Bürohaus Janssen: Unterschied zwischen den Versionen

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Am ursprünglichen Unternehmenssitz in der Posthalterslohne befindet sich heute eines von zwei großen Ärztehäusern, die zum (inoffiziellen) [[Dokters Pad]] gezählt werden.
Am ursprünglichen Unternehmenssitz in der Posthalterslohne befindet sich heute eines von zwei großen Ärztehäusern, die zum (inoffiziellen) [[Dokters Pad]] gezählt werden.
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== Geschichte ==
==Geschichte==
Das Unternehmen wurde am 1. November 1926 als ''Büro-Organisation Johann Janssen'' von [[Johann Janssen (Kaufmann)|Johann Janssen]] in der [[Posthalterslohne]] 1 gegründet, die zu dieser Zeit nur aus diesem einen Gebäude bestand.<ref name=":1" /><ref>Schreiber, Gretje (2000): Norder Häuser, Bewohner Fräuleinshof, Ruthörn und Norddeicher Straße (II), in: Ostfriesischer Kurier 7. Oktober 2000, S. 29</ref> Es handelte sich um die ehemalige [[Posthalterschaft]], die im Zuge der Motorisierung der Post nicht mehr als solche benötigt wurde.
Das Unternehmen wurde am 1. November 1926 als ''Büro-Organisation Johann Janssen'' von [[Johann Janssen (Kaufmann)|Johann Janssen]] in der [[Posthalterslohne]] 1 gegründet, die zu dieser Zeit nur aus diesem einen Gebäude bestand.<ref name=":1" /><ref>Schreiber, Gretje (2000): Norder Häuser, Bewohner Fräuleinshof, Ruthörn und Norddeicher Straße (II), in: Ostfriesischer Kurier 7. Oktober 2000, S. 29</ref> Es handelte sich um die ehemalige [[Posthalterschaft]], die im Zuge der Motorisierung der Post nicht mehr als solche benötigt wurde.



Version vom 29. Juni 2022, 15:50 Uhr

Bürohaus Janssen

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Basisdaten
Gründung 1. November 1926
Auflösung 2017 (2020 abgebrochen)
Rechtsform Offene Handelsgesellschaft (OHG)
Hauptsitz Neuer Weg 83-84

26506 Norden

Das Bürohaus Janssen war ein in der Alten Posthalterschaft gegründetes, auf den Bürobedarf spezialisiertes Fachgeschäft mit letztem Sitz am Neuen Weg 83-84. Infolge wirtschaftlicher Schwierigkeiten musste das Unternehmen seinen Betrieb 2017 einstellen. 2020 wurde das Gebäude abgebrochen, hier sollen Wohn- und Geschäftsräume entstehen.

Am ursprünglichen Unternehmenssitz in der Posthalterslohne befindet sich heute eines von zwei großen Ärztehäusern, die zum (inoffiziellen) Dokters Pad gezählt werden.

Geschichte

Das Unternehmen wurde am 1. November 1926 als Büro-Organisation Johann Janssen von Johann Janssen in der Posthalterslohne 1 gegründet, die zu dieser Zeit nur aus diesem einen Gebäude bestand.[1][2] Es handelte sich um die ehemalige Posthalterschaft, die im Zuge der Motorisierung der Post nicht mehr als solche benötigt wurde.

Das Kerngeschäft bestand zunächst in der Durchführung von Schreibarbeiten sowie dem Anbieten von Schreibmaschinenkursen. Im Juni 1937 zog das Unternehmen in die Westerstraße 74. In wirtschaftliche Not geriet das Unternehmen nach dem Zweiten Weltkrieg, da kaum Ware zur Verfügung stand und die Währung zusehends an Wert verlor. Man behalf sich daher damit, Waren gegen andere Naturalien einzutauschen. Da der Vater eines Lehrlings über Flächen im Arler Hochmoor verfügte, konnte man von dort kostengünstig Torf abbauen und zum Heizen der Privat- und Geschäftsräume benutzen.[1]

Der allgemeine Mangel an Schreibmaschinen führte dazu, dass das Unternehmen bald dazu überging, eine eigene Reparaturwerkstatt einzurichten. Als förderlich erwiesen sich heimkehrende Soldaten, von denen einige Feinmechaniker oder Facharbeiter für Büromaschinen erlernt hatten und im Bürohaus Janssen eine Anstellung fanden. Am 1. Mai 1947 trat der Schwiegersohn des Firmengründers, Hans Morgenweck, in die Geschäftsführung ein, unter dem 1949 der Umzug in die Osterstraße 11 erfolgte.[3]

Am 1. Mai 1956 bezog man das neu erworbene Gebäude am Neuen Weg 83. Zehn Jahre später wurde das Nebengebäude (Nr. 84) ebenfalls erworben, beide Häuser abgebrochen und das neue Geschäftshaus errichtet.[3] 2017 wurde der Geschäftsbetrieb eingestellt, das Gebäude 2020 abgebrochen. Bis 2021 entstand hier ein Wohn- und Geschäftshaus, erbaut durch das Norder Bauunternehmen Tell Bau.

Galerie

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 170
  2. Schreiber, Gretje (2000): Norder Häuser, Bewohner Fräuleinshof, Ruthörn und Norddeicher Straße (II), in: Ostfriesischer Kurier 7. Oktober 2000, S. 29
  3. 3,0 3,1 Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 171

Siehe auch