Kriegsdenkmal (Norden)
Kriegsdenkmal am Glockenturm | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Kategorie | Orte in Norden |
| Stadtteil/-viertel | Norden |
| Genaue Lage | Am Markt 37
26506 Norden |
Das Kriegsdenkmal am Glockenturm (eigentlich: Ehrenmal, auch: Großer Kerl) wurde 1927 für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs nach einem Entwurf des Berliner Bildhauers Hermann Hosaeus errichtet und am 15. Mai des Jahres in Anwesenheit zahlreicher Norder Persönlichkeiten sowie des Norder Kriegervereins feierlich eingeweiht.[1][2] Maßgeblich für den Bau verantwortlich war Popke Fegter, der den Denkmalsausschuss als Vorsitzender leitete.[3]
Das Ehrenmal ist nicht zu verwechseln mit deem Kriegerdenkmal, das früher auf dem Blücherplatz stand.
Galerie
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Ehrenmal
Einzelnachweise
Siehe auch

Inmitten des Blücherplatzes befand sich seit 1874 ein Kriegerdenkmal, welches an den damals als ruhmreich empfundenen Sieg der vereinigten deutschen Staaten im Deutsch-Französischen Krieg von 1870 bis 1871 erinnern sollte. Deutschland löste durch seinen Sieg Frankreich als die bedeutendste Kontinentalmacht ab und war in der Lage, einen ersten eigenen Nationalstaat in Form des Kaiserreichs zu begründen. Der dadurch empfundene Nationalstolz erklärt das große Interesse von Teilen auch der Norder Bürgerschaft, diesem in Form eines großen Denkmals Ausdruck zu verleihen.
Die Einweihung erfolgte am Sedantag genannten Feiertag, dem 2. September 1874, der an die Gefangennahme des französischen Kaisers Napoleon III. im Jahre 1870 erinnerte.
Neben einem hohen, quadratischen Sockel mit seitlich angebrachten Gedenktafeln und Inschriften ist der Hauptgegenstand des Denkmals eine geflügelte Victoria, die Siegesgöttin, mit Loorbeerkranz und Palmzweig.[1][2] Die Victoria war eine Kopie einer der berühmten Viktorien, die der Berliner Bildhauer Christian Daniel Rauch erschaffen hatte und die heute noch unter anderem die Walhalla in Regensburg, das Schweriner Schloss, die Alte Nationalgalerie in Berlin und das Denkmal auf dem Berliner Mehringplatz schmücken. Das Original befindet sich noch heute im Park von Schloss Charlottenburg.
Um das Norder Kriegerdenkmal herum waren Blumenrabatten angelegt, die wiederum von einer Umfriedung geschützt wurden.
Das Denkmal wurde während des Zweiten Weltkriegs demontiert und das Metall der (wahrscheinlich bronzenen) Statue, wie beispielsweise auch die Eisentore der Osterpoort, für die Rüstungsindustrie eingeschmolzen.
Das Kriegerdenkmal war in der Kaiserzeit und auch danach ein sehr beliebtes Postkartenmotiv. Das Denkmal ist nicht zu wechselseln mit dem Ehrenmal am Glockenturm.
Inschriften
Stadt und Amt | Norden | ihren tapferen | Kriegern.
Galerie
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Zeitgenössische Jugendstil-Postkarte
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Aufnahme aus dem Jahr 1909.
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Aufnahme aus der Zeit um 1910.
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Rauchs originale Viktorien in Charlottenburg, auf der linken Säule die für Norden ausgewählte Form.