Olympiawerk Tidofeld: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Die '''Wäschefabrik Lincron''' (seit 1969; zuvor ''Lingener Wäschefabrik'') mit Sitz an der [[Rheinstraße]] 11 in [[Tidofeld]] war eine zu einer in Lingen (Emsland) ansässigen Großwäscherei gehörende Außenstelle. Sie siedelte sich 1962 in dem größten Gebäude des ehemaligen [[Vertriebenenlager Tidofeld|Wehrmachtsgeländes]] in Tidofeld an. Im November 1964 erwarb sie den gesamten Gebäudekomplex, den sie zuvor gepachtet hatten.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 148</ref> Schon 1975 stellte sie ihren Betrieb wieder ein.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 290</ref>
Die '''Wäschefabrik Lincron''' war eine Zweigstelle des 1903 gegründeten Schreibmaschinenherstellers Olympia aus Schortens (Landkreis Friesland). Sie hatte ihren Sitz in einem neu errichteten Betriebsgebäude an der [[Rheinstraße]] 13, das heute als ''Telematikzentrum'' bekannt ist und verschiedene kleinere Betriebe, u.a. eine Nebenstelle der [[Behindertenhilfe Norden]], beheimatet. An der Stelle des Betriebsgebäudes stand zuvor ein altes [[Vertriebenenlager Tidofeld|Wehrmachtsgebäude]], das zeitweise auch als [[Lagerschule Tidofeld|Lagerschule]] für die Kinder der Vertriebenen und Flüchtlinge des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] genutzt wurde.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 148</ref> Die Firma Olympia siedelte sich 1970 in [[Tidofeld]] an. Maßgeblichen Anteil daran hatte der damals amtierende Oberkreisdirektor [[Ihno Alberts]].<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Alberts_Ihno.pdf Weßels, Paul (2001): Biographie des Ihno Alberts], veröffentlicht in der Personendatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref>


Am 1. April des Jahres pachtete die [[Behindertenhilfe Norden]] den Komplex von der Wäschefabrik und richtete hier eine ''Werkstatt für behinderte Menschen'' ein. Am 30. Dezember 1982 kaufte man die Gebäude dem Lingener Unternehmen ab.<ref>[https://behindertenhilfe-norden.de/historie/ Geschichte der Behindertenhilfe Norden], abgerufen am 17. Juni 2021</ref> Der Wäschereibetrieb wird seitdem durch Menschen mit Behinderungen fortgeführt.
Dem Werk war nur eine kurze Existenz beschienen, bereits 1983 wurde der Betrieb in Tidofeld eingestellt.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 291</ref> Die Schließung fiel in eine Zeit hoher Arbeitslosigkeit in der Stadt und verschärfte diese weiter. Auch das Mutterunternehmen musste Ende 1992 Konkurs anmelden. Seitdem besteht nur der Markenname fort.


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Version vom 17. Juli 2021, 10:53 Uhr

Olympiawerk Tidofeld

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Basisdaten
Gründung 1970
Auflösung 1975
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
Hauptsitz Rheinstraße 11

26506 Norden

Die Wäschefabrik Lincron war eine Zweigstelle des 1903 gegründeten Schreibmaschinenherstellers Olympia aus Schortens (Landkreis Friesland). Sie hatte ihren Sitz in einem neu errichteten Betriebsgebäude an der Rheinstraße 13, das heute als Telematikzentrum bekannt ist und verschiedene kleinere Betriebe, u.a. eine Nebenstelle der Behindertenhilfe Norden, beheimatet. An der Stelle des Betriebsgebäudes stand zuvor ein altes Wehrmachtsgebäude, das zeitweise auch als Lagerschule für die Kinder der Vertriebenen und Flüchtlinge des Zweiten Weltkriegs genutzt wurde.[1] Die Firma Olympia siedelte sich 1970 in Tidofeld an. Maßgeblichen Anteil daran hatte der damals amtierende Oberkreisdirektor Ihno Alberts.[2]

Dem Werk war nur eine kurze Existenz beschienen, bereits 1983 wurde der Betrieb in Tidofeld eingestellt.[3] Die Schließung fiel in eine Zeit hoher Arbeitslosigkeit in der Stadt und verschärfte diese weiter. Auch das Mutterunternehmen musste Ende 1992 Konkurs anmelden. Seitdem besteht nur der Markenname fort.

Einzelnachweise

  1. Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 148
  2. Weßels, Paul (2001): Biographie des Ihno Alberts, veröffentlicht in der Personendatenbank der Ostfriesischen Landschaft
  3. Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 291

Siehe auch