Olympiawerk Tidofeld: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Die '''Wäschefabrik Lincron''' war eine Zweigstelle des 1903 gegründeten Schreibmaschinenherstellers Olympia aus Schortens (Landkreis Friesland). Sie hatte ihren Sitz in einem neu errichteten Betriebsgebäude an der [[Rheinstraße]] 13, das heute als ''Telematikzentrum'' bekannt ist und verschiedene kleinere Betriebe, u.a. eine Nebenstelle der [[Behindertenhilfe Norden]], beheimatet. An der Stelle des Betriebsgebäudes stand zuvor ein altes [[Vertriebenenlager Tidofeld|Wehrmachtsgebäude]], das zeitweise auch als [[Lagerschule Tidofeld|Lagerschule]] für die Kinder der Vertriebenen und Flüchtlinge des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] genutzt wurde.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 148</ref> Die Firma Olympia siedelte sich 1970 in [[Tidofeld]] an. Maßgeblichen Anteil daran hatte der damals amtierende Oberkreisdirektor [[Ihno Alberts]].<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Alberts_Ihno.pdf Weßels, Paul (2001): Biographie des Ihno Alberts], veröffentlicht in der Personendatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref>
Die '''Wäschefabrik Lincron''' war eine Zweigstelle des 1903 gegründeten Schreibmaschinenherstellers Olympia aus Schortens (Landkreis Friesland). Sie hatte ihren Sitz in einem neu errichteten Betriebsgebäude an der [[Rheinstraße]] 13, das heute als ''Telematikzentrum'' bekannt ist und verschiedene kleinere Betriebe, u.a. eine Nebenstelle der [[Behindertenhilfe Norden]], beheimatet. An der Stelle des Betriebsgebäudes stand zuvor ein altes [[Vertriebenenlager Tidofeld|Wehrmachtsgebäude]], das zeitweise auch als [[Lagerschule Tidofeld|Lagerschule]] für die Kinder der Vertriebenen und Flüchtlinge des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] genutzt wurde.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 148</ref> Die Firma Olympia siedelte sich 1970 in [[Tidofeld]] an. Maßgeblichen Anteil daran hatte der damals amtierende Oberkreisdirektor [[Ihno Alberts]].<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Alberts_Ihno.pdf Weßels, Paul (2001): Biographie des Ihno Alberts], veröffentlicht in der Personendatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref>


Dem Werk war nur eine kurze Existenz beschienen, bereits 1983 wurde der Betrieb in Tidofeld eingestellt.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 291</ref> Die Schließung fiel in eine Zeit hoher Arbeitslosigkeit in der Stadt und verschärfte diese weiter. Auch das Mutterunternehmen musste Ende 1992 Konkurs anmelden. Seitdem besteht nur der Markenname fort.
Dem Werk war nur eine kurze Existenz beschienen, bereits 1983 wurde der Betrieb in Tidofeld eingestellt.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 291</ref> Die Schließung fiel in eine Zeit hoher Arbeitslosigkeit in der Stadt und verschärfte diese weiter. Auch das Mutterunternehmen in Schortens musste Ende 1992 Konkurs anmelden. Seitdem besteht nur noch der Markenname fort.


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Version vom 17. Juli 2021, 13:36 Uhr

Olympiawerk Tidofeld

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Basisdaten
Gründung 1970
Auflösung 1983
Rechtsform Aktiengesellschaft (AG)
Hauptsitz Rheinstraße 13

26506 Norden

Die Wäschefabrik Lincron war eine Zweigstelle des 1903 gegründeten Schreibmaschinenherstellers Olympia aus Schortens (Landkreis Friesland). Sie hatte ihren Sitz in einem neu errichteten Betriebsgebäude an der Rheinstraße 13, das heute als Telematikzentrum bekannt ist und verschiedene kleinere Betriebe, u.a. eine Nebenstelle der Behindertenhilfe Norden, beheimatet. An der Stelle des Betriebsgebäudes stand zuvor ein altes Wehrmachtsgebäude, das zeitweise auch als Lagerschule für die Kinder der Vertriebenen und Flüchtlinge des Zweiten Weltkriegs genutzt wurde.[1] Die Firma Olympia siedelte sich 1970 in Tidofeld an. Maßgeblichen Anteil daran hatte der damals amtierende Oberkreisdirektor Ihno Alberts.[2]

Dem Werk war nur eine kurze Existenz beschienen, bereits 1983 wurde der Betrieb in Tidofeld eingestellt.[3] Die Schließung fiel in eine Zeit hoher Arbeitslosigkeit in der Stadt und verschärfte diese weiter. Auch das Mutterunternehmen in Schortens musste Ende 1992 Konkurs anmelden. Seitdem besteht nur noch der Markenname fort.

Einzelnachweise

  1. Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 148
  2. Weßels, Paul (2001): Biographie des Ihno Alberts, veröffentlicht in der Personendatenbank der Ostfriesischen Landschaft
  3. Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 291

Siehe auch