Molkereischule

Aus Norder Stadtgeschichte
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Molkereischule

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Basisdaten
Entstehungszeit 1878
Erbauer Molkereigenossenschaft Norden
Bauweise Ziegelsteinbau
Entwidmung 1992
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Westerstraße 21

26506 Norden

Die Molkereischule war eine zur Alten Molkerei gehörende Schule, die in dessen Haupt- und späteren Verwaltungsgebäude an der Westerstraße 21 untergebracht war.

Geschichte

Das Gebäude wurde 1878 im Zuge des Baus der Molkerei errichtet und beherbergte zunächst vor allem den Verwaltungsapparat, ehe schon bald in einem Teil des Gebäudes eine Molkereischule errichtet wurde. Neben den Lehrräumen gehörte auch ein Internat zur Schule, in dem die Schüler, die für eine spätere Verwendung in der Molkerei vorbereitet werden sollten und hier das entsprechende Rüstzeug mitbekamen, untergebracht wurden.[1] Die Schule existierte noch bis zur Schließung der Molkerei im Jahre 1992.

Bis 2012 befand sich hier dann im linken Bereich eine Filiale der im gleichen Jahr insolvent gegangen Drogeriekette Schlecker. Der linke Teil wird seitdem als Möbelhaus genutzt. Der rechte Gebäudeteil beherbergte nach einiger Zeit des Leerstands ab 2010 eine sogenannte Mundfein-Pizzawerkstatt, die jedoch schon 2014 das Geschäft in Norden wieder aufgab.

Am 1. Februar 2016 eröffnete rechts ein Bioladen mit Namen Grön Nörderland, benannt nach der gleichnamigen Genossenschaft, die Türen für die Kundschaft, der in enger Zusammenarbeit mit der Westgaster Mühle und regionalen Bauern ökologisch angebaute Lebensmittel aus Norden und außerhalb anbot.[2] Das Projekt wurde massiv durch Fördergelder von Stadt, Kreis und Land gefördert, insgesamt gut 300.000 Euro. Dennoch war dem Laden nur eine kurze Existenz beschienen und er schloss bereits 2019 wieder. Seitdem befindet sich hier eine Selbsthilfeeinrichtung für Jugendliche und junge Heranwachsende, die aus verschiedenen Gründen ihr Elternhaus verlassen mussten und nun an das selbstständige Wohnen herangeführt werden sollen.

Galerie

Einzelnachweise

  1. Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 77
  2. Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 9. Dezember 2015, abgerufen am 27. September 2021

Siehe auch