Pekelhering: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Hof wurde bereits seit spätestens 1886 ''Pekelhering'' genannt.<ref>StAA, Rep. 237, Bd. 1336, Nr. 38</ref> Der Name bedeutet aus dem Niederdeutschen übersetzt ''Salzhering''. Dies ist ein Hinweis darauf, dass das tiefliegende Land im [[Addinggasterpolder]] relativ niedrig lag und es daher nach Überschwemmungen längere Zeit vom Salzwasser betroffen war. Die letzte größere Überschwemmung entstand infolge der [[Februarflut 1825]]. 1771 gab es daher Erwägungen, von hier ein Siel zum [[Norder Tief]] zu errichten. Das Vorhaben kam wegen zu hoher Kosten jedoch nicht über die Planungsphase hinaus.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 77</ref> | Der Hof wurde bereits seit spätestens 1886 ''Pekelhering'' genannt.<ref>StAA, Rep. 237, Bd. 1336, Nr. 38</ref> Der Name bedeutet aus dem Niederdeutschen übersetzt ''Salzhering''. Dies ist ein Hinweis darauf, dass das tiefliegende Land im [[Addinggasterpolder]] relativ niedrig lag und es daher nach Überschwemmungen längere Zeit vom Salzwasser betroffen war. Die letzte größere Überschwemmung entstand infolge der [[Februarflut 1825]]. 1771 gab es daher Erwägungen, von hier ein Siel zum [[Norder Tief]] zu errichten. Das Vorhaben kam wegen zu hoher Kosten jedoch nicht über die Planungsphase hinaus.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 77</ref> | ||
1736 erwarb Landrentmeister Sieveke den Hof, 1479 folgte der [[Heuermann]] Ufen, anschließend dessen Sohn A. B. Sievken. 1829 ging der Hof von der Familie Sievken an den Hausmann Ippen. 1848 sollen gemäß einer Einwohnererhebung der königlich-hannoverschen Regierung in den beiden Häusern im [[Addinggasterpolder]], dem Hof Pekelhering und dem [[Haus Stapperei]], acht Personen gewohnt haben.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref> | 1736 erwarb Landrentmeister Sieveke den Hof, 1479 folgte der [[Heuermann]] Ufen, anschließend dessen Sohn A. B. Sievken. 1829 ging der Hof von der Familie Sievken an den Hausmann Ippen. 1848 sollen gemäß einer Einwohnererhebung der königlich-hannoverschen Regierung in den beiden Häusern im [[Addinggasterpolder]], dem Hof Pekelhering und dem [[Haus Stapperei]], acht Personen gewohnt haben.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref> Um 1865 wurde der Hof neu aufgebaut.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 10. November 2021</ref> | ||
Zum 1. Mai 1886 wurde der Hof schließlich von Graf Edzard zu Innhausen und Knyphausen erworben.<ref>Schreiber, Gretje (2011): Die Höfe in Süderneuland, 2. Folge, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier vom 2. April 2011, S. 20</ref> Dieser verpachtete es an die Eheleute Peters, die die Pacht 1913 auf einen Bruder des Landwirts Peters übertragen. Dieser errichtet 1915 eine neue Feldscheune und blieb noch bis 1931 Pächter.<ref>Schreiber, Gretje (2011): Die Höfe in Süderneuland, 2. Folge, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier vom 2. April 2011, S. 21</ref> | Zum 1. Mai 1886 wurde der Hof schließlich von Graf Edzard zu Innhausen und Knyphausen erworben.<ref>Schreiber, Gretje (2011): Die Höfe in Süderneuland, 2. Folge, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier vom 2. April 2011, S. 20</ref> Dieser verpachtete es an die Eheleute Peters, die die Pacht 1913 auf einen Bruder des Landwirts Peters übertragen. Dieser errichtet 1915 eine neue Feldscheune und blieb noch bis 1931 Pächter.<ref>Schreiber, Gretje (2011): Die Höfe in Süderneuland, 2. Folge, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier vom 2. April 2011, S. 21</ref> | ||
Version vom 10. November 2021, 10:22 Uhr
Hof Pekelhering | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | um 1865 (vor 1736) | |||||||
| Erbauer | unbekannt | |||||||
| Bauweise | Gulfhof | |||||||
| Erhaltungszustand | erhalten | |||||||
| Genaue Lage | Stapperei 1
26506 Norden | |||||||
Pekelhering ist der Name eines Gulfhofs am Pekelheringer Weg bzw. an der Stapperei in Süderneuland I. Er befindet sich im Besitz der Lütetsburger Grafen.
Geschichte
Der Hof wurde bereits seit spätestens 1886 Pekelhering genannt.[1] Der Name bedeutet aus dem Niederdeutschen übersetzt Salzhering. Dies ist ein Hinweis darauf, dass das tiefliegende Land im Addinggasterpolder relativ niedrig lag und es daher nach Überschwemmungen längere Zeit vom Salzwasser betroffen war. Die letzte größere Überschwemmung entstand infolge der Februarflut 1825. 1771 gab es daher Erwägungen, von hier ein Siel zum Norder Tief zu errichten. Das Vorhaben kam wegen zu hoher Kosten jedoch nicht über die Planungsphase hinaus.[2]
1736 erwarb Landrentmeister Sieveke den Hof, 1479 folgte der Heuermann Ufen, anschließend dessen Sohn A. B. Sievken. 1829 ging der Hof von der Familie Sievken an den Hausmann Ippen. 1848 sollen gemäß einer Einwohnererhebung der königlich-hannoverschen Regierung in den beiden Häusern im Addinggasterpolder, dem Hof Pekelhering und dem Haus Stapperei, acht Personen gewohnt haben.[3] Um 1865 wurde der Hof neu aufgebaut.[4]
Zum 1. Mai 1886 wurde der Hof schließlich von Graf Edzard zu Innhausen und Knyphausen erworben.[5] Dieser verpachtete es an die Eheleute Peters, die die Pacht 1913 auf einen Bruder des Landwirts Peters übertragen. Dieser errichtet 1915 eine neue Feldscheune und blieb noch bis 1931 Pächter.[6]
Seit 1972 wandelte sich Pekelhering vom Milchviehhof zum Schweinemastbetrieb. Zu jeweils einer Hälfte werden jährlich gemeinsam mit einem Hof in Lütetsburg rund 40.000 Sauen gemästet. Das zum Hof gehörende Wohnhaus wird unverändert vermietet.
Einzelnachweise
- ↑ StAA, Rep. 237, Bd. 1336, Nr. 38
- ↑ Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 77
- ↑ Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848
- ↑ Liste der Baudenkmale in Norden, abgerufen am 10. November 2021
- ↑ Schreiber, Gretje (2011): Die Höfe in Süderneuland, 2. Folge, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier vom 2. April 2011, S. 20
- ↑ Schreiber, Gretje (2011): Die Höfe in Süderneuland, 2. Folge, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier vom 2. April 2011, S. 21