Sporthalle Am Alten Siel: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Die '''Sporthalle Am Alten Siel''' wurde 1894 vom [[Norder Turnverein]] für eigene Zwecke erbaut, welcher bis heute der Hauptnutzer ist.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 12</ref> Sie ist die wohl älteste, erhaltene Sporthalle der Stadt.<ref>[http://www.norder-tv.de/ Internetseite des Norder Turnvereins], abgerufen am 7. April 2021</ref> Erbaut wurde sie von 1893 bis 1894 und wurde am 15. April des letztgenannten Jahres eingeweiht.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 5</ref> 1910 wurde der Vorplatz der Halle zu einem Turnplatz umgebaut.<ref name=":0">Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 41</ref>
Die '''Sporthalle Am Alten Siel''' wurde 1894 vom [[Norder Turnverein]] für eigene Zwecke erbaut, welcher bis heute der Hauptnutzer ist.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 12</ref> Sie ist die wohl älteste, erhaltene Sporthalle der Stadt.<ref>[http://www.norder-tv.de/ Internetseite des Norder Turnvereins], abgerufen am 7. April 2021</ref> Erbaut wurde sie von 1893 bis 1894 und wurde am 15. April des letztgenannten Jahres eingeweiht.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 5</ref> Ursprünglich befand sich hier ein seit 1839 im Besitz der [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen Gemeinde]] befindliches Gebäude, das von dieser als Armenhaus genutzt wurde. Nach Ansicht von [[Lina Gödeken]] war für dieses Gebäude die Bezeichnung ''[[Driangel]]'' geläufig.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 159</ref>


Bis etwa 1938 wurde die Turnhalle auch für den Schulsportunterricht der [[Jüdische Schule|jüdischen Schule]] genutzt.<ref>[https://web.archive.org/web/20160807044136/https://www.norden.de/media/custom/512_4970_1.PDF?1452781848 Ein Rundgang durch Norden], abgerufen am 7. April 2021</ref> Auch die Kinder der [[Pestalozzischule]] trieben hier Sport.  
1910 wurde der Vorplatz der Halle zu einem Turnplatz umgebaut.<ref name=":0">Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 41</ref> Bis etwa 1938 wurde die Turnhalle auch für den Schulsportunterricht der [[Jüdische Schule|jüdischen Schule]] genutzt.<ref>[https://web.archive.org/web/20160807044136/https://www.norden.de/media/custom/512_4970_1.PDF?1452781848 Ein Rundgang durch Norden], abgerufen am 7. April 2021</ref> Auch die Kinder der [[Pestalozzischule]] trieben hier Sport.


Wie schon während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde die Turnhalle seit Oktober 1938 wurde zur Kartoffel- und Getreidelagerung genutzt, sodass sie vorübergehend nicht mehr für den Sport genutzt werden konnte.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 141</ref> Erst ab dem 28. Mai 1946 stand die Halle wieder für Sportzwecke zur Verfügung, wenngleich diese erstmal einer umfangreichen Reinigung unterzogen werden musste.<ref name=":0" />
Wie schon während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde die Turnhalle seit Oktober 1938 wurde zur Kartoffel- und Getreidelagerung genutzt, sodass sie vorübergehend nicht mehr für den Sport genutzt werden konnte.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 141</ref> Erst ab dem 28. Mai 1946 stand die Halle wieder für Sportzwecke zur Verfügung, wenngleich diese erstmal einer umfangreichen Reinigung unterzogen werden musste.<ref name=":0" />

Version vom 2. Mai 2022, 16:42 Uhr

Sporthalle Am Alten Siel

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Basisdaten
Entstehungszeit 1893-1894
Erbauer Norder Turnverein
Bauweise Sporthalle
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Am Alten Siel 5

26506 Norden

Die Sporthalle Am Alten Siel wurde 1894 vom Norder Turnverein für eigene Zwecke erbaut, welcher bis heute der Hauptnutzer ist.[1] Sie ist die wohl älteste, erhaltene Sporthalle der Stadt.[2] Erbaut wurde sie von 1893 bis 1894 und wurde am 15. April des letztgenannten Jahres eingeweiht.[3] Ursprünglich befand sich hier ein seit 1839 im Besitz der jüdischen Gemeinde befindliches Gebäude, das von dieser als Armenhaus genutzt wurde. Nach Ansicht von Lina Gödeken war für dieses Gebäude die Bezeichnung Driangel geläufig.[4]

1910 wurde der Vorplatz der Halle zu einem Turnplatz umgebaut.[5] Bis etwa 1938 wurde die Turnhalle auch für den Schulsportunterricht der jüdischen Schule genutzt.[6] Auch die Kinder der Pestalozzischule trieben hier Sport.

Wie schon während des Ersten Weltkriegs wurde die Turnhalle seit Oktober 1938 wurde zur Kartoffel- und Getreidelagerung genutzt, sodass sie vorübergehend nicht mehr für den Sport genutzt werden konnte.[7] Erst ab dem 28. Mai 1946 stand die Halle wieder für Sportzwecke zur Verfügung, wenngleich diese erstmal einer umfangreichen Reinigung unterzogen werden musste.[5]

In den 1960er Jahren wurde die Halle schließlich umfangreich umgebaut und renoviert.[5]

Galerie

Einzelnachweise

  1. Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 12
  2. Internetseite des Norder Turnvereins, abgerufen am 7. April 2021
  3. Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 5
  4. Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 159
  5. 5,0 5,1 5,2 Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 41
  6. Ein Rundgang durch Norden, abgerufen am 7. April 2021
  7. Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 141

Siehe auch