Norder Tor: Unterschied zwischen den Versionen

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26506 Norden
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Das '''Norder Tor''' ist ein großes Einkaufszentrum in [[Süderneuland I]]. Es wurde am 29. März 2012 offiziell eröffnet. Seit Anbeginn der Planungen war das Norder Tor mehrfach Ziel öffentlicher Bedenken und Bürgerbegehren. Insbesondere die im [[Neuer Weg|Neuen Weg]] ansässigen Einzelhändler fürchteten um eine Abwanderung der Kundschaft in das Einkaufszentrum.
Das '''Norder Tor''' ist ein großes Einkaufszentrum in [[Norden (Stadtteil)|Norden]], unmittelbar an der Grenze zu [[Süderneuland I]]. Es wurde am 29. März 2012 offiziell eröffnet. Seit Anbeginn der Planungen war das Norder Tor mehrfach Ziel öffentlicher Bedenken und Bürgerbegehren. Insbesondere die im [[Neuer Weg|Neuen Weg]] ansässigen Einzelhändler fürchteten um eine Abwanderung der Kundschaft in das Einkaufszentrum.
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==Geschichte==
==Geschichte==
Vor dem Bau des Norder Tors befanden sich auf dem Gelände neben der bis heute erhaltenen [[Frisiamühle]] bereits ein kleines Einkaufszentrum, in dem ein ALDI- sowie ein Babymarkt ansässig waren. Dort gegenüberliegend hatte lange Jahre der [[Meliorationsverband Norden]] seinen Sitz. Die dortigen Hallen wurden auch "Meli-Hallen" genannt.
Vor dem Bau des Norder Tors befanden sich auf dem Gelände neben der bis heute erhaltenen [[Frisiamühle]] bereits ein kleines Einkaufszentrum, in dem ein ALDI- sowie ein Babymarkt ansässig waren. Dort gegenüberliegend hatte lange Jahre der [[Meliorationsverband Norden]] seinen Sitz. Die dortigen Hallen wurden auch ''Meli-Hallen'' genannt. Nachdem der Meli-Verband im Jahre 1991 seinen Betrieb einstellte, lag das Gelände brach. Seitdem gab es langwierige Diskussionen um eine Neugestaltung des uneinladend wirkenden Gebiets auf, die jedoch in Ermangelung von Investoren und am Widerstand der innerstädtischen Kaufmannschaft scheiterten.<ref>Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 72</ref>


Gegen Ende der 2000er Jahre kamen dann Überlegungen zum Bau eines neuen, sogenannten "Südeingangs" auf. Fast zeitgleich mit dem Bekanntwerden richteten sich örtliche Einzelhändler an die Öffentlichkeit, indem sie in Presse und bei der Politik ihre Bedenken zum Plan eines großen Einkaufszentrums am südlichen Eingang der Norder Innenstadt äußerten. Die Beschwerden verliefen jedoch ergebnislos, da die wirtschaftlichen Interessen von Rat und Verwaltung der Stadt Norden überwogen und man bereits seit vielen Jahren eine neue Nutzung für die weitestgehend veralteten und brachliegenden Grundstücke rund um den bisherigen Einkaufskomplex und das Meli-Gelände beabsichtigte.
Gegen Ende der 2000er Jahre kamen dann neue Überlegungen zum Bau eines neuen, sogenannten ''Südeingangs'' auf. Fast zeitgleich mit dem Bekanntwerden richteten sich örtliche Einzelhändler an die Öffentlichkeit, indem sie in Presse und bei der Politik ihre Bedenken zum Plan eines großen Einkaufszentrums am südlichen Eingang der Norder Innenstadt äußerten. Die Beschwerden verliefen jedoch ergebnislos, da die wirtschaftlichen Interessen von Rat und Verwaltung der Stadt Norden überwogen und man bereits seit vielen Jahren eine neue Nutzung für die weitestgehend veralteten und brachliegenden Grundstücke rund um den bisherigen Einkaufskomplex und das Meli-Gelände beabsichtigte.


Als somit klar wurde, dass Widerstand gegen das Bauvorhaben nichts bringen würde, erwarb ein Norder Bürger die seit langem leerstehende Gaststätte [[Im schwarzen Roß]] (auch "Zum schwarzen Roß" bzw. "Bengens Gasthof" genannt). Damit beabsichtigte er, diesen aufgrund seines desaströsen Zustands als Schandfleck bezeichenbares Gebäude zu erhalten, um bestenfalls Kunden des Norder Tors zu vergraulen. Noch heute steht dieses Gebäude und verfällt zusehends weiter.
Als somit klar wurde, dass Widerstand gegen das Bauvorhaben nichts bringen würde, erwarb ein bekannter Norder Kaufmann die seit langem leerstehende Gaststätte [[Im schwarzen Roß|''Im schwarzen Roß'']]. Damit beabsichtigte er, diesen aufgrund seines desaströsen Zustands als Schandfleck bezeichenbares Gebäude zu erhalten, um bestenfalls Kunden des Norder Tors zu vergraulen. Noch heute steht dieses Gebäude und verfällt zusehends weiter.


