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Die Straße, deren Verlauf zuerst im [[Vermessungsplan der Stadt Norden von 1858]] genau ersichtlich ist, wird als alter Weg wohl bereits seit Jahrhunderten verwendet und ist als ebenfalls auf der preußischen Grundkarte von ca. 1895 verzeichnet.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Durch seine Lage am Rande der Norder Geestinsel handelt es sich beim Heitsweg um eine Sandstraße, eine Befestigung kann erst für Mitte des 20. Jahrhundert angenommen werden. Zuvor befanden sich der schmale, gepflasterte Gehweg an der Ostseite, die Strommasten an der Westseite des Heitswegs. Einige der aus der mutmaßlichen Erschließungszeit stammenden, noch vorhandenen Häuser wurden in lockerer Bebauungsweise wahrscheinlich in der Zeit um 1900 errichtet, bis in die 1970er Jahre wurden die Baulücken schließlich nach und nach geschlossen. 1990 wurde der letzte, verfallene landwirtschaftliche Hof am Heitsweg nahe der Abzweigung zum [[Wiesenweg]] abgerissen. | Die Straße, deren Verlauf zuerst im [[Vermessungsplan der Stadt Norden von 1858]] genau ersichtlich ist, wird als alter Weg wohl bereits seit Jahrhunderten verwendet und ist als ebenfalls auf der preußischen Grundkarte von ca. 1895 verzeichnet.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Auch aus dem Adressbuch der [[Sandbauerschaft]] von 1912 geht die Bezeichnung ''Heitsweg'' als offizieller Name dieser Straße hervor.<ref>Lottmann, Elfriede (1998): ''Fast vergessen: Die Sandbauerschaft.'' In: ''Heim und Herd'' im Ostfriesischen Kurier (April 1998)</ref> | ||
Durch seine Lage am Rande der Norder Geestinsel handelt es sich beim Heitsweg um eine Sandstraße, eine Befestigung kann erst für Mitte des 20. Jahrhundert angenommen werden. Zuvor befanden sich der schmale, gepflasterte Gehweg an der Ostseite, die Strommasten an der Westseite des Heitswegs. Einige der aus der mutmaßlichen Erschließungszeit stammenden, noch vorhandenen Häuser wurden in lockerer Bebauungsweise wahrscheinlich in der Zeit um 1900 errichtet, bis in die 1970er Jahre wurden die Baulücken schließlich nach und nach geschlossen. 1990 wurde der letzte, verfallene landwirtschaftliche Hof am Heitsweg nahe der Abzweigung zum [[Wiesenweg]] abgerissen. | |||
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Datei:Heitsweg 1928.jpg|Heitsweg um 1930 als Sandstraße, Blick nach Nordwest zur Schulstraße. | Datei:Heitsweg 1928.jpg|Heitsweg um 1930 als Sandstraße, Blick nach Nordwest zur Schulstraße. | ||
Datei:1858 heitsweg.jpg|Der Heitsweg auf dem Stadtplan von 1858, rot markiert. | Datei:1858 heitsweg.jpg|Der Heitsweg auf dem Stadtplan von 1858, rot markiert. | ||
Datei:Ekeler Weg Heitsweg Onkel Mollau undatierte Aufnahme 02.jpg|Heitsweg, Ecke [[Schulstraße]] mit ''Onkel Mollau'' (undatierte Aufnahme). | |||
Datei:Hof am Heitsweg.jpg|Hofstelle am Heitsweg, um 1980. | Datei:Hof am Heitsweg.jpg|Hofstelle am Heitsweg, um 1980. | ||
Datei:Heitsweg 1981 01.jpg|An der Kreuzung zur [[Osterstraße]] (1981). | |||
Datei:Heitsweg Hof 1990.jpg|Letzter verfallener Hof, 1990. Zuletzt im Besitz der Familie Bartmann. | Datei:Heitsweg Hof 1990.jpg|Letzter verfallener Hof, 1990. Zuletzt im Besitz der Familie Bartmann. | ||
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Aktuelle Version vom 25. Oktober 2024, 08:19 Uhr
Heitsweg | |
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| Basisdaten | |
| Stadtteil/-viertel | Ekel |
| Erschließungsjahr | vor 1895 |
| Namensgebung | vor 1895 |
| Historische Namen | keine |

Der Heitsweg ist eine Gemeindestraße in Ekel. Die Straße grenzt nördlich an die Schulstraße bzw. den Ekeler Weg, wo sie an dieser Kreuzung auch nördlich auf den Looger Weg trifft. Südlich grenzt der Heitsweg an die Osterstraße. Westliche Nebenstraße sind der Lange Pfad sowie der Wiesenweg. Über eine Lohne in der südlichen Hälfte der Straße kann man auch gen Osten zur Schützenstraße gelangen.
