Wäschefabrik Lincron: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Wäschefabrik Lincron''' (seit 1969; zuvor ''Lingener Wäschefabrik; offiziell: Lincron Lingener Bekleidungswerke GmbH & Co.'') mit Sitz an der [[Rheinstraße]] 11 in [[Tidofeld]] war eine zu einer in Lingen im Emsland ansässigen Großwäscherei gehörende Außenstelle.
Die '''Wäschefabrik Lincron''' (seit 1969; zuvor ''Lingener Wäschefabrik; offiziell: Lincron Lingener Bekleidungswerke GmbH & Co.'') mit Sitz an der [[Rheinstraße]] 11 in [[Tidofeld]] war eine zu einer in Lingen (im Emsland) ansässigen Großwäscherei gehörende Außenstelle.
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==Geschichte==
==Geschichte==
Die Wäscherei siedelte sich ab dem 3. August 1961 in dem größten Gebäude des ehemaligen [[Vertriebenenlager Tidofeld|Wehrmachtsgeländes]] in Tidofeld an und nahm dort am 5. Dezember den Betrieb auf.<ref name=":1">50 Jahre Tidofeld. 1946 - 1996</ref> Das Gebäude, das nach Angaben einer älteren Bewohnerin Tidofelds ursprünglich als Marine-Krankenhaus bzw. Lazarett geplant war, war bis dahin nie vollständig fertiggestellt worden.
Seit Februar 1947 war hier zunächst eine Blechwaren- bzw. Drahtzaunfabrik von Erich Stiebler ansässig.<ref>Adressbuch von 1950/1951, S. 210</ref><ref name=":02">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 146</ref> Der Unterricht in der im gleichen Gebäude unterbrachten [[Lagerschule]] wurde durch den Lärm dieser Fabrik oft gestört.<ref name=":02" />
 
Die Wäscherei siedelte sich ab dem 3. August 1961 in dem größten Gebäude des ehemaligen [[Vertriebenenlager Tidofeld|Wehrmachtsgeländes]] (Unterkunftsgebäude bzw. ''H-Gebäude'' genannt) in Tidofeld an und nahm dort am 5. Dezember den Betrieb auf.<ref name=":1">50 Jahre Tidofeld. 1946 - 1996</ref> Das Gebäude, das nach Angaben einer älteren Bewohnerin Tidofelds ursprünglich als Marine-Krankenhaus bzw. Lazarett geplant war, war bis dahin nie vollständig fertiggestellt worden.


Am 1. September 1962 wurde die Wäscherei offiziell und mit einer Feierlichkeit eingeweiht.<ref name=":1" /> Im November 1964 erwarb sie den gesamten Gebäudekomplex, den sie zuvor nur gepachtet hatten.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 148</ref><ref name=":0">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 83</ref> Bereits im Frühjahr 1974 stellte sie ihren Betrieb wieder ein.<ref name=":0" /><ref>Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 60</ref> Am 1. April des Jahres pachtete die [[Behindertenhilfe Norden]] den Komplex von der Wäschefabrik und richtete hier eine ''Werkstatt für behinderte Menschen'' ein.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 290</ref> Am 30. Dezember 1982 kaufte die Behindertenhilfe die Gebäude dem Lingener Unternehmen ab.<ref>[https://behindertenhilfe-norden.de/historie/ Geschichte der Behindertenhilfe Norden], abgerufen am 17. Juni 2021</ref> Die Wäscherei wird seitdem durch die Behindertenhilfe betrieben.
Am 1. September 1962 wurde die Wäscherei offiziell und mit einer Feierlichkeit eingeweiht.<ref name=":1" /> Im November 1964 erwarb sie den gesamten Gebäudekomplex, den sie zuvor nur gepachtet hatten.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 148</ref><ref name=":0">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 83</ref> Bereits im Frühjahr 1974 stellte sie ihren Betrieb wieder ein.<ref name=":0" /><ref>Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 60</ref> Am 1. April des Jahres pachtete die [[Behindertenhilfe Norden]] den Komplex von der Wäschefabrik und richtete hier eine ''Werkstatt für behinderte Menschen'' ein.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 290</ref> Am 30. Dezember 1982 kaufte die Behindertenhilfe die Gebäude dem Lingener Unternehmen ab.<ref>[https://behindertenhilfe-norden.de/historie/ Geschichte der Behindertenhilfe Norden], abgerufen am 17. Juni 2021</ref> Die Wäscherei wird seitdem durch die Behindertenhilfe betrieben.

Aktuelle Version vom 3. Juni 2026, 10:44 Uhr

Wäschefabrik Lincron

Basisdaten
Gründung 1962
Auflösung 1975
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
Hauptsitz Rheinstraße 11

26506 Norden

Die Wäschefabrik Lincron (seit 1969; zuvor Lingener Wäschefabrik; offiziell: Lincron Lingener Bekleidungswerke GmbH & Co.) mit Sitz an der Rheinstraße 11 in Tidofeld war eine zu einer in Lingen (im Emsland) ansässigen Großwäscherei gehörende Außenstelle.

Geschichte

Seit Februar 1947 war hier zunächst eine Blechwaren- bzw. Drahtzaunfabrik von Erich Stiebler ansässig.[1][2] Der Unterricht in der im gleichen Gebäude unterbrachten Lagerschule wurde durch den Lärm dieser Fabrik oft gestört.[2]

Die Wäscherei siedelte sich ab dem 3. August 1961 in dem größten Gebäude des ehemaligen Wehrmachtsgeländes (Unterkunftsgebäude bzw. H-Gebäude genannt) in Tidofeld an und nahm dort am 5. Dezember den Betrieb auf.[3] Das Gebäude, das nach Angaben einer älteren Bewohnerin Tidofelds ursprünglich als Marine-Krankenhaus bzw. Lazarett geplant war, war bis dahin nie vollständig fertiggestellt worden.

Am 1. September 1962 wurde die Wäscherei offiziell und mit einer Feierlichkeit eingeweiht.[3] Im November 1964 erwarb sie den gesamten Gebäudekomplex, den sie zuvor nur gepachtet hatten.[4][5] Bereits im Frühjahr 1974 stellte sie ihren Betrieb wieder ein.[5][6] Am 1. April des Jahres pachtete die Behindertenhilfe Norden den Komplex von der Wäschefabrik und richtete hier eine Werkstatt für behinderte Menschen ein.[7] Am 30. Dezember 1982 kaufte die Behindertenhilfe die Gebäude dem Lingener Unternehmen ab.[8] Die Wäscherei wird seitdem durch die Behindertenhilfe betrieben.

Galerie

Einzelnachweise

  1. Adressbuch von 1950/1951, S. 210
  2. 2,0 2,1 Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 146
  3. 3,0 3,1 50 Jahre Tidofeld. 1946 - 1996
  4. Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 148
  5. 5,0 5,1 Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 83
  6. Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 60
  7. Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 290
  8. Geschichte der Behindertenhilfe Norden, abgerufen am 17. Juni 2021

Siehe auch