Hof Breepott

Aus Norder Stadtgeschichte
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Hof Breepott

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Basisdaten
Entstehungszeit um 1525
Erbauer Adolph Loringa
Bauweise Steinhaus mit gulfähnlicher Scheune
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Landstraße 7

26506 Norden

Hof Breepott ist ein historischer Gulfhof in Ostermarsch. Der Name ("Breitopf") ist möglicherweise als Hinweis auf den einstigen Wohlstand des Hofes zu verstehen.[1] Erstmalig wird der Name als "Brey-Pott" in 1659 erwähnt.[2] Das zum Hof gehörende Land wird auch Breepotter Land genannt. Die Zufahrtsstraße und ein anliegender Schloot haben ihren Namen von diesem Hof erhalten.

Geschichte

Nach dem Deichregister von 1577 war der erste Besitzer des Hofes Adolph Loringa, ehemaliger Bürgermeister von Norden. Dieser starb 1533,[3] dadurch lässt sich das Datum des Baus auf die Zeit um 1525 angrenzen, wenn man annimmt, dass es unwahrscheinlich ist, dass der 1492 geborene Loringa vor seinem 30. Lebensjahr bereits Inhaber eines derart großen Anwesens gewesen ist.

Über Loringa gelang der Hof wohl an die Familie von Wicht. Im Jahre 1611 heißt es in einer Steuerliste: "Adolf Loringa itzo Dr. Hector Friedrichs". Letzterer entstammte diesem alten Adelsgeschlecht und war ein Bruder von Otto Friedrichs von Wicht, der für Ubbo Emmius die bekannte Ostfrieslandkarte gestochen hat.[4]

Der Hof Breepott war rossdienstpflichtig oder wird auch adligfrei genannt, das heißt, der Besitzer musste in Freuden- und Trauerfällen am ostfriesischen Hof Ritterdienste leisten, also mit einem oder zwei Pferden erscheinen, wie zum Beispiel bei gräflichen Hochzeiten oder Begräbnissen. Dafür war der Hof von bäuerlichen Lasten und Abgaben (Steuern u.ä.) befreit.[4]

Seit 2008 ist der Hof im Eigentum der Firma WE Elektronik, die sich auf Sicherheitssysteme spezialisiert hat.[5]

Beschreibung

Bemerkenswert am Hof Breepott ist, dass es sich nicht um einen klassischen Gulfhof handelt, wie man ihn ansonsten in der Ostermarsch findet. Der Wohnteil besteht aus einem quer zur angebauten Scheune stehenden Steinhaus, das an den Typus ostfriesischer Burgen erinnert.

Einzelnachweise

  1. Scheuermann, Ulrich (1995): Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle, S. 116
  2. Beschreibung von Ostermarsch in der Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft
  3. Stammbaum der Familie Herlyn, abgerufen am 1. April 2021
  4. 4,0 4,1 Schreiber, Gretje (2009): Bewohner der Höfe in der Ostermarsch, in: Heim und Herd vom 23. Dezember 2000, S. 47
  5. Internetseite von WE Elektronik, abgerufen am 1. April 2021

Siehe auch