Roter Pfahl
Roter Pfahl | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Kategorie | Orte in Norddeich | |||||||
| Stadtteil/-viertel | Norddeich | |||||||
| Genaue Lage | Deichlinie an der | |||||||
Der Rote Pfahl stellt die Grenzmarkierung zwischen den ehemals eigenständigen Landgemeinden Norddeich (bzw. Lintelermarsch) und Ostermarsch dar. Er wurde 1969 im Zuge der Deichverstärkungen der 1960er errichtet und liegt unmittelbar auf der Deichlinie entlang der gleichnamigen Straße.
Geschichte
Der Rote Pfahl erinnert an die Zeit der Pfandwirtschaft und die damaligen Maßeinheiten in Ruthen, Fuß, Zoll und Linien, mit deren an die Deichlast der Deichanlieger erinnert wurde. Auf seiner dem Land zugewandten Seite trägt der Rote Pfahl das eingeschnittene Maß einer halben rheinländischen Ruthe. Der Volksmund hat aus dem Wort "roed" für "Ruthe", das Wort "rot" gemacht. Die Aufschrift auf der nach Südwesten in Richtung Norddeich gerichteten Seite heißt: "De Roo Paal. Osterschauung der Wester- und Linteler-Marscher Deichacht. Anfang: Bei Munnicken Schanze gegen den Schloot von Rudolphi Erben Platz zu 30 Diemathen. Ende beim Deichachts-Krug. Länge 2231 Rheinl. Ruthen 8 Fuß 3 Zoll 4 Linien. Errichtet 1969. Deichrichter Mescher." Auf der anderen Seite, der Ostermarsch zugewendet steht: "De Roo Paal. Deich der Ostermarscher Deichacht. Länge: 2155 Rheinl. Ruthen 8 Fuß 3 Zoll 4 Linien. Deichrichter Fischer."[1]
Am 8. Januar 1916 stürzte seeseits des Deichs, nahe des Roten Pfahls, ein Wasserflugzeug ab. Der Pilot wurde zunächst gerettet, verstarb jedoch später an seinen Verletzungen. Sein Begleiter ertrank noch in den Fluten.[2]