäude einquartiert.[6]
Einzelnachweise
- ↑ Schreiber, Gretje (2009): Die Höfe in der Lintelermarsch, in: Heim und Herd, Beilage zum Ostfriesischen Kurier, Nr. 4, S. 16
- ↑ Beschreibung der Lintelermarsch in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft
- ↑ Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848
- ↑ Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 59
- ↑ Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 64
- ↑ Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 65