Norder Bank: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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26506 Norden
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Die '''Norder Bank''' war ein in Norden ansässiges Geldinstitut, das wahrscheinlich 1904 gegründet und 1918, spätestens 1922 aufgelöst wurde.<ref>[https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/5GJ5PLIHDTDRU2Y4UGZLIYJJ56LNAJRN Eintrag in der Deutschen Digitalen Bibliothek], abgerufen am 10. Juni 2021</ref><ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 169</ref> Sie hatte ihren Sitz in der sogenannten [[Löwenbank]], wie das Gebäude am [[Neuer Weg|Neuen Weg]] 45-48 wegen des über dem Eingang befindlichen Löwen umgangssprachlich genannt wird.
Die '''Norder Bank AG''' war ein in Norden ansässiges Geldinstitut, das zunächst eigenständig war und zuletzt als Zweigstelle zum ''Barmer Bankverein'' aus Wuppertal gehörte.


Um die Zeit des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde die Bank vom Barmer Bankverein übernommen, der sich 1922 aus den kleineren Orten zurückzog.<ref name=":1" /> 1924 zog die [[Sparkasse Aurich-Norden]] in das einstige Bankgebäude der Norder Bank.''<ref name=":0">[https://www.sparkasse-aurich-norden.de/content/dam/myif/spk-aurich-norden/work/dokumente/pdf/ihre-sparkasse/Chronik.pdf?n=true Chronik der Sparkasse Aurich-Norden], abgerufen am 2. Juni 2021</ref>''
== Geschichte ==
Die Bank wurde 1904 als eigenständiges Bankinstitut gegründet.<ref name=":2">Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 29</ref> Sie hatte ihren Sitz in der sogenannten ''[[Löwenbank]]'', wie das Gebäude am [[Neuer Weg|Neuen Weg]] 45-47 wegen des über dem Eingang befindlichen Löwen umgangssprachlich genannt wird und war auch Erbauer dieses Gebäudes.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 169</ref> In der Zeit um 1915 verfügte die Bank über Zweigniederlassungen in Aurich, Leer und Norderney sowie über Agenturen in Dornum, Esens, Hage, Juist, Marienhafe, Weener und Wittmund. Das Aktienkapital nebst Reserven betrug im Jahre 1915 insgesamt 4.031.000 Mark.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 5. Oktober 1915, S. 6</ref>
 
Kurz nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde die Bank vom ''Barmer Bankverein Hinsberg, Fischer & Co.'' aus Wuppertal übernommen. Auch in Emden soll es eine Filiale dieses Bankvereins gegeben haben.<ref>[https://www.seefahrtsfreunde-emden.de/der-verein/ Erwähnung der Norder Bank AG], abgerufen am 10. Juni 2021</ref> Wenige Jahre später, ab 1922, zog sich dieser jedoch wegen der Wirtschaftskrise und grassierenden Inflation aus den kleineren Orten zurück.<ref name=":2" /><ref name=":1" /> 1923 betraf die Schließung auch die Norder Filalie, weshalb Gebäude und Inventare 1924 für 100.000 RM von der [[Kreis- und Stadtsparkasse Norden]] übernommen wurden, die bis dahin an der [[Große Neustraße 1|Großen Neustraße 1]] ansässig war.<ref name=":2" />''<ref name=":0">[https://www.sparkasse-aurich-norden.de/content/dam/myif/spk-aurich-norden/work/dokumente/pdf/ihre-sparkasse/Chronik.pdf?n=true Chronik der Sparkasse Aurich-Norden], abgerufen am 2. Juni 2021</ref>''
 
Als Nachfolger der ''Norder Bank'' kann die [[Vereinsbank Norden]] angesehen werden, wenngleich dies nicht in direkter oder rechtlicher Hinsicht gilt, sondern diese vielmehr die entstandene Lücke im Bankenwesen schloss.<ref name=":1" />


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Aktuelle Version vom 28. November 2022, 14:11 Uhr

Norder Bank

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Basisdaten
Gründung 1904
Auflösung 1923
Rechtsform Aktiengesellschaft (AG)
Hauptsitz Neuer Weg 45-47

26506 Norden

Die Norder Bank AG war ein in Norden ansässiges Geldinstitut, das zunächst eigenständig war und zuletzt als Zweigstelle zum Barmer Bankverein aus Wuppertal gehörte.

Geschichte

Die Bank wurde 1904 als eigenständiges Bankinstitut gegründet.[1] Sie hatte ihren Sitz in der sogenannten Löwenbank, wie das Gebäude am Neuen Weg 45-47 wegen des über dem Eingang befindlichen Löwen umgangssprachlich genannt wird und war auch Erbauer dieses Gebäudes.[2] In der Zeit um 1915 verfügte die Bank über Zweigniederlassungen in Aurich, Leer und Norderney sowie über Agenturen in Dornum, Esens, Hage, Juist, Marienhafe, Weener und Wittmund. Das Aktienkapital nebst Reserven betrug im Jahre 1915 insgesamt 4.031.000 Mark.[3]

Kurz nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Bank vom Barmer Bankverein Hinsberg, Fischer & Co. aus Wuppertal übernommen. Auch in Emden soll es eine Filiale dieses Bankvereins gegeben haben.[4] Wenige Jahre später, ab 1922, zog sich dieser jedoch wegen der Wirtschaftskrise und grassierenden Inflation aus den kleineren Orten zurück.[1][2] 1923 betraf die Schließung auch die Norder Filalie, weshalb Gebäude und Inventare 1924 für 100.000 RM von der Kreis- und Stadtsparkasse Norden übernommen wurden, die bis dahin an der Großen Neustraße 1 ansässig war.[1][5]

Als Nachfolger der Norder Bank kann die Vereinsbank Norden angesehen werden, wenngleich dies nicht in direkter oder rechtlicher Hinsicht gilt, sondern diese vielmehr die entstandene Lücke im Bankenwesen schloss.[2]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 29
  2. 2,0 2,1 2,2 Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 169
  3. Ostfriesischer Kurier vom 5. Oktober 1915, S. 6
  4. Erwähnung der Norder Bank AG, abgerufen am 10. Juni 2021
  5. Chronik der Sparkasse Aurich-Norden, abgerufen am 2. Juni 2021

Siehe auch