Geschichte
Herkunft des Namens
Der Straßenname, der ausschließlich an dieser Stelle vorkommt, geht höchstwahrscheinlich auf den schon in frühen Zeiten seltenen altfriesischen Vornamen Heit oder Heitet zurück (zur Herleitung vgl. Lütet, Namensgeber von Lütetsburg, niederdeutsch Lütsborg oder Lützborg). Wie genau die angenommene Person eines Heit im Zusammenhang mit der Straße stand, kann nicht mehr nachvollzogen werden, vermutlich handelte es sich um den Besitzer einer Hofstelle oder des Weidelandes.
Entwicklung
Die Straße, deren Verlauf zuerst im Vermessungsplan der Stadt Norden von 1858 genau ersichtlich ist, wird als alter Weg wohl bereits seit Jahrhunderten verwendet und ist als ebenfalls auf der preußischen Grundkarte von ca. 1895 verzeichnet.[1] Auch aus dem Adressbuch der Sandbauerschaft von 1912 geht die Bezeichnung Heitsweg als offizieller Name dieser Straße hervor.[2]
Durch seine Lage am Rande der Norder Geestinsel handelt es sich beim Heitsweg um eine Sandstraße, eine Befestigung kann erst für Mitte des 20. Jahrhundert angenommen werden. Zuvor befanden sich der schmale, gepflasterte Gehweg an der Ostseite, die Strommasten an der Westseite des Heitswegs. Einige der aus der mutmaßlichen Erschließungszeit stammenden, noch vorhandenen Häuser wurden in lockerer Bebauungsweise wahrscheinlich in der Zeit um 1900 errichtet, bis in die 1970er Jahre wurden die Baulücken schließlich nach und nach geschlossen. 1990 wurde der letzte, verfallene landwirtschaftliche Hof am Heitsweg nahe der Abzweigung zum Wiesenweg abgerissen.
Gebäude und Plätze
Ursprünglich ein sandiger Feldweg mit vereinzelten Bauernhöfen, wurden um 1900 bereits Einfamilienhäuser vorwiegend im südlichen Teil errichtet. Das ländliche Gepräge behielt die Umgebung bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Höfe wurden seitdem nach und nach abgetragen, das Land zu Bauland umgewidmet. Der Heitsweg besteht heute überwiegend aus Einfamilienhäusern in geschlossener Bebauung. Ungefähr an der Ecke zur Osterstraße befindet sich einer der beiden Parkplätze der Oberschule. Das Gelände der Schule liegt zwischen dem westlichen Bereich des Heitsweg zwischen Osterstraße und Wiesenweg.
Galerie
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Heitsweg um 1930 als Sandstraße, Blick nach Nordwest zur Schulstraße.
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Der Heitsweg auf dem Stadtplan von 1858, rot markiert.
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Heitsweg, Ecke Schulstraße mit Onkel Mollau (undatierte Aufnahme).
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Hofstelle am Heitsweg, um 1980.
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An der Kreuzung zur Osterstraße (1981).
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Letzter verfallener Hof, 1990. Zuletzt im Besitz der Familie Bartmann.