Hinrich Reese: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Hinrich Reese''' (auch "Heinrich Rese" u.a.) war Mönch im [[Kloster Norden|Dominikanerkloster]] und später evangelischer Pastor in der [[Ludgerikirche]]. Er gilt als einer der zentralen Wegbereiter der Reformation in Norden. | '''Hinrich Reese''' (auch "Heinrich Rese" u.a.) war Mönch im [[Kloster Norden|Dominikanerkloster]] und später evangelischer Pastor in der [[Ludgerikirche]]. Er gilt als einer der zentralen Wegbereiter der Reformation in Norden. | ||
== | ==Wirken== | ||
Durch den Aushang von Plakaten lud Reese am Neujahrstag 1527 zu einem Vortrag in das [[Kloster Norden|Dominikanerkloster]] am [[Fräuleinshof]] ein, der später als [[Norder Disputation]] bezeichnet wurde. Hierzu hatte er 22 Thesen formuliert, die er vortrug und erläuterte. Unter anderem stellte er fest, dass das Abendmahl "dazu eingesetzt" sei, "daß die versamelte Gemeinde es nehmen, essen und trinken". Nonnen und Mönche könnten "durch ihr Gelübde und Regeln nicht selig werden" und der "geschorne, und sogenannte geistliche Hauffen ist nichts nütze". Nach seinem Vortrag legte er seine Mönchskutte ab, wodurch er seinen Bruch mit dem alten (katholischen) Glauben bekräftigte.<ref>Smid, Menno (1974): Ostfriesische Kirchengeschichte, Weener, S. 128f.</ref> | Durch den Aushang von Plakaten lud Reese am Neujahrstag 1527 zu einem Vortrag in das [[Kloster Norden|Dominikanerkloster]] am [[Fräuleinshof]] ein, der später als [[Norder Disputation]] bezeichnet wurde. Hierzu hatte er 22 Thesen formuliert, die er vortrug und erläuterte. Unter anderem stellte er fest, dass das Abendmahl "dazu eingesetzt" sei, "daß die versamelte Gemeinde es nehmen, essen und trinken". Nonnen und Mönche könnten "durch ihr Gelübde und Regeln nicht selig werden" und der "geschorne, und sogenannte geistliche Hauffen ist nichts nütze". Nach seinem Vortrag legte er seine Mönchskutte ab, wodurch er seinen Bruch mit dem alten (katholischen) Glauben bekräftigte.<ref>Smid, Menno (1974): Ostfriesische Kirchengeschichte, Weener, S. 128f.</ref> | ||
Version vom 8. April 2021, 07:15 Uhr
Hinrich Reese (auch "Heinrich Rese" u.a.) war Mönch im Dominikanerkloster und später evangelischer Pastor in der Ludgerikirche. Er gilt als einer der zentralen Wegbereiter der Reformation in Norden.
Wirken
Durch den Aushang von Plakaten lud Reese am Neujahrstag 1527 zu einem Vortrag in das Dominikanerkloster am Fräuleinshof ein, der später als Norder Disputation bezeichnet wurde. Hierzu hatte er 22 Thesen formuliert, die er vortrug und erläuterte. Unter anderem stellte er fest, dass das Abendmahl "dazu eingesetzt" sei, "daß die versamelte Gemeinde es nehmen, essen und trinken". Nonnen und Mönche könnten "durch ihr Gelübde und Regeln nicht selig werden" und der "geschorne, und sogenannte geistliche Hauffen ist nichts nütze". Nach seinem Vortrag legte er seine Mönchskutte ab, wodurch er seinen Bruch mit dem alten (katholischen) Glauben bekräftigte.[1]
Einzelnachweise
- ↑ Smid, Menno (1974): Ostfriesische Kirchengeschichte, Weener, S. 128f.