Albert Schöneberg: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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'''Dr. Albert Schöneberg''' (* vor 1860, † nach 1919) war von 1886 bis 1919 [[Liste der Bürgermeister der Stadt Norden|Bürgermeister der Stadt Norden]].<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden - Handel und Wandel, Norden</ref>
'''Dr. Albert Schöneberg''' (* 12. Mai 1890, † 21. Februar 1978) war von 1929 bis 1937, von 1945 bis 1946 und von 1948 bis 1956 [[Liste der Bürgermeister der Stadt Norden|Bürgermeister der Stadt Norden]].<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden - Handel und Wandel, Norden</ref>


==Leben==
==Leben==
Schöneberg wurde am 8. Juni 1945 durch die britische Militärregierung zum ersten Nachkriegsbürgermeister bestimmt. Anfang 1946 konstituierte sich auf Anweisung der Besatzungsbehörden der erste Nachkriegsstadtrat unter Schönebergs Leitung. Hauptaufgabe des ernannten Stadtrates, der aus politisch nicht belasteten Mitgliedern bestand, war die Umsetzung der von der Militärregierung nach britischem Muster entwickelten neuen Deutschen Gemeindeordnung, die damit verbundene Redemokratisierung der kommunalen Strukturen und die Vorbereitung der ersten Kommunalwahlen. Wichtigstes Ziel der neuen Kommunalordnung war die Abschaffung des nationalsozialistischen Führerprinzips und seine Ersetzung durch das "Prinzip gemeinschaftlicher Verantwortung".<ref>Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. 1944–1948. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 100f.</ref>
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Erstmalig wurde Schöneberg zu Zeiten der Weimarer Republik in das Amt gewählt und bekleidete es von 1929 bis 1937. Sein Nachfolger wurde [[Kurt Eifrig]].


Bereits im März 1946 wurde Schöneberg durch die Militärregierung als Bürgermeister abgesetzt. An seine Stelle trat [[Johann Fischer]] als zweiter Nachkriegsbürgermeister. Die Begründung für die Entlassung Schönebergs war der Vorwurf, er habe falsche Angaben über seine Mitgliedschaft in nationalsozialistischen Organisationen gemacht. Dieser Vorwurf wurde später entkräftet, was zu seiner Rehabilitation führte. 1948 wurde Schöneberg dann wieder Bürgermeister.
Nach Kriegsende wurde Schöneberg am 8. Juni 1945 durch die britische Militärregierung zum ersten Nachkriegsbürgermeister bestimmt. Anfang 1946 konstituierte sich dann auf Anweisung der Besatzungsbehörden der erste Nachkriegsstadtrat. Hauptaufgabe des ernannten Stadtrates, der aus politisch nicht belasteten Mitgliedern bestand, war die Umsetzung der von der Militärregierung nach britischem Muster entwickelten neuen Deutschen Gemeindeordnung, die damit verbundene Redemokratisierung der kommunalen Strukturen und die Vorbereitung der ersten Kommunalwahlen. Wichtigstes Ziel der neuen Kommunalordnung war die Abschaffung des nationalsozialistischen Führerprinzips und seine Ersetzung durch das "Prinzip gemeinschaftlicher Verantwortung".<ref name=":0">Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. 1944–1948. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 100f.</ref> Das Amt des Bürgermeisters war ohnehin eher formeller Natur und durch die faktische Kontrolle des gesamten Verwaltungsapparates waren die Befugnisse Schönebergs lange Zeit weiter eingeschränkt.
 
Bereits im März 1946 wurde Schöneberg durch die Militärregierung als Bürgermeister abgesetzt. An seine Stelle trat [[Johann Fischer]] als zweiter Nachkriegsbürgermeister. Die Begründung für die Entlassung Schönebergs war der Vorwurf, er habe falsche Angaben über seine Mitgliedschaft in nationalsozialistischen Organisationen gemacht. Dieser Vorwurf wurde später entkräftet, was zu seiner Rehabilitation führte. 1948 wurde Schöneberg dann erneut Bürgermeister und damit auch erster Norder Bürgermeister der 1949 gegründeten Bundesrepublik Deutschland.<ref name=":0" />
 
Nach Schöneberg ist die [[Bürgermeister-Dr.-Schöneberg-Straße]] benannt. Seine Ruhestätte befindet sich auf dem [[Neuer Friedhof|Neuen Friedhof]].


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==

Version vom 9. März 2021, 08:30 Uhr

Dr. Albert Schöneberg (* 12. Mai 1890, † 21. Februar 1978) war von 1929 bis 1937, von 1945 bis 1946 und von 1948 bis 1956 Bürgermeister der Stadt Norden.[1]

Leben

Das Grab Schönebergs auf dem Neuen Friedhof.

Erstmalig wurde Schöneberg zu Zeiten der Weimarer Republik in das Amt gewählt und bekleidete es von 1929 bis 1937. Sein Nachfolger wurde Kurt Eifrig.

Nach Kriegsende wurde Schöneberg am 8. Juni 1945 durch die britische Militärregierung zum ersten Nachkriegsbürgermeister bestimmt. Anfang 1946 konstituierte sich dann auf Anweisung der Besatzungsbehörden der erste Nachkriegsstadtrat. Hauptaufgabe des ernannten Stadtrates, der aus politisch nicht belasteten Mitgliedern bestand, war die Umsetzung der von der Militärregierung nach britischem Muster entwickelten neuen Deutschen Gemeindeordnung, die damit verbundene Redemokratisierung der kommunalen Strukturen und die Vorbereitung der ersten Kommunalwahlen. Wichtigstes Ziel der neuen Kommunalordnung war die Abschaffung des nationalsozialistischen Führerprinzips und seine Ersetzung durch das "Prinzip gemeinschaftlicher Verantwortung".[2] Das Amt des Bürgermeisters war ohnehin eher formeller Natur und durch die faktische Kontrolle des gesamten Verwaltungsapparates waren die Befugnisse Schönebergs lange Zeit weiter eingeschränkt.

Bereits im März 1946 wurde Schöneberg durch die Militärregierung als Bürgermeister abgesetzt. An seine Stelle trat Johann Fischer als zweiter Nachkriegsbürgermeister. Die Begründung für die Entlassung Schönebergs war der Vorwurf, er habe falsche Angaben über seine Mitgliedschaft in nationalsozialistischen Organisationen gemacht. Dieser Vorwurf wurde später entkräftet, was zu seiner Rehabilitation führte. 1948 wurde Schöneberg dann erneut Bürgermeister und damit auch erster Norder Bürgermeister der 1949 gegründeten Bundesrepublik Deutschland.[2]

Nach Schöneberg ist die Bürgermeister-Dr.-Schöneberg-Straße benannt. Seine Ruhestätte befindet sich auf dem Neuen Friedhof.

Einzelnachweise

  1. Canzler, Gerhard (1989): Norden - Handel und Wandel, Norden
  2. 2,0 2,1 Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. 1944–1948. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 100f.

Siehe auch