Bargeburer Mühle: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 1: Zeile 1:
{| class="wikitable" style="float:right; margin-left: 10px;"
{{Infobox Gebäude
! colspan="2" |
|center = 53.590153504958195, 7.223956739037044
==Bargeburer Mühle==
|circles = 53.590153504958195, 7.223956739037044 : 20
|-
|zoom = 17
| colspan="2" |{{#display_map:
|Entstehungszeit=vor 1726
| Title = Bargeburer Mühle
|Erbauer=unbekannt
| Text = ungefähre Lage
|Bauweise=Galerieholländer
| center = 53.590153504958195, 7.223956739037044
|Erhaltungszustand=1884 abgebrannt
| circles = 53.590153504958195, 7.223956739037044 : 20
|Genaue Lage=südliches Ende von
| zoom = 17
[[Am Moortief]]
| width = 300px
| height = 300px
}}
}}
|-
! colspan="2" |Basisdaten
|-
|Entstehungszeit
|vor 1726
|-
|Erbauer
|unbekannt
|-
|Bauweise
|Galerieholländer
|-
|Erhaltungszustand
|1884 abgebrannt
|-
|Genaue Lage
|südliches Ende von
[[Am Moortief]]
|}
Die '''Bargeburer Mühle''' war ein Windmühle im Stile eines Galerieholländers und daher vom Aussehen mit der [[Deichmühle|Deich-]] oder [[Frisiamühle]] vergleichbar. Sie befand sich südlich der heutigen Straße [[Am Moortief]], ungefähr dort wo sich heute die [[Schule am Moortief]] befindet. Das dazugehörige ''[[Müllerhaus]]'' aus dem Jahr 1807 existiert noch heute.
Die '''Bargeburer Mühle''' war ein Windmühle im Stile eines Galerieholländers und daher vom Aussehen mit der [[Deichmühle|Deich-]] oder [[Frisiamühle]] vergleichbar. Sie befand sich südlich der heutigen Straße [[Am Moortief]], ungefähr dort wo sich heute die [[Schule am Moortief]] befindet. Das dazugehörige ''[[Müllerhaus]]'' aus dem Jahr 1807 existiert noch heute.
__NOTOC__
__TOC__
==Geschichte==
==Geschichte==
Die Mühle ist erstmals auf dem Stadtplan von [[Jacob Menßen]] aus dem Jahre 1726 erkennbar, weshalb ein Bau vorher anzunehmen ist. Ob es sich damals schon um einen Galerieholländer hatte, ist ungewiss. Sicher ist, dass sie ursprünglich als Peldemühle eingerichtet wurde.<ref name=":0">StAA, Rep. 39, Nr. 117</ref> Als ''Pelden'' bezeichnet man den Vorgang des Schälens von Roggen oder Gerste.
Die Mühle ist erstmals auf dem Stadtplan von [[Jacob Menßen]] aus dem Jahre 1726 erkennbar, weshalb ein Bau vorher anzunehmen ist. Ob es sich damals schon um einen Galerieholländer hatte, ist ungewiss. Sicher ist, dass sie ursprünglich als Peldemühle eingerichtet wurde.<ref name=":0">StAA, Rep. 39, Nr. 117</ref> Als ''Pelden'' bezeichnet man den Vorgang des Schälens von Roggen oder Gerste.


Zeile 45: Zeile 23:
Datei:Süderneuland II Bargebur Bargeburer Mühle Ölmühle Müllerhaus Berumerfehnkanal Fehnkanal um 1870.JPG|Ganz rechts die Bargeburer Mühle, links daneben die [[Westerroggenmühle]]. Im Vordergrund die [[Ölmühle]], im Hintergrund die [[Bargeburer Kirche]] und die Turmspitze von Schloss Lütetsburg.
Datei:Süderneuland II Bargebur Bargeburer Mühle Ölmühle Müllerhaus Berumerfehnkanal Fehnkanal um 1870.JPG|Ganz rechts die Bargeburer Mühle, links daneben die [[Westerroggenmühle]]. Im Vordergrund die [[Ölmühle]], im Hintergrund die [[Bargeburer Kirche]] und die Turmspitze von Schloss Lütetsburg.
Datei:Bargeburer Mühlen 1808 01.JPG|Die beiden Bargeburer Mühlen im Jahre 1808.
Datei:Bargeburer Mühlen 1808 01.JPG|Die beiden Bargeburer Mühlen im Jahre 1808.
Datei:Bargebur beide Mühlen unbekanntes Datum 01.jpg|Dieses undatierte Gemälde zeigt ebenfalls die beiden Mühlen (eventuell um 1850).
</gallery>
</gallery>



Aktuelle Version vom 2. Februar 2024, 07:34 Uhr

Bargeburer Mühle

Die Karte wird geladen …
Basisdaten
Entstehungszeit vor 1726
Erbauer unbekannt
Bauweise Galerieholländer
Erhaltungszustand 1884 abgebrannt
Genaue Lage südliches Ende von

Am Moortief

Die Bargeburer Mühle war ein Windmühle im Stile eines Galerieholländers und daher vom Aussehen mit der Deich- oder Frisiamühle vergleichbar. Sie befand sich südlich der heutigen Straße Am Moortief, ungefähr dort wo sich heute die Schule am Moortief befindet. Das dazugehörige Müllerhaus aus dem Jahr 1807 existiert noch heute.

Geschichte

Die Mühle ist erstmals auf dem Stadtplan von Jacob Menßen aus dem Jahre 1726 erkennbar, weshalb ein Bau vorher anzunehmen ist. Ob es sich damals schon um einen Galerieholländer hatte, ist ungewiss. Sicher ist, dass sie ursprünglich als Peldemühle eingerichtet wurde.[1] Als Pelden bezeichnet man den Vorgang des Schälens von Roggen oder Gerste.

Anfang 1813 fand eine Vereinigung statt. Dies bedeutet, dass die Mühle nun nicht mehr nur zum Pelden, sondern auch zum Mehlmahlen genutzt werden konnte und durfte. Zu dieser Zeit soll die Mühle 69,5 Fuß hoch gewesen sein, was in etwa 21 Metern entspricht.[1] Da Bargebur seinerzeit noch zu Lütetsburg gehörte, musste der Pächter ein jährliches Windgeld, eine Art Steuer für den Betrieb einer Mühle, an die Lütetsburger Schlossherren zahlen. Es betrug je Tonne gemahlener Gerste 36 Stüber.[2]

Um 1856 wird ein Müller namens U. Ulferts genannt, es ist jedoch nicht ganz eindeutig, in welcher der beiden Bargeburer Mühlen er mahlte.[3] Die Mühle existierte noch bis 1884. Im genannten Jahr brannte sie ab und wurde nicht wieder aufgebaut.[4] Das 1807 erbaute Müllerhaus wurde 1982 aufwendig saniert.[5]

Galerie

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 StAA, Rep. 39, Nr. 117
  2. StAA, Rep. 6, Nr. 3178,
  3. Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 36
  4. Schreiber, Gretje (2012): Historische Flurnamensammlung der Ostfriesischen Landschaft, Nr. 58811
  5. Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 95

Siehe auch