Der Bau schritt nach seiner Genehmigung schnell voran. Am 29. März 2012 konnte das Norder Tor schließlich eröffnet werden.
Der Bau startete entgegen aller Widerstände im Oktober 2010 und schritt schnell voran. Die Fertigstellung erfolgte schließlich im Februar 2012. Am 29. März 2012 konnte das Norder Tor offiziell eröffnet werden. Als Bauherr fungierte die Eigentümergesellschaft ''Gesellschaft Norder Tor GmbH & Co. KG'', als Bauunternehmen kam vor allem die Firma ''Gundlach'' aus Hannover zum Einsatz.<ref>[https://www.gundlach-bau.de/ Internetseite von Gundlach Bau], abgerufen am 1. März 2021</ref>
 
==Galerie==
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Datei:Bahnhofstraße Alter Bahnhof 03 10 2003 01.JPG|Das Gelände, auf dem der Fotograf steht, nimmt heute das ''Norder Tor'' ein - Aufnahme vom 3. Oktober 2003.
Datei:Norder Tor Gesamtansicht 30042012.jpg|Das ''Norder Tor'' als Gesamtansicht. Fotografiert am 30. April 2012 von der [[Bahnhofstraße]] aus.
Datei:Norder Tor 28102012.jpg|Eine weitere Ansicht mit Mühle, aufgenommen am 28. Oktober 2012.
Datei:Norder Tor 09102012.jpg|Schriftzug ''"Norder Tor"''. Aufnahme vom 9. Oktober 2012
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==Einzelnachweise==
<references/>


==Siehe auch==
==Siehe auch==
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[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Gebäude in Süderneuland I]]
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]
[[Kategorie:Süderneuland I]]
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]

Aktuelle Version vom 9. Juli 2022, 12:13 Uhr

Norder Tor

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Basisdaten
Entstehungszeit 2010-2012
Erbauer Gesellschaft Norder Tor GmbH & Co. KG
Bauweise Einkaufszentrum
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Bahnhofstraße 1 A

26506 Norden

Das Norder Tor ist ein großes Einkaufszentrum in Norden, unmittelbar an der Grenze zu Süderneuland I. Es wurde am 29. März 2012 offiziell eröffnet. Seit Anbeginn der Planungen war das Norder Tor mehrfach Ziel öffentlicher Bedenken und Bürgerbegehren. Insbesondere die im Neuen Weg ansässigen Einzelhändler fürchteten um eine Abwanderung der Kundschaft in das Einkaufszentrum.

Geschichte

Vor dem Bau des Norder Tors befanden sich auf dem Gelände neben der bis heute erhaltenen Frisiamühle bereits ein kleines Einkaufszentrum, in dem ein ALDI- sowie ein Babymarkt ansässig waren. Dort gegenüberliegend hatte lange Jahre der Meliorationsverband Norden seinen Sitz. Die dortigen Hallen wurden auch Meli-Hallen genannt. Nachdem der Meli-Verband im Jahre 1991 seinen Betrieb einstellte, lag das Gelände brach. Seitdem gab es langwierige Diskussionen um eine Neugestaltung des uneinladend wirkenden Gebiets auf, die jedoch in Ermangelung von Investoren und am Widerstand der innerstädtischen Kaufmannschaft scheiterten.[1]

Gegen Ende der 2000er Jahre kamen dann neue Überlegungen zum Bau eines neuen, sogenannten Südeingangs auf. Fast zeitgleich mit dem Bekanntwerden richteten sich örtliche Einzelhändler an die Öffentlichkeit, indem sie in Presse und bei der Politik ihre Bedenken zum Plan eines großen Einkaufszentrums am südlichen Eingang der Norder Innenstadt äußerten. Die Beschwerden verliefen jedoch ergebnislos, da die wirtschaftlichen Interessen von Rat und Verwaltung der Stadt Norden überwogen und man bereits seit vielen Jahren eine neue Nutzung für die weitestgehend veralteten und brachliegenden Grundstücke rund um den bisherigen Einkaufskomplex und das Meli-Gelände beabsichtigte.

Als somit klar wurde, dass Widerstand gegen das Bauvorhaben nichts bringen würde, erwarb ein bekannter Norder Kaufmann die seit langem leerstehende Gaststätte Im schwarzen Roß. Damit beabsichtigte er, diesen aufgrund seines desaströsen Zustands als Schandfleck bezeichenbares Gebäude zu erhalten, um bestenfalls Kunden des Norder Tors zu vergraulen. Noch heute steht dieses Gebäude und verfällt zusehends weiter.

Der Bau startete entgegen aller Widerstände im Oktober 2010 und schritt schnell voran. Die Fertigstellung erfolgte schließlich im Februar 2012. Am 29. März 2012 konnte das Norder Tor offiziell eröffnet werden. Als Bauherr fungierte die Eigentümergesellschaft Gesellschaft Norder Tor GmbH & Co. KG, als Bauunternehmen kam vor allem die Firma Gundlach aus Hannover zum Einsatz.[2]

Galerie

Einzelnachweise

  1. Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 72
  2. Internetseite von Gundlach Bau, abgerufen am 1. März 2021

Siehe auch