Neuer Weg 110
Neuer Weg 110 | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| {{#multimaps: | Title = Neuer Weg 110 | Text = Gebäude in Norden | center = 53.59498998814053, 7.209035307456695 | circle = 53.59498998814053, 7.209035307456695 : 10 | zoom = 18 | width = 300px | height = 300px
}} | |
| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | 1903 | |||||||
| Erbauer | Jüdische Gemeinde Norden | |||||||
| Bauweise | Ziegelsteinbau | |||||||
| Erhaltungszustand | erhalten | |||||||
| Genaue Lage | Neuer Weg 110
26506 Norden | |||||||
Das Haus Neuer Weg 110 wurde 1903 von der Jüdischen Gemeinde errichtet und war Teil des im Umfeld des Synagogenwegs befindlichen Gemeindezentrums. Seit dem Niedergang der Gemeinde infolge der nationalsozialistischen Verfolgung wird das Haus zu Wohn- und Geschäftszwecken genutzt.
Geschichte
1679 erwarb die Jüdische Gemeinde das Haus am Neuen Weg 110, das sie bis 1804 als Synagoge, Schule und Wohnhaus nutzte. Auch eine Mikwe (ritueller Waschraum zur Hygiene) war in dem Gebäude untergebracht. Vielleicht wurde das Gebäude zuvor bereits mietweise als Betsaal bzw. Synagoge mit Mikwe genutzt.[1] 1804 erbauten sie in der unmittelbar anliegenden Judenlohne, dem heutigen Synagogenweg, eine neue Synagoge. Möglicherweise gab es auch schon vor 1679 einen jüdischen Gebetsraum im Stadtgebiet, doch ist über deren Ursprung - ebenso wenig wie über den Zeitpunkt der Ansiedlung der ersten Juden in Norden - nichts näher bekannt.[2]
Am Synagogenweg 4 entstand 1871 als Anbau des Gebäudes die Jüdische Schule. 1903 wurde der vordere, ursprüngliche Bau der Nummer 110 abgebrochen und mit einer Lehrerwohnung im Obergeschoss neu errichtet.[1] Seit dem Niedergang der Gemeinde infolge der nationalsozialistischen Verfolgung wird das Haus zu Wohn- und Geschäftszwecken genutzt und beherbergte im Laufe der Jahrzehnte viele verschiedene Einzelhandelsläden.

Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Ein Rundgang durch Norden, abgerufen am 25. März 2021
- ↑ Schreiber, Gretje (2006): Norder Häuser (XIX). Die Bewohner des Neuen Weges, in: Ostfriesischer Kurier, 17./18. August 2006, S. 12