Adolph Loringa
Adolph Otto Loringa (auch "Adolf" geschrieben; * um 1475, † 14. Oktober 1533 in Jemgum) war von 1527 bis zu seinem Tod im Jahr 1533 Bürgermeister von Norden.[1] Er entstammte der einflussreichen Familie Loringa und fiel als Gefolgsmann von Enno II. Cirksena bei der Schlacht von Jemgum. Loringa gilt als Erbauer des Hof Breepott in Ostermarsch.[2]
Leben
Am 14. Oktober 1533 starb Loringa in der Schlacht bei Jemgum.[3] Es war eine von vielen Schlachten der sogenannten "Geldrischen Fehde". In diesem Krieg versuchte Balthasar von Esens mit der Hilfe des mächtigen Herzogs von Geldern seine Herrschaft im Harlingerland zurückzugewinnen. Balthasar brandschatzte 1531 in Norden und wurde dafür von den Cirksenas in einem Rachefeldzug vernichtend geschlagen. Die Truppen des Herzogs von Geldern und Balthasars, etwa 2000 waffengeübte Söldner, drangen nach Ostfriesland ein und verschanzten sich in der Jemgumer Kirche. Die anrückende gräflich-ostfriesische Streitmacht war zwar meist unzureichend ausgebildet, aber dafür zahlenmäßig weit überlegen. Die Söldner boten an, sich zu ergeben und kampflos aus Ostfriesland abzuziehen, doch schlugen Enno II. und sein Bruder dieses Angebot aus.
In der Schlacht agierten die Cirksenas anschließend derart taktisch ungeschickt, dass ihre Truppen zusammengeschossen und in die wilde Flucht getrieben wurden. Zwar kamen mit 400 Mann nur vergleichsweise wenig Menschen ums Leben, jedoch waren unter den Toten auf Seiten der Ostfriesen zahlreiche Edle, die an der Spitze ihres Heerhaufens geritten waren, darunter ihr Hauptmann Adolph Loringa. Infolge der Schlacht wurden Leer und Oldersum in Brand gesteckt und geplündert. Am Ende des Krieges saß Balthasar wieder in Amt und Würden, allerdings als geldrischer Vasall.<ref<Beschreibung der Schlacht, abgerufen am 1. April 2021</ref>
Einzelnachweise
- ↑ Canzler, Gerhard (1989): Norden - Handel und Wandel, Norden
- ↑ Schreiber, Gretje (2009): Bewohner der Höfe in der Ostermarsch, in: Heim und Herd vom 23. Dezember 2000, S. 47
- ↑ Stammbaum der Familie Herlyn, abgerufen am 1. April 2021