Spritzenhäuser
Unter preußischer Herrschaft bekam die Stadt Norden im Jahr 1783 erstmals eine Brandordnung, in welcher das allgemeine Feuerlöschwesen geregelt wurde. Kernpunkt dieser Ordnung war die Verpflichtung eines jeden Bürgers im Brandfalle zu helfen und dazu einen "Brandeimer" vorzuhalten. Einhergehend mit dem Erlass dieser Brandordnung wurde der Bau zweier Spritzenhäuser im Stadtgebiet notwendig. Spritzenhäuser sind die Vorläufer der modernen Feuerwehrgerätehäuser. In ihnen wurde neben den namensgebenden Löschspritzen auch weiteres Material zur Brandbekämpfung und Hilfeleistung vorgehalten.
Das erste Spritzenhaus wurde 1784 auf dem Neuen Weg erbaut. Im selben Jahr wurde auch das Wachthaus am Glockenturm, Sitz der Norder Stadtwache als Spritzenhaus genutzt.