Albert Schöneberg
Dr. Albert Schöneberg (* vor 1860, † nach 1919) war von 1886 bis 1919 Bürgermeister der Stadt Norden.[1]
Leben
Schöneberg wurde am 8. Juni 1945 durch die britische Militärregierung zum ersten Nachkriegsbürgermeister bestimmt. Anfang 1946 konstituierte sich auf Anweisung der Besatzungsbehörden der erste Nachkriegsstadtrat unter Schönebergs Leitung. Hauptaufgabe des ernannten Stadtrates, der aus politisch nicht belasteten Mitgliedern bestand, war die Umsetzung der von der Militärregierung nach britischem Muster entwickelten neuen Deutschen Gemeindeordnung, die damit verbundene Redemokratisierung der kommunalen Strukturen und die Vorbereitung der ersten Kommunalwahlen. Wichtigstes Ziel der neuen Kommunalordnung war die Abschaffung des nationalsozialistischen Führerprinzips und seine Ersetzung durch das "Prinzip gemeinschaftlicher Verantwortung".[2]
Bereits im März 1946 wurde Schöneberg durch die Militärregierung als Bürgermeister abgesetzt. An seine Stelle trat Johann Fischer als zweiter Nachkriegsbürgermeister. Die Begründung für die Entlassung Schönebergs war der Vorwurf, er habe falsche Angaben über seine Mitgliedschaft in nationalsozialistischen Organisationen gemacht. Dieser Vorwurf wurde später entkräftet, was zu seiner Rehabilitation führte. 1948 wurde Schöneberg dann wieder Bürgermeister.