Anton Günther Carl von Glan: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Anton Günther Carl von Glan''' (* 10. Januar oder Februar 1762 in Stickhausen; † 30. September 1843 in Norden)<ref>Cremer, Ufke ( | '''Anton Günther Carl von Glan''' (* 10. Januar oder Februar 1762 in Stickhausen; † 30. September 1843 in Norden)<ref>Cremer, Ufke (1934): Die Einwohner der Stadt Norden im Jahre 1811, Norden, S. 19</ref><ref name=":0">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 83</ref> war von 1791 bis 1815 [[Liste der Bürgermeister der Stadt Norden|Bürgermeister von Norden]] sowie von 1819 bis zu seinem Tode im Jahre 1843 [[Amtshauptmann]] des [[Amt Norden|Amtes Norden]].<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden - Handel und Wandel, Norden</ref> Zuvor war er Amtsgerichtsassessor in Friedeburg. Ferner war er 1819 Landschaftlicher Administrator bei der Ostfriesischen Landschaft in Aurich.<ref>Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 150</ref> | ||
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Anton Günther Carl von Glan entstammt einer ostfriesisch-preußischen Beamtenfamilie, die mehrere hohe Amtsträger hervorbrachte. In seine Amtszeit fallen die [[französische Besatzungszeit]] und die Gründung der [[Doornkaat|Firma Doornkaat]]. Während der Franzosenzeit war sein amtlicher Titel | Anton Günther Carl von Glan entstammt einer ostfriesisch-preußischen Beamtenfamilie, die mehrere hohe Amtsträger hervorbrachte. In seine Amtszeit fallen die [[französische Besatzungszeit]] und die Gründung der [[Doornkaat|Firma Doornkaat]].<ref name=":0" /> | ||
Am 17. Oktober 1795 erwarb er das für 1.700 Reichstaler das Haus [[Am Markt 65]]. | |||
Während der Franzosenzeit war sein amtlicher Titel nicht ''Bürgermeister'' sondern ''Maire''.<ref name=":0" /> | |||
Unbeabsichtigt sorgte er dabei für eine schwere Wirtschaftskrise bei der Tabakmanufaktur [[Steinbömer & Lubinus]], als er dessen wirtschaftliche Stärke gegenüber den französischen Beamten anpries, die es daraufhin mit überhöhten Steuern belegten.<ref>Behrends, Berend-Heiko (1969): Zwei Jahrhunderte Steinbömer Tabak, Norden, S. 19</ref> Später beschlagnahmten die Franzosen gar den fertig verarbeiteten Tabak, da der Staat diesen im Monopol zu verkaufen versuchte. Doch auch diese Krise meisterte das Unternehmen, wenn auch sehr angeschlagen.<ref>Behrends, Berend-Heiko (1969): Zwei Jahrhunderte Steinbömer Tabak, Norden, S. 20</ref> | |||
1813 beschwerten sich drei hauptamtliche Lehrer der [[Liste der Schulen im Stadtgebiet|Norder Kirchenschulen]] bei ihm über die zahlreichen [[Liste der Schulen im Stadtgebiet#Private Schulen|Winkel- bzw. Klippschulen]] in der Stadt, die von - in ihren Augen - nicht geeigneten Personen betrieben werden. Diese wurden daraufhin wenig später verboten.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 72</ref> | 1813 beschwerten sich drei hauptamtliche Lehrer der [[Liste der Schulen im Stadtgebiet|Norder Kirchenschulen]] bei ihm über die zahlreichen [[Liste der Schulen im Stadtgebiet#Private Schulen|Winkel- bzw. Klippschulen]] in der Stadt, die von - in ihren Augen - nicht geeigneten Personen betrieben werden. Diese wurden daraufhin wenig später verboten.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 72</ref> | ||
Aktuelle Version vom 31. Juli 2024, 06:24 Uhr
Anton Günther Carl von Glan (* 10. Januar oder Februar 1762 in Stickhausen; † 30. September 1843 in Norden)[1][2] war von 1791 bis 1815 Bürgermeister von Norden sowie von 1819 bis zu seinem Tode im Jahre 1843 Amtshauptmann des Amtes Norden.[3] Zuvor war er Amtsgerichtsassessor in Friedeburg. Ferner war er 1819 Landschaftlicher Administrator bei der Ostfriesischen Landschaft in Aurich.[4]
Leben
Anton Günther Carl von Glan entstammt einer ostfriesisch-preußischen Beamtenfamilie, die mehrere hohe Amtsträger hervorbrachte. In seine Amtszeit fallen die französische Besatzungszeit und die Gründung der Firma Doornkaat.[2]
Am 17. Oktober 1795 erwarb er das für 1.700 Reichstaler das Haus Am Markt 65.
Während der Franzosenzeit war sein amtlicher Titel nicht Bürgermeister sondern Maire.[2]
Unbeabsichtigt sorgte er dabei für eine schwere Wirtschaftskrise bei der Tabakmanufaktur Steinbömer & Lubinus, als er dessen wirtschaftliche Stärke gegenüber den französischen Beamten anpries, die es daraufhin mit überhöhten Steuern belegten.[5] Später beschlagnahmten die Franzosen gar den fertig verarbeiteten Tabak, da der Staat diesen im Monopol zu verkaufen versuchte. Doch auch diese Krise meisterte das Unternehmen, wenn auch sehr angeschlagen.[6]
1813 beschwerten sich drei hauptamtliche Lehrer der Norder Kirchenschulen bei ihm über die zahlreichen Winkel- bzw. Klippschulen in der Stadt, die von - in ihren Augen - nicht geeigneten Personen betrieben werden. Diese wurden daraufhin wenig später verboten.[7]
Einzelnachweise
- ↑ Cremer, Ufke (1934): Die Einwohner der Stadt Norden im Jahre 1811, Norden, S. 19
- ↑ 2,0 2,1 2,2 Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 83
- ↑ Canzler, Gerhard (1989): Norden - Handel und Wandel, Norden
- ↑ Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 150
- ↑ Behrends, Berend-Heiko (1969): Zwei Jahrhunderte Steinbömer Tabak, Norden, S. 19
- ↑ Behrends, Berend-Heiko (1969): Zwei Jahrhunderte Steinbömer Tabak, Norden, S. 20
- ↑ Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 72