Fräuleinshof (Straße): Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Fräuleinshof ist eine [[Gemeindestraße]] in Norden und liegt im Stadtviertel [[Norden (Stadtteil) | Norden]].  
'''Fräuleinshof''' ist eine [[Gemeindestraße]] in [[Norden (Stadtteil) |Norden]]. Die Straße grenzt nordöstlich an die [[Norddeicher Straße]] bzw. [[Am Markt]] und im Südwesten an einer Kreuzung an den [[Mühlenweg]] sowie die Straßen [[Ruthörn]] und [[Posthalterslohne]]. Nordwestlich schließt sich die [[Landratslohne]] an, südöstlich die [[Bührmannslohne]].
 
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==Geschichte==
===Herkunft des Namens===
Namensgebend ist die unmittelbare Lage der Straße am [[Fräuleinshof]].


== Geschichte ==
===Entwicklung===
Die Straße existierte wohl schon lange vor dem [[Kloster Norden]], das hier um 1264 errichtet wurde. Vor dem Kloster soll sich hier nämlich die Münzprägeanstalt des [[Norderland|Norderlands]] befunden haben.


=== Herkunft des Namens ===
==Gebäude und Plätze==
Namensgebend ist die unmittelbare Lage der Straße am gleichnamigen [[Fräuleinshof]].
Geprägt wird das Stadtbild durch den Park des [[Fräuleinshof|Fräuleinshofs]], einem Überbleibsel des früheren [[Kloster Norden]]. Neben einigen Wohnhäusern befinden sich rundherum das [[Ulrichsgymnasium]], das [[Amtsgericht Norden|Norder Amtsgericht]] sowie einige Außenstellen des Landkreis Aurich, darunter das Sozialamt. Bis 1977 befand sich hier der Hauptsitz des [[Landkreis Norden |Landkreises Norden]]. Früher befand sich am Fräuleinshof auch eine [[Kinderbewahranstalt]], eine Art früher Vorläufer eines Kindergartens.


=== Entwicklung ===
Spätestens seit 1542 gab es am Fräuleinshof zudem eine Ölmühle, die sich im Besitz der ostfriesischen Herrscher befand.<ref>Rack, Eberhard (1982): Up Leegemoors Wohlfahrt, Norden, S. 24</ref><ref name=":0">Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 79</ref> Demnach handelte es sich um eine [[Rossmühle]].<ref name=":1">Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 122</ref> Weitere Erwähnungen dieser Mühle finden sich noch in den Jahren 1555, 1558, 1561 sowie 1731.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> Zwischen 1731 und 1746 wurde sie schließlich wegen Baufälligkeit aufgegeben.<ref name=":1" />
Das Areal und der Straßenzug gehörte einst zum Dominikanerkloster. Ein an der Nordseite stehendes Gebäude richtete sich Graf Enno II. nach der Säkularisation als Residenz ein, das aber 1531 von Junker Balthasar von Esens gebrandschatzt wurde. Das Kloster samt Residenz fiel zum Opfer. Der jetzige Fräuleinshof wurde 1554 auch "broder kerkhoff" genannt und 1587 wird er erstmals als "Frowkens Hoff" erwähnt. Nach Darstellung des ostfriesischen Hofpredigers Bertram soll der Name "vermutlich daher rühren, weil die verwitwete Prinzessin Catharina von Schweden nebst ihren Töchtern nach dem Tode ihres Gemahls Edzard II. allhier eine Zeit residieret. Doch die verwitwete Gräfin hat ihren Witwenstand erst nach 1599 antreten können." Andererseits liest man immer wieder, dass Graf Enno dort seine Schwestern wohnen ließ und in Erinnerung der beiden Fräuleins sei der Name "Fräuleinshof" entstanden. Von Theda weiß man, dass sie 1563 an einem Schlaganfall starb und auch ihre Schwester Armgard, die mit ihr im Kloster Marienthal erzogen wurde, starb 1558 unverheiratet.<ref>Schreiber, Gretje (2000): Norder Häuser, Bewohner Fräuleinshof, Ruthörn und Norddeicher Straße (I), in: Ostfriesischer Kurier 30. September 2000, S. 51.</ref>


== Gebäude und Plätze ==
==Galerie==
Geprägt wird das Stadtbild durch den Park des Fräuleinshofs. Neben einigen Wohnhäusern befinden sich rundherum das [[Ulrichsgymnasium]], das [[Amtsgericht]] sowie einige Außenstellen des Landkreis Aurich, darunter das Sozialamt.
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Datei:Fräuleinshof 3 - 09032014.jpg|Fräuleinshof 3 - Aufnahme vom 9. März 2014.
Datei:Fräuleinshof 7 - 21032010.jpg|Fräuleinshof 7 - Aufnahme vom 21. März 2010.
Datei:Fräuleinshof 9A - 01062009.jpg|Fräuleinshof 9A, kurz vor dem Abriss - Aufnahme vom 1. Juni 2009.
Datei:Fräuleinshof - Neubau Haus Nr. 9 A - 13062010.jpg|Neubau Gebäude Nr. 9A - Aufnahme vom 13. Juni 2010.
Datei:Fräuleinshof 12 - Vor Umbau - 03102003.jpg|Fräuleinshof 12, vor dem Umbau - Aufnahme vom 3. Oktober 2003.
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== Einzelnachweise ==
==Einzelnachweise==
<references/>
<references/>


== Siehe auch ==
==Siehe auch==
*[[Liste der Straßen in Norden]]
*[[Liste der Straßen in Norden]]
*[[Fräuleinshof]]
*[[Fräuleinshof]]

Aktuelle Version vom 28. August 2022, 11:36 Uhr

Fräuleinshof

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Basisdaten
Stadtteil/-viertel Norden
Erschließungsjahr vor 1264
Namensgebung 1587
Historische Namen keine

Fräuleinshof ist eine Gemeindestraße in Norden. Die Straße grenzt nordöstlich an die Norddeicher Straße bzw. Am Markt und im Südwesten an einer Kreuzung an den Mühlenweg sowie die Straßen Ruthörn und Posthalterslohne. Nordwestlich schließt sich die Landratslohne an, südöstlich die Bührmannslohne.

Geschichte

Herkunft des Namens

Namensgebend ist die unmittelbare Lage der Straße am Fräuleinshof.

Entwicklung

Die Straße existierte wohl schon lange vor dem Kloster Norden, das hier um 1264 errichtet wurde. Vor dem Kloster soll sich hier nämlich die Münzprägeanstalt des Norderlands befunden haben.

Gebäude und Plätze

Geprägt wird das Stadtbild durch den Park des Fräuleinshofs, einem Überbleibsel des früheren Kloster Norden. Neben einigen Wohnhäusern befinden sich rundherum das Ulrichsgymnasium, das Norder Amtsgericht sowie einige Außenstellen des Landkreis Aurich, darunter das Sozialamt. Bis 1977 befand sich hier der Hauptsitz des Landkreises Norden. Früher befand sich am Fräuleinshof auch eine Kinderbewahranstalt, eine Art früher Vorläufer eines Kindergartens.

Spätestens seit 1542 gab es am Fräuleinshof zudem eine Ölmühle, die sich im Besitz der ostfriesischen Herrscher befand.[1][2] Demnach handelte es sich um eine Rossmühle.[3] Weitere Erwähnungen dieser Mühle finden sich noch in den Jahren 1555, 1558, 1561 sowie 1731.[2][3] Zwischen 1731 und 1746 wurde sie schließlich wegen Baufälligkeit aufgegeben.[3]

Galerie

Einzelnachweise

  1. Rack, Eberhard (1982): Up Leegemoors Wohlfahrt, Norden, S. 24
  2. 2,0 2,1 Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 79
  3. 3,0 3,1 3,2 Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 122

Siehe auch