Ostermarscher Grashaus: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Das '''Ostermarscher Grashaus''' ist ein alter Gulfhof in [[Ostermarsch]]. Als '''Grashaus''' bezeichnet man im Allgemeinen Bauernhöfe bzw. Güter, die sich weit abseits von anderen Gebäuden befinden, also bildlich "im Gras" erbaut werden. Viele (ehemalige) Höfe im Stadtgebiet tragen diesen Namen.
Das '''Ostermarscher Grashaus''' ist ein alter Gulfhof in [[Ostermarsch]]. Als '''Grashaus''' bezeichnet man im Allgemeinen Bauernhöfe bzw. Güter, die sich weit abseits von anderen Gebäuden befinden, also bildlich "im Gras" erbaut werden. Viele (ehemalige) Höfe im Stadtgebiet tragen diesen Namen.


Ursprünglich trugen zwei Höfe diesen Namen und waren als 1. und 2. Ostermarscher Grashaus bekannt. Die Höfe gehörten als Vorwerk (vgl. [[Ekeler Vorwerk]]) zum [[Kloster Marienthal]]. 1630 kamen diese Höfe durch Kauf und Tausch an das Haus [[Cirksena]]. Nach Aussterben des Hauses Cirksena im Mannesstamm fielen beide Grashäuser 1744 an Preußen und hießen fortan "Königliche Grashäuser". Als 1815 Ostfriesland an das Königreich Hannover kam, wurde die Königliche Domänenkammer Eigentümer beider Grashäuser. Heute ist nur noch einer der Höfe erhalten. Dieser steht im Eigentum des Landes Niedersachsen.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Ostermarsch.pdf Hofbeschreibung in der historischen Ortsdatenbank] der Ostfriesischen Landschaft</ref>
Ursprünglich trugen zwei Höfe diesen Namen und waren als 1. und 2. Ostermarscher Grashaus bekannt. Sie wurden nach der Eindeichung der Lande hier um 1573 errichtet und befanden sich zunächst in privater Hand.<ref>Schreiber, Gretje (2001): Bewohner der Höfe in der Ostermarsch, in: Heim und Herd, Beilage zum Ostfriesischen Kurier vom 31. März 2001, Nr. 3, S. 9f.</ref> 1630 kamen sie durch Kauf und Tausch an das Haus [[Cirksena]]. Nach Aussterben des Hauses Cirksena im Mannesstamm fielen beide Grashäuser 1744 an Preußen und hießen fortan "Königliche Grashäuser". Als 1815 Ostfriesland an das Königreich Hannover kam, wurde die Königliche Domänenkammer Eigentümer beider Grashäuser. Das "Erste Grashaus" wurde zwischen 1815 und 1850 abgerissen, das zweite blieb erhalten. Das Land Niedersachsen als neuer Eigentümer veräußerte den Hof später. Seitdem befindet er sich in privater Hand.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Ostermarsch.pdf Hofbeschreibung in der historischen Ortsdatenbank] der Ostfriesischen Landschaft</ref>
 
==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==
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==Siehe auch==
==Siehe auch==
*[[Kloster Marienthal]]
*[[Addinggaster Grashaus]]


[[Kategorie:Höfe im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Höfe im Stadtgebiet]]

Version vom 9. März 2021, 15:12 Uhr

Ostermarscher Grashaus

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Basisdaten
Entstehungszeit zw. 1573 und 1630
Erbauer unbekannt
Bauweise Gulfhof
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Landstraße 39

26506 Norden

Das Ostermarscher Grashaus ist ein alter Gulfhof in Ostermarsch. Als Grashaus bezeichnet man im Allgemeinen Bauernhöfe bzw. Güter, die sich weit abseits von anderen Gebäuden befinden, also bildlich "im Gras" erbaut werden. Viele (ehemalige) Höfe im Stadtgebiet tragen diesen Namen.

Ursprünglich trugen zwei Höfe diesen Namen und waren als 1. und 2. Ostermarscher Grashaus bekannt. Sie wurden nach der Eindeichung der Lande hier um 1573 errichtet und befanden sich zunächst in privater Hand.[1] 1630 kamen sie durch Kauf und Tausch an das Haus Cirksena. Nach Aussterben des Hauses Cirksena im Mannesstamm fielen beide Grashäuser 1744 an Preußen und hießen fortan "Königliche Grashäuser". Als 1815 Ostfriesland an das Königreich Hannover kam, wurde die Königliche Domänenkammer Eigentümer beider Grashäuser. Das "Erste Grashaus" wurde zwischen 1815 und 1850 abgerissen, das zweite blieb erhalten. Das Land Niedersachsen als neuer Eigentümer veräußerte den Hof später. Seitdem befindet er sich in privater Hand.[2]

Einzelnachweise

  1. Schreiber, Gretje (2001): Bewohner der Höfe in der Ostermarsch, in: Heim und Herd, Beilage zum Ostfriesischen Kurier vom 31. März 2001, Nr. 3, S. 9f.
  2. Hofbeschreibung in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft

Siehe auch