Ekeler Vorwerk: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Ekeler Vorwerk''' ist ein großes Steinhaus mit Scheune, welches sich zwischen den heutigen Straßenzügen [[Schulstraße]], [[Baumstraße]] und [[Langer Pfad]] befindet. Das Gebäude gehört zu den historisch bedeutendsten der Stadt und ist bis heute in einem relativ authentischen Zustand erhalten. Es ist ein zweigeschössiger, verputzter klassizistischer Backsteinbau unter einem Krüppelwalmdach. Blockrahmen und Schiebefenster aus dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts sind bis heute erhalten.
Das '''Ekeler Vorwerk''' ist ein großes Steinhaus mit Scheune, welches sich zwischen den heutigen Straßenzügen [[Schulstraße]], [[Baumstraße]] und [[Langer Pfad]] befindet. Das Gebäude gehört zu den historisch bedeutendsten der Stadt und ist bis heute in einem relativ authentischen Zustand erhalten. Es ist ein zweigeschössiger, verputzter klassizistischer Backsteinbau unter einem Krüppelwalmdach. Blockrahmen und Schiebefenster aus dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts sind bis heute erhalten.
 
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==Geschichte==
==Geschichte==
Der Name erklärt sich aus seiner Lage im Stadtteil [[Ekel]] und seiner Eigenschaft als Vorwerk (auch "Vorwerck"). Als solche bezeichnet man landwirtschaftliche Nebengebäude bzw. Höfe, die sich außerhalb der Befestigungslagen einer Burg oder ähnliches befanden. Erwähnt wird das Ekeler Vorwerk erstmalig im Jahr 1605 als Schatthaus (Schatzhaus) des Adeligen Albert von Jemgum, welcher nach dem Todes letzten [[Uldinga]] die [[Uldingaburg]] und das gesamte [[Gut Ekel]] geerbt hatte.
Der Name erklärt sich aus seiner Lage im Stadtteil [[Ekel]] und seiner Eigenschaft als Vorwerk (auch "Vorwerck"). Als solche bezeichnet man landwirtschaftliche Nebengebäude bzw. Höfe, die sich außerhalb der Befestigungslagen einer Burg oder ähnliches befanden. Erwähnt wird das Ekeler Vorwerk erstmalig im Jahr 1605 als Schatthaus (Schatzhaus) des Adeligen Albert von Jemgum, welcher nach dem Todes letzten [[Uldinga]] die [[Uldingaburg]] und das gesamte [[Gut Ekel]] geerbt hatte.

Version vom 17. Januar 2021, 15:48 Uhr

Ekeler Vorwerk

Basisdaten
Entstehungszeit vor 1605
Erbauer Häuptlingsgeschlecht Uldinga
Burgentyp Steinhaus
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Schulstraße 33

26506 Norden

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Das Ekeler Vorwerk ist ein großes Steinhaus mit Scheune, welches sich zwischen den heutigen Straßenzügen Schulstraße, Baumstraße und Langer Pfad befindet. Das Gebäude gehört zu den historisch bedeutendsten der Stadt und ist bis heute in einem relativ authentischen Zustand erhalten. Es ist ein zweigeschössiger, verputzter klassizistischer Backsteinbau unter einem Krüppelwalmdach. Blockrahmen und Schiebefenster aus dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts sind bis heute erhalten.

Geschichte

Der Name erklärt sich aus seiner Lage im Stadtteil Ekel und seiner Eigenschaft als Vorwerk (auch "Vorwerck"). Als solche bezeichnet man landwirtschaftliche Nebengebäude bzw. Höfe, die sich außerhalb der Befestigungslagen einer Burg oder ähnliches befanden. Erwähnt wird das Ekeler Vorwerk erstmalig im Jahr 1605 als Schatthaus (Schatzhaus) des Adeligen Albert von Jemgum, welcher nach dem Todes letzten Uldinga die Uldingaburg und das gesamte Gut Ekel geerbt hatte.

Das Gebäude besteht aus einem Wohnhaus und einer Scheune. Beide Gebäude sind bis heute erhalten, wenngleich sie im Laufe der Jahrhunderte mehrfach über- bzw. umbaut wurden.

Bis zum Zweiten Weltkrieg wurden Haus und Garten als Schützenhaus genutzt, der Garten wurde um 1960 abgeholzt und bebaut. Hier entstanden zahlreiche Wohnhäuser.

Ländereien

Das Umland des gesamten Guts bestand zunächst vor allem aus Eichenbäumen, die namensgebend für den Stadtteil Ekel waren. Diese wurden im Laufe der Zeit nach und nach abgerissen, um Platz für weitere Gebäude und landwirtschaftliche Nutzflächen zu schaffen. Der große Baumgarten an der Westseite des Hauses war vor 200 Jahren Teil einer beliebten Gartenwirtschaft.

1719 gehören 100 Diemat zu diesem Vorwerk, was einer Fläche von umgerechnet etwa 570.000 Quadratmetern entspricht. Ungefähr zwischen der Schulstraße und dem Langen Pfad existierte ein Küchengarten, sprich ein Obst- und Gemüsegarten zur eigenen Versorgung. Ebenso sollen ein Hopfengarten und drei weitere Gärten zum "Gut Ekel" gehört haben. Die über die Jahrhunderte unveränderten Straßenzüge Looger Weg, Heitsweg, Ekeler Weg, Baumstraße und Ekeler Gaste können als Abgrenzungen der Ausmaße der Ländereien angesehen werden. 1840 wurde das Land stückweise verkauft.

Quellenverzeichnis

  • Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
  • Pühl, Eberhard (2007): Flurnamenforschung. Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 37ff.
  • Schreiber, Gretje (2011): Finettenburg: Neue Erkenntnisse, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier 8. Januar 2011, S. 1ff.
  • Übersicht über sach- und personenbezogene Straßennamen der Stadt Norden

Siehe auch