Süderhaus: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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26506 Norden
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Das '''Süderhaus''' ist ein denkmalgeschütztes Gebäude am südlichen [[Marktplatz]]. Der Name leitet sich von dieser Lage ab. Es ist auch bekannt als "Blaue Pforte".  
Das '''Süderhaus''' war ein ehemaliger Hof in [[Ostermarsch]]. Er befand sich östlich des [[Steinweg|Steinwegs]]. Das Süderhaus darf nicht mit dem ähnlich lautenden [[Süder-Hauß]], ebenfalls ein Hof in der Ostermarsch, verwechselt werden, obgleich für beide Höfe die Bezeichnung "Süderhaus" geläufig ist.


==Geschichte==
==Geschichte==
Die Ländereien dieses Hofes stammen, wie aus einer Urkunde von 1657 hervorgeht, aus dem Erbe der Norder Familie [[Loringa]], die hier mit Namen Gaiko und seiner Ehefrau Anna Moysteen angegeben wird. Der Name Süderhaus, so genannt 1870, bezieht sich auf die Lage dieses Hofes.<ref>Schreiber, Gretje (2001): Bewohner der Höfe in der Ostermarsch, in: Heim und Herd vom 3. März 2001, Nr. 2, S. 7</ref> Der Hof wurde später abgebrochen. Zwar wird das Gelände auch heute noch landwirtschaftlich genutzt, doch steht hier nun ein normales Einfamilienhaus mitsamt Nebengebäuden.


Der Name "Blaue Pforte" leitete sich von einer östlich des Hauses stehenden Pforte ab, dessen tatsächliche Farbe jedoch nicht überliefert ist.<ref name=":0">[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamensammlung?state=item:88303 Schreiber, Gretje (2011): Historische Flurnamensammlung] der Ostfriesischen Landschaft, Nr. 88303</ref> Hinter der Pforte führte eine Lohne bis zur [[Kirchstraße]].<ref>StAA, Rep. 236, Bd. 150-155</ref>
Das giebelständige Hauptgebäude (linker Teil) stammt aus dem 16. Jahrhundert, erstmalig wird der einstige [[Liste der Bürgermeister der Stadt Norden|Bürgermeister von Norden]], [[Hayo Loringa|Dr. Hayo Loringa]], als Eigentümer in einer Urkunde aus dem Jahr 1595 genannt.<ref>Pühl, Eberhard (2007): Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland. Backsteinbauten des 15. bis 19. Jahrhunderts, Oldenburg, S. 167</ref>
In der Zeit um 1704 gehörte das Land Adolf Moritz von Schleppegrell, einem Drosten aus einem Uradelsgeschlecht aus dem Raum Lüneburg. Dieser war durch Heirat mit einer [http://heimatforschung-ostfriesland.de/norden/Loringa Anna Dorothea Loringa] in den Besitz des Hauses gekommen.<ref>Schreiber, Gretje (1994): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 68ff.</ref> Aus einem Vertrag von 1755 geht hervor, dass das Anwesen adelig frei war. Das bedeutet, dass es praktisch frei von Abgaben war, aber zu bestimmten Anlässen (z.B. Hochzeiten und Trauerfälle) am Hofe in Aurich Ritterdienste leisten musste.<ref name=":0" />
Laut Kellerkataster, welches 1999 in Norden am Norder Marktplatz durchgeführt wurde, wurde der Keller dieses Hauses im Zeitraum zwischen der Mitte des 16. Jahrhunderts und dem frühen 17. Jahrhundert erbaut.<ref name=":0" />
==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==
<references/>
<references />


==Siehe auch==
==Siehe auch==
*[[Klein Kloster]]
*[[Mennonitengemeinde Norden]]


[[Kategorie:Höfe im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Sakralbauten im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Gebäude in Ostermarsch]]
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]
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[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]

Version vom 10. Mai 2021, 12:59 Uhr

Süderhaus

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Basisdaten
Entstehungszeit 16. Jahrhundert
Erbauer
Bauweise Steinbau
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Am Markt 19-20

26506 Norden

Das Süderhaus ist ein denkmalgeschütztes Gebäude am südlichen Marktplatz. Der Name leitet sich von dieser Lage ab. Es ist auch bekannt als "Blaue Pforte".

Geschichte

Der Name "Blaue Pforte" leitete sich von einer östlich des Hauses stehenden Pforte ab, dessen tatsächliche Farbe jedoch nicht überliefert ist.[1] Hinter der Pforte führte eine Lohne bis zur Kirchstraße.[2]

Das giebelständige Hauptgebäude (linker Teil) stammt aus dem 16. Jahrhundert, erstmalig wird der einstige Bürgermeister von Norden, Dr. Hayo Loringa, als Eigentümer in einer Urkunde aus dem Jahr 1595 genannt.[3]

In der Zeit um 1704 gehörte das Land Adolf Moritz von Schleppegrell, einem Drosten aus einem Uradelsgeschlecht aus dem Raum Lüneburg. Dieser war durch Heirat mit einer Anna Dorothea Loringa in den Besitz des Hauses gekommen.[4] Aus einem Vertrag von 1755 geht hervor, dass das Anwesen adelig frei war. Das bedeutet, dass es praktisch frei von Abgaben war, aber zu bestimmten Anlässen (z.B. Hochzeiten und Trauerfälle) am Hofe in Aurich Ritterdienste leisten musste.[1]

Laut Kellerkataster, welches 1999 in Norden am Norder Marktplatz durchgeführt wurde, wurde der Keller dieses Hauses im Zeitraum zwischen der Mitte des 16. Jahrhunderts und dem frühen 17. Jahrhundert erbaut.[1]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Schreiber, Gretje (2011): Historische Flurnamensammlung der Ostfriesischen Landschaft, Nr. 88303
  2. StAA, Rep. 236, Bd. 150-155
  3. Pühl, Eberhard (2007): Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland. Backsteinbauten des 15. bis 19. Jahrhunderts, Oldenburg, S. 167
  4. Schreiber, Gretje (1994): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 68ff.

Siehe auch