Ludovicus Wenckebach
Ludovicus Wenckebach war von 1722 bis 1750 Bürgermeister der Stadt Norden.[1] Zuvor saß er seit mindestens 1718 im Stadtrat[2]. Er war ein Enkel von Ludevicus Wenckebach, der von 1663 bis 1687 Bürgermeister war.
Am 3. Mai 1718 erteilte er der katholischen Gemeinde die Erlaubnis zum Abhalten eines ungestörten Gottesdienstes in seinem Wohnhaus an der Großen Neustraße.[2] Erstmals seit der Reformation konnten die Katholiken, die bis dahin nur im Untergrund oder außerhalb der Stadtgrenzen ihren Gottesdienst abhalten konnten, diesen im Stadtgebiet abhalten.
Namensherkunft
Der bürgerliche Name des Wenckebach war Ludwig Wenckebach (wie auch bei seinem Großvater).[2] Offenbar latinisierte er seinen Namen später; eine Praxis, wie sie in früheren Jahren vielfach bei Gelehrten zu finden ist. Besonders hervor sticht diese Umbenennung bei den mittelalterlichen bis neuzeitlichen Pastoren der Ludgerikirche sowie der Schulleiter des Ulrichsgymnasiums.