Kiebitznest
Kiebitznest | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | vor 1749 | |||||||
| Erbauer | unbekannt | |||||||
| Bauweise | Gulfhof | |||||||
| Erhaltungszustand | 2010 abgebrannt | |||||||
| Genaue Lage | Kiebitznester Weg 20
26506 Norden | |||||||
Der Hof Kiebitznest war ein Bauernhof in Süderneuland I. Seine Existenz ist seit 1852, vermutlich bereits 1750 nachzuweisen. Nach einem Brand am 20. April 2010 zerfiel der bereits leerstehende und abbruchreife Hof weiter und ist heute nur noch eine überwucherte Ruine.
Geschichte
Wohl wegen der Lage inmitten von Wiesen nach dem Vogel Kiebitz benannt. Im ostfriesischen Niederdeutsch bezeichnet kîwît jedoch auch eine Wasserschöpfmühle ohne Gehäuse oder Umkleidung.[1] Eine solche Wassermühle hat es beispielsweise seit mindestens 1740 in Nadörst gegeben. Allerdings waren diese kîwîte eher klein, sodass bei jener in Nadörst nicht von einem kîwît die Rede sein kann.
Erstmalig wird der Hof 1749 erwähnt, hat zu diesem Zeitpunkt jedoch offensichtlich bereits schon länger existiert, da die genannten Eigentümer den Hof von ihren Großeltern geerbt haben sollen. Auch nachfolgend verbleibt der Hof im Familienbesitz, bis er an die Familien Ippen und Germann gelangt, denen schon der Hof Ippen in der Nähe gehörte. Seit 1911 verblieb der Hof dann im Besitz der Familie Germann.[2] In der amtlichen Statistik des Königreichs Hannover wird der Hof gleichzeitig als Ortschaft innerhalb von Süderneuland I geführt. Im Jahr 1848 sollen hier bloß zwei Personen gewohnt haben; eine ungewöhnlich geringe Zahl für einen Bauernhof, insbesondere in jener Zeit.[3]
Der Hof brannte in der Nacht des 20. Aprils 2010 vollständig nieder.[4] Der letzte Eigentümer, Landwirt Willers, verstarb 2009.[5] Bereits Jahre zuvor war es nach dem Tod des letzten Bewohners eine unbewohnbare Ruine geworden, dessen Umgebung mit Abfällen und Unrat übersät war. Die Feuerwehr ließ die Ruine kontrolliert abbrennen, da es keine Sachwerte mehr zu retten gab und direkte Löscharbeiten zu einer unnötigen Gefährdung der Einsatzkräfte geführt hätten.[4]
Einzelnachweise
- ↑ Beschreibung von Süderneuland I in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft
- ↑ Schreiber, Gretje (2011) Die Höfe in Süderneuland, Nr. 6
- ↑ Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848
- ↑ 4,0 4,1 Einsatzbericht der Feuerwehr Norden, abgerufen am 12. Dezember 2020
- ↑ Zeitzeugenbefragung vom 25. Oktober 2021