Spritzenhäuser: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Version vom 25. Februar 2021, 10:57 Uhr

Unter preußischer Herrschaft bekam die Stadt Norden im Jahr 1783 erstmals eine Brandordnung, in welcher das allgemeine Feuerlöschwesen geregelt wurde. Kernpunkt dieser Ordnung war die Verpflichtung eines jeden Bürgers im Brandfalle zu helfen und dazu einen "Brandeimer" vorzuhalten. Einhergehend mit dem Erlass dieser Brandordnung wurde der Bau zweier Spritzenhäuser im Stadtgebiet notwendig. Spritzenhäuser sind die Vorläufer der modernen Feuerwehrgerätehäuser. In ihnen wurde neben den namensgebenden Löschspritzen auch weiteres Material zur Brandbekämpfung und Hilfeleistung vorgehalten.

Das erste Spritzenhaus wurde 1784 auf dem Neuen Weg, Ecke Hooge Thun, erbaut und am 15. Juli 1784 seiner Bestimmung übergeben. Im selben Jahr wurde auch das Wachthaus am Glockenturm, Sitz der Norder Stadtwache als Spritzenhaus genutzt. Um 1806 folgte der Bau eines weiteren Spritzenhauses in der Dammstraße.

Als es am 13. August 1886 zu einem erneuten Brand der Frisiamühle kam, bei der auch der damals amtierende Bürgermeister Johannes König Augenzeuge wurde, beschloss dieser den Aufbau einer schlagkräftigen Feuerwehr, denn der Brand der Mühle zeigte allen deutlich, wie schlecht es um das Feuerlöschwesen der Stadt bestellt war.

Liste der Spritzenhäuser

Nr. Baujahr Standort Anmerkung Hauptartikel
1 1784 Neuer Weg heute Hotel Reichshof Spritzenhaus (Neuer Weg)
2 vor 1726 Arp-Schnitger-Platz im Wachthaus (Norden) Spritzenhaus (Marktplatz)
3 um 1806 Dammstraße gegenüber "Wreesmann"
4 um 1886 Am Markt hinter dem Rathaus Spritzenhaus (Am Markt)
5 um 1886 Am Hafen neben der Marinekameradschaft Spritzenhaus (Am Hafen)
6 um 1886 Kleine Mühlenstraße heute Parkplatz der OLB Spritzenhaus (Kleine Mühlenstraße)