Westerhörner Schule: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Die Seite wurde neu angelegt: „{| class="wikitable" style="float:right; margin-left: 10px;" ! colspan="2" | ==Westerhörner Schule== |- ! colspan="2" |{{#multimaps: | Title = Westerhörner S…“
 
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 16: Zeile 16:
|-
|-
|Entstehungszeit
|Entstehungszeit
|
|um 1866 (1782)
|-
|-
|Erbauer
|Erbauer
Zeile 34: Zeile 34:
26506 Norden
26506 Norden
|}
|}
Die '''Westerhörner Schule'''
Die '''Westerhörner Schule''' war die nordwestlichste Schule des deutschen Festlandes und damit naturgemäß auch der Stadt Norden. Sie war neben der [[Itzendorfer Schule]] eine der beiden Schulen in [[Westermarsch II]].
__TOC__
== Geschichte==
Über die Gründung der Westerhörner Schule ist nichts bekannt. Sicher ist, dass sie 1782 erbaut wurde und noch bis 1813 mit Stroh bedeckt war. Am Westenede befand sich die Klasse und am Ostende eine Küche und ein Stall. Der Raum unter dem Abdach der Tür wurde "Ülkgatt" genannt.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 74</ref> Möglicherweise haben hier Iltisse (= Ülke) oder Marder gehaust (gatt = Höhle).
 
Bei der [[Februar]] im Jahre 1825 wurde die Schule von den Fluten überschwemmt, blieb aber weitestgehend unversehrt. Der Lehrer musste zu einem nahegelegenen, auf einer [[Warft]] errichteten Hof, flüchten. Um 1866 wurde das inzwischen baufällige Gebäude neu errichtet.<ref name=":0" />


__TOC__
Während des Ersten Weltkriegs besuchten 98 Kinder die Westerhörner Schule. 24 von ihnen kamen aus Itzendorf, da die [[Alte Itzendorfer Schule|dortige Schule]] von der Armee requiriert (beschlagnahmt) wurde.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Westermarsch_II.pdf Beschreibung von Westermarsch II] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurden hier Soldaten und Flüchtlinge untergebracht, sodass der Schulbetrieb zum Erliegen kam. Die neuen Bewohner behandelten die Schule und die Einrichtung alles andere als gut, sodass nach ihrem Auszug eine umfangreiche Sanierung erforderlich war. 1956 waren die Renovierungen abgeschlossen, 1961 wurde ein Gruppenraum angebaut.<ref name=":0" />
==Geschichte==


1968 wurde die Schule geschlossen. In ihrer 186-jährigen Geschichte hatte die Schule 23 Lehrer. Der stete Wechsel war vor allem der mangelnden Bereitschaft der Schulgemeinde zur Instandhaltung der Schule geschuldet.<ref name=":0" />


==Lehrkräfte==
==Lehrkräfte==
{| class="wikitable"
!Zeitraum
!Vollständiger Name
|-
|1782 - 1813
|[[Poppe Steffens]]
|-
|1813 - 1851
|[[Hinrich Cremer]]
|-
|1851 - 1881
|[[Folkert Cremer]]
|-
|1881 - 1885
|F. R. Müller
|-
|1885 - 1889
|[[Gerhard Kleen]]
|-
|1889 - 1892
|[[Ubbo Janssen]]
|-
|1892 - 1897
|H. Engelckes
|-
|1897 - 1899
|??? Alting
|-
|Sommer 1901
|??? Stolle
|-
|1901 - 1906
|??? Westermann
|-
|1906 - 1907
|??? Schöneboom
|-
|1907 - 1908
|H. Friemann
|-
|1908 - 1909
|[[Bruno Diersmann]]
|-
|1909 - 1912
|[[Heye Gross]]
|-
|1912 - 1914
|[[Johannes Juilfs]]
|-
|1914 - 1916
|??? Aries
|-
|1916 - 1923
|??? Groot
|-
|1923 - 1929
|[[Wilhelm Wiedey]]
|-
|1929 - 1939
|[[Leopold Gerdes]]
|-
|1939 - 1945
|[[Rikus Hinrichs Daniels]]
|-
|1945 - 1949
|G. Klaffke
|-
|1949 - 1968
|[[Heinrich Hujer]]
|}
==Literatur==
*Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 74-75
==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==
<references />
<references />

Version vom 6. Mai 2021, 12:59 Uhr

Westerhörner Schule

{{#multimaps: Title = Westerhörner Schule Text = Ehemalige Schule in Westermarsch II center = 53.58383748848978, 7.108221681016362 circle = 53.58383748848978, 7.108221681016362 :25 zoom = 17 width = 300px height = 300px

}}

Basisdaten
Entstehungszeit um 1866 (1782)
Erbauer Gemeinde Westermarsch II
Bauweise Ziegelsteinbau
Entwidmung
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage We 2 A

26506 Norden

Die Westerhörner Schule war die nordwestlichste Schule des deutschen Festlandes und damit naturgemäß auch der Stadt Norden. Sie war neben der Itzendorfer Schule eine der beiden Schulen in Westermarsch II.

Geschichte

Über die Gründung der Westerhörner Schule ist nichts bekannt. Sicher ist, dass sie 1782 erbaut wurde und noch bis 1813 mit Stroh bedeckt war. Am Westenede befand sich die Klasse und am Ostende eine Küche und ein Stall. Der Raum unter dem Abdach der Tür wurde "Ülkgatt" genannt.[1] Möglicherweise haben hier Iltisse (= Ülke) oder Marder gehaust (gatt = Höhle).

Bei der Februar im Jahre 1825 wurde die Schule von den Fluten überschwemmt, blieb aber weitestgehend unversehrt. Der Lehrer musste zu einem nahegelegenen, auf einer Warft errichteten Hof, flüchten. Um 1866 wurde das inzwischen baufällige Gebäude neu errichtet.[1]

Während des Ersten Weltkriegs besuchten 98 Kinder die Westerhörner Schule. 24 von ihnen kamen aus Itzendorf, da die dortige Schule von der Armee requiriert (beschlagnahmt) wurde.[2] Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurden hier Soldaten und Flüchtlinge untergebracht, sodass der Schulbetrieb zum Erliegen kam. Die neuen Bewohner behandelten die Schule und die Einrichtung alles andere als gut, sodass nach ihrem Auszug eine umfangreiche Sanierung erforderlich war. 1956 waren die Renovierungen abgeschlossen, 1961 wurde ein Gruppenraum angebaut.[1]

1968 wurde die Schule geschlossen. In ihrer 186-jährigen Geschichte hatte die Schule 23 Lehrer. Der stete Wechsel war vor allem der mangelnden Bereitschaft der Schulgemeinde zur Instandhaltung der Schule geschuldet.[1]

Lehrkräfte

Zeitraum Vollständiger Name
1782 - 1813 Poppe Steffens
1813 - 1851 Hinrich Cremer
1851 - 1881 Folkert Cremer
1881 - 1885 F. R. Müller
1885 - 1889 Gerhard Kleen
1889 - 1892 Ubbo Janssen
1892 - 1897 H. Engelckes
1897 - 1899 ??? Alting
Sommer 1901 ??? Stolle
1901 - 1906 ??? Westermann
1906 - 1907 ??? Schöneboom
1907 - 1908 H. Friemann
1908 - 1909 Bruno Diersmann
1909 - 1912 Heye Gross
1912 - 1914 Johannes Juilfs
1914 - 1916 ??? Aries
1916 - 1923 ??? Groot
1923 - 1929 Wilhelm Wiedey
1929 - 1939 Leopold Gerdes
1939 - 1945 Rikus Hinrichs Daniels
1945 - 1949 G. Klaffke
1949 - 1968 Heinrich Hujer

Literatur

  • Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 74-75

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 74
  2. Beschreibung von Westermarsch II in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft

Siehe auch

Zeitraum Vollständiger Name