Escher: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 26: Zeile 26:
|}
|}
__NOTOC__
__NOTOC__
Der '''Escher''' war ursprünglich eine Ortschaft bzw. ein Wohnplatz der ehemaligen Norder Umlandgemeinde [[Sandbauerschaft]]. Er liegt im nordwestlichen Bereich von [[Neustadt]] zwischen der [[Danziger Straße]] und der [[Stettiner Straße]].<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Der Name leitet sich vom altfriesischen ''Esch'' ab. Escher, sind kleine, buckelartig gewölbte, trockene Geländestücke, die gut zu beackern und - im Gegensatz zum ''Kamp'' - nicht umzäunt bzw. umfriedet waren.<ref>Lübben, August / Schiller, Karl (1875): Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen,, Bd. 1, S. 745</ref> Der Escher war das Ackerland der Einwohner von [[Westlintel]], ihre Weiden lagen bei der [[Wildbahn]].<ref>Schreiber, Gretje (2011): Höfe in der Sandbauerschaft, Manuskript</ref>
Der '''Escher''' (auch: ''Esker'')<ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 31</ref> war ursprünglich eine Ortschaft bzw. ein Wohnplatz der ehemaligen Norder Umlandgemeinde [[Sandbauerschaft]]. Er liegt im nordwestlichen Bereich von [[Neustadt]] zwischen der [[Danziger Straße]] und der [[Stettiner Straße]].<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Der Name leitet sich vom altfriesischen ''Esch'' ab. Escher, sind kleine, buckelartig gewölbte, trockene Geländestücke, die gut zu beackern und - im Gegensatz zum ''Kamp'' - nicht umzäunt bzw. umfriedet waren.<ref>Lübben, August / Schiller, Karl (1875): Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen,, Bd. 1, S. 745</ref> Der Escher war das Ackerland der Einwohner von [[Westlintel]], ihre Weiden lagen bei der [[Wildbahn]].<ref>Schreiber, Gretje (2011): Höfe in der Sandbauerschaft, Manuskript</ref>


Laut amtlicher Aufzeichnungen des Königreichs Hannovers, zu dem Ostfriesland einst gehörte, sollen hier im Jahr 1848 insgesamt 39 Personen in sechs Häusern gewohnt haben. Dies ergibt eine durchschnittliche Haushaltsgröße von sechs bis sieben Personen.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref>
Laut amtlicher Aufzeichnungen des Königreichs Hannovers, zu dem Ostfriesland einst gehörte, sollen hier im Jahr 1848 insgesamt 39 Personen in sechs Häusern gewohnt haben. Dies ergibt eine durchschnittliche Haushaltsgröße von sechs bis sieben Personen.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref>

Version vom 20. April 2022, 09:39 Uhr

Escher

{{#multimaps: Title = Escher Text = Ort in Neustadt center = 53.609133827878004, 7.181173708255641 circle = 53.609133827878004, 7.181173708255641 : 200 zoom = 15 width = 300px height = 300px

}}

Basisdaten
Kategorie Orte in Norden
Stadtteil/-viertel Neustadt
Genaue Lage zwischen der Stettiner Straße

und der Danziger Straße

Der Escher (auch: Esker)[1] war ursprünglich eine Ortschaft bzw. ein Wohnplatz der ehemaligen Norder Umlandgemeinde Sandbauerschaft. Er liegt im nordwestlichen Bereich von Neustadt zwischen der Danziger Straße und der Stettiner Straße.[2] Der Name leitet sich vom altfriesischen Esch ab. Escher, sind kleine, buckelartig gewölbte, trockene Geländestücke, die gut zu beackern und - im Gegensatz zum Kamp - nicht umzäunt bzw. umfriedet waren.[3] Der Escher war das Ackerland der Einwohner von Westlintel, ihre Weiden lagen bei der Wildbahn.[4]

Laut amtlicher Aufzeichnungen des Königreichs Hannovers, zu dem Ostfriesland einst gehörte, sollen hier im Jahr 1848 insgesamt 39 Personen in sechs Häusern gewohnt haben. Dies ergibt eine durchschnittliche Haushaltsgröße von sechs bis sieben Personen.[5]

1892 wurden die Hügel des Eschers zur Sand- und Kiesgewinnung für den Bau der Bahnstrecke gen Norddeich Mole abgegraben.[6][7] Dabei stieß man auf Reste einer Siedlung aus dem 5. oder 6. Jahrhundert nach Christus. Forscher deuten Teile der Fundstücke (Tongefäße und Scherben) als Reste einer Salzsiederei.[6] Diese Vermutung konnte durch eine weitere Grabung im Jahre 1925 untermauert werden.[7]

Einzelnachweise

  1. Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 31
  2. Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
  3. Lübben, August / Schiller, Karl (1875): Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen,, Bd. 1, S. 745
  4. Schreiber, Gretje (2011): Höfe in der Sandbauerschaft, Manuskript
  5. Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848
  6. 6,0 6,1 Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 7
  7. 7,0 7,1 Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2000): Norden/Norddeich - Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 32

Siehe